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Ausschreitungen zwischen Flüchtlingsgegnern und der Polizei

Rechtsextremismus

Erneut Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte

Brandanschlag auf ein Flüchtlingshiem in der Oberpfalz und Proteste gegen Flüchtlingsunterkünfte in Thüringen und Sachsen. Ein Wochenende, das von Gewalt gegen Flüchtlinge geprägt geprägt wurde.

Montag, 24.08.2015, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 24.08.2015, 17:31 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Im oberpfälzischen Neustadt an der Waldnaab ist in der Nacht zum Freitag ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim verübt worden. Von den 19 Bewohnern sei niemand verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst. Die Feuerwehr habe den kleinen Brand im Zentrum der Stadt schnell unter Kontrolle gebracht. Im Parterre des ehemaligen Gasthauses habe ein Teil des Mobiliars gekokelt. Der entstandene Schaden sei gering.

Ein Asylbewerber hatte nach Angaben der Polizei gegen 3.20 Uhr gesehen, wie zwei Männer aus einem Fenster im Erdgeschoss geflüchtet seien. Vor dem Haus soll eine dritte Person gewartet haben. Angesichts der aktuellen Geschehnisse andernorts schließe man in diesem Fall einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus, betonte der Polizeisprecher: „Wir ermitteln aber in alle Richtungen-“ Die ehemalige Gaststätte wird seit rund zwei Jahren als Flüchtlingsheim genutzt.

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Im thüringischen Suhl haben am Donnerstagabend laut Polizei 650 Menschen gegen eine Flüchtlingsunterkunft protestiert. Die Demonstranten forderten die Schließung der Einrichtung, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Angemeldet worden sei die Kundgebung in der Innenstadt als „Eilversammlung“ von Vertretern der fremdenfeindlichen „Thügida“-Bewegung.

Zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Nazis kam es im sächsischen Heidenau. Dort randalierten am Freitag- und Samstagnacht Rechtsradikale gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in einem alten Baumarkgebäude. Mehrere Dutzend Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt. Die Randalierer schmissen mit Steinen und Flaschen. Politiker äußerten sich empört. Mehrere Bundesminister verlangten, ausländerfeindliche Gewalttaten mit aller Härte zu ahnden. (epd/mig)

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