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Polizeiabsperrung © unwiederbringlichbegangenes @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

NSU 2.0-Ermittlungen

Verdächtiger Polizist tot aufgefunden

Nach einem Verkehrsunfall ist ein hessischer Polizeibeamter in seinem Auto tot aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft geht von Selbstmord aus. Gegen den Polizisten wurde wegen rechter Umtriebe ermittelt.

Donnerstag, 09.05.2019, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 12.05.2019, 20:17 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der Polizeiskandal um mutmaßlich rechte Umtriebe bei der hessischen Polizei nimmt dubiose Züge an. Einer der Polizisten, gegen den ermittelt wird, ist einer Meldung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) zufolge bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der 36-jährige Beamte sei am vergangenen Sonntag mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum gefahren. Er sei noch am Unfallort gestorben.

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Gegen ihn wurde wegen des Verdachts der „Verfassungsuntreue“ ermittelt. Er soll mit anderen Polizeikollegen rechtsextreme Inhalte ausgetauscht haben.

Staatsanwaltschaft geht von Selbstmord aus

Der FAZ zufolge soll ein Gutachten Aufschluss darüber geben, wie es zum Unfall kommen konnte. Der 36-Jährige habe allein im Auto gesessen und sei angeschnallt gewesen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen sagte der Zeitung zufolge, man gehe „aufgrund der Gesamtumstände“ von einem Selbstmord aus.

Die Ermittlungen gegen hessische Polizeibeamte haben ihren Lauf genommen, nachdem die Nebenklagevertreterin im NSU-Prozess, Seda Başay-Yıldız, mit „NSU 2.0“ unterzeichnete Drohbriefe erhalten hatte. In den Schreiben waren öffentlich nicht zugängliche Informationen enthalten. Es stellte sich heraus, dass diese ohne dienstlichen Anlass über einen Polizeicomputer abgefragt wurden. Weitere Ermittlungen führten zu einer Chatgruppe, in der Frankfurter Polizisten rechtsextreme Inhalte teilten. (mig)

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