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PKK-Jugendliche verüben Brandanschlag auf Moschee in Lauffen bei Neckar © facebook

PKK-Terror in Deutschland

Brandanschläge auf Moscheen in Berlin und Lauffen

Binnen weniger Tagen wurden zwei Moscheen in Brand gesetzt. Am Sonntag in Berlin, am Freitag in Lauffen bei Neckar. Zum Anschlag in Lauffen bekannte sich eine PKK-Gruppierung. Auf einem Video ist zu sehen, wie die Tat verübt wurde.

Montag, 12.03.2018, 6:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 13.03.2018, 21:07 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Am Sonntagmorgen haben Unbekannte die „Koca Sinan“-Ditib-Moschee im Berliner Stadtteil Reinickendorf in Brand gesetzt. Erst ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte die Flammen unter Kontrolle bringen. Zeugenberichten zufolge haben drei junge Männer in Kapuzen-Pullovern die Tür der Moschee eingeschlagen und vermutlich einen Brandsatz reingeworfen.

Der Hauptraum der Moschee brannte komplett aus. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Straftat aus. „Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin hat die Ermittlungen übernommen“, heißt es in einer Meldung der Polizei.

PKK-Anschlag in Lauffen bei Neckar

Bereits am Freitag hatten Unbekannte Brandsätze in ähnlichem Muster in eine Moschee in Lauffen am Neckar geworfen. Wie die Polizei mitteilte, warfen die Täter dort Molotow-Cocktails ins Gebäude, wodurch ein Feuer entstand, das durch Anwohner gelöscht wurde. Zur Tatzeit befanden sich mehrere Personen in dem Gebäude. In Stockwerken über den Moscheeräumen befinden sich Wohnungen.

Zu der Tat bekannte sich auf einer Internetseite eine PKK-Gruppierung. Dort ist auch ein Video von der Tat in Lauffen veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie vier Personen Steine und Molotow-Cocktails in die Moscheeräume werfen und wegrennen. Ein Fünfter nimmt die Tat auf.

Yeneroğlu: Alltag in Deutschland

Verletzt wurde bei dem Anschlag in Lauffen niemand. Der Schaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes.

Der türkische Abgeordnete Mustafa Yeneroğlu (AKP) bemängelt auf Facebook die öffentliche Anteilnahme: „Man stelle sich vor, fast jede Nacht brenne eine Kirche oder Synagoge und die Öffentlichkeit schweige! Für Moscheen ist dies inzwischen leider fast Alltag in Deutschland!“ Angaben der Bundesregierung zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 950 Übergriffe auf Muslime und ihre Einrichtungen registriert. (epd/mig)

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  1. Hueseyin sagt:

    Ihr müsst euch alle mal überlegen, jede Nacht wird eine Kirche oder Synagoge in einem anderen Land, durch Brandanschläge in Brand gesetzt. Da wäre die Aufschreie im Westen u. Israel sehr gross. Aber hier in Deutschland, die eine Vergangenheit hat, wo man so etwas ähnliches vor ca. 80 Jahren erlebt hat, sollte man doch sensibler sein u. die allgemeine Öffentlichkeit sollte diese Anschläge auf die Moscheen (Gotteshäuser) auf schärfste kritisieren. Die kurden haben keinen Respekt gegenüber Gotteshäuser und schon gar nicht vor Menschenleben. Die Schuldigen müssen mit harte Konsequenzen bestraft werden. Oder gleich in die Türkei abschieben.