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Umfrage

Deutsche machen Flüchtlingspolitik für AfD-Erfolg verantwortlich

Die große Mehrheit der Deutschen macht die aktuelle Flüchtlingspolitik für den Aufstieg der AfD verantwortlich. Innenminister de Maizière sieht jedoch andere Ursachen für den Erfolg der Rechtspopulisten.

Montag, 05.09.2016, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 06.09.2016, 12:03 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Aufstieg der AfD zurückgewiesen. „Das halte ich für abwegig. Wir erleben in ganz Europa den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien. Deutschland bildete lange die Ausnahme“, sagte der CDU-Politiker der Welt am Sonntag. „Die Flüchtlingskrise war nicht die Ursache dafür, dass auch hier die Rechtspopulisten Aufwind bekommen haben.“ Dahinter steckten weniger einzelne politische Entscheidungen, sondern das Unbehagen mancher Menschen mit der Globalisierung und Moderne insgesamt.

Laut einer Emnid-Umfrage für Bild am Sonntag machen 63 Prozent der Deutschen die aktuelle Flüchtlingspolitik für den Erfolg der AfD verantwortlich. Nur 22 Prozent sehen darin nicht den Hauptgrund und halten andere Gründe für ausschlaggebend. Unter den Unionsanhängern glauben sogar 73 Prozent, dass die Flüchtlingspolitik der Hauptgrund für den Erfolg der AfD ist. 18 Prozent glauben das nicht.

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De Maizière sieht Flüchtlingskrise nicht als Ursache

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Die AfD wäre der Umfrage zufolge im Bund aktuell drittstärkste Partei. Demnach kommt die AfD auf zwölf Prozent und liegt damit hinter CDU/CSU mit 34 Prozent und der SPD mit 23 Prozent. Die Grünen erreichen elf Prozent, die Linke neun Prozent, die FDP sechs Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid befragte zwischen dem 25. und 31. August 1.966 repräsentativ ausgewählte Personen.

Innenminister de Maizière sieht keine Verbindung zwischen dem AfD-Erfolg und dem Modernisierungskurs der CDU. „Bei einigen Kräften der AfD sehe ich eine Sehnsucht nach einer angeblich heilen Welt der westdeutschen Bundesrepublik, die es aber so nie gegeben hat“, sagte de Maizière. „Und Skepsis gegenüber der Westbindung, gegenüber der EU und eine besondere Nähe zu Putin war nie Politik der CDU!“ (epd/mig)

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