EU-Bericht
Flüchtlinge „von Tag eins an“ integrieren
EU und OECD raten in einem gemeinsamen Bericht dazu, Flüchtlinge vom ersten Tag an zu integrieren - unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Behörden sollten geschult und häufiger mit Migranten besetzt werden.
Donnerstag, 19.04.2018, 6:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.01.2020, 15:42 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Europäisch Union und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) raten dazu, Flüchtlinge „von Tag eins an“ zu integrieren. Generell sollten Migranten unabhängig von ihrem rechtlichen Status nach ihrer Ankunft nicht lange ohne Beschäftigung sein, heißt es in einem am Mittwoch in Brüssel vorgestellten gemeinsamen Bericht, der zwölf Ratschläge zur Integration gibt.
Da Migranten mit größerer Wahrscheinlichkeit arbeitslos oder aber in ihren Jobs überqualifiziert seien als andere Einwohner, sollten lokale Datenbanken aufgebaut werden, die ihre speziellen Fähigkeiten auflisten, heißt es in dem Bericht weiter. Der räumliche Abstand zwischen Migranten und Alteingesessenen soll den Ratschlägen zufolge verringert werden. Dies könne etwa durch öffentliche Angebote für beide Zielgruppen wie Büchereien und Kulturzentren geschehen.
Mitarbeiter öffentlicher Behörden sollten für die Integration von Ausländern geschult werden und sich auch aus der Bevölkerung mit Migrationshintergrund rekrutieren. Zugleich müssten auf lokaler Ebene mehr Daten über Migranten erhoben werden, um die Integrationspolitik anzupassen, heißt es im Bericht von EU und OECD. (epd/mig)
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„Behörden sollten geschult und häufiger mit Migranten besetzt werden.“ Migranten? Also Flüchtlinge sollen in den Behörden arbeiten? Oder meinen Sie Deutsche mit Migrationshintergrund, also rechtlich gesehen Deutsche, die in Behörden in der Tat unterrepräsentiert sind.