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Feuer (Symbolfoto) © MDG26 @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Bayern

Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

In Oberbayern ist offenbar ein Brandanschlag auf eine geplante Asylbewerberunterkunft verübt worden. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund schließt die Polizei nicht aus. Im Ort hatte es heftige Proteste gegeben wegen der geplanten Unterbringung von Flüchtlingen.

Freitag, 17.07.2015, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 20.07.2015, 20:27 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Im oberbayerischen Reichertshofen ist offenbar ein Brandanschlag auf eine geplante Asylbewerberunterkunft verübt worden. In der Nacht zum Donnerstag sei in dem Gebäude ein Feuer ausgebrochen, das wohl vorsätzlich gelegt worden sei, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, zumal es in den vergangenen Wochen Bürgerproteste gegen die vorgesehene Einrichtung in einem ehemaligen Gasthof gegeben habe.

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Die genaue Brandursache ermittelten derzeit Experten der Kriminalpolizei und des Landeskriminalamtes vor Ort. In dem ehemaligen Gasthof sollten zum 1. September knapp 70 Asylbewerber untergebracht werden, wie das Landratsamt mitteilte.

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Der Brand entstand den Angaben zufolge in einem Nebengebäude des Gasthofs. Das Feuer beschädigte das früher als Diskothek genutzte Gebäude schwer. Den Schaden schätzt das Landratsamt auf rund 150.000 Euro. Bei dem mutmaßlichen Brandanschlag wurde niemand verletzt, da das Haus leer stand.

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Die Feuerwehr habe das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht, so dass das Hauptgebäude und umliegende Gebäude in der Nachbarschaft nicht betroffen waren, hieß es. Der ehemalige Gasthof soll in den kommenden drei Wochen weiter umgebaut werden.

Wegen der geplanten Unterbringung von Flüchtlingen hatte es im Ort heftige Proteste gegeben. Ursprünglich sollte der ehemalige Gasthof rund 130 Plätze bieten. Dagegen demonstrierten Bewohner mit Plakaten und Bannern mit der Aufschrift „130 Asylbewerber sind zu viel“. Nach Gesprächen mit der Regierung von Oberbayern, dem Landratsamt und den Bürgern einigte man sich schließlich auf 67 Plätze. (epd/mig)

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