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Integrationskurs © cdsessums auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Statistik für 2016

Bundesamt meldet Rekord bei Integrationskursen

Die Zahl der Menschen, die einen Integrationskurs besucht haben, ist im vergangenen Jahr auf mindestens 317.000 Menschen angestiegen. Ursprünglich prognostiziert waren 550.000, kritisiert die Linksfraktion.

Montag, 27.02.2017, 4:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 28.02.2017, 17:36 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Mindestens 317.000 Menschen haben im vergangenen Jahr einen Integrationskurs begonnen. Das geht nach einem Bericht der Rheinischen Post aus Daten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor. 2016 stelle somit ein Rekordjahr bei den Integrationskursen dar. Die vorläufige Zahl könne durch Nacherfassungen sogar noch steigen. Im Jahr 2015 hätten lediglich 179.000 Zuwanderer einen Integrationskurs begonnen.

Die Integrationsbeauftragter der Linksfraktion im Bundestag, Sevim Dağdelen, kritisiert die Zahlen. Ursprünglich seien 550.000 neue Kursteilnehmer prognostiziert worden. „Das ist keine Erfolgsbilanz, sondern ein katastrophales Armutszeugnis für die Bundesregierung“, erklärt Dağdelen.

Linke: Mär angeblicher Integrationsverweigerung

„Statt alle Kraft in den Ausbau eines verlässlichen und qualitativ hochwertigen Integrationskurssystems zu stecken, wurde seit Jahren ein Gesetz nach dem anderen verschärft und mit der falschen und unbelegten Mär angeblicher Integrationsverweigerung Hetze betrieben. Die Integrationsverweigerer sitzen auf den Regierungsbänken“, so Dağdelen weiter. Die Bundesregierung müsse endlich für ein Kursangebot sorgen, das der Nachfrage entspreche.

Knapp zwei Drittel der neuen Kursteilnehmer waren dem Zeitungsbericht zufolge männlich. Vier von zehn Teilnehmern kamen aus Syrien. Die Syrer stellten damit den größten Anteil. Das Bundesamt hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Zahl der Kurse deutlich zu erhöhen. (epd/mig)

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