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TV-Tipps des Tages

16.06.2015 – Imam, Ausländer, Islam, Muslime, Migranten, Flüchtlinge

TV-Tipps des Tages sind: Fremde Heimat - Das Schicksal der Vertriebenen nach 1945. Thema: "70 Jahre Flucht und Vertreibung". "Wir haben nichts mehr, wir sind nichts mehr, wir sind also am tiefsten Punkt der sozialen Leiter gelandet; Gott und die Welt: Der Imam und die Knackis

Von Dienstag, 16.06.2015, 8:09 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 14.06.2015, 23:22 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Fremde Heimat – Das Schicksal der Vertriebenen nach 1945
Thema: „70 Jahre Flucht und Vertreibung“. „Wir haben nichts mehr, wir sind nichts mehr, wir sind also am tiefsten Punkt der sozialen Leiter gelandet.“ Für den damals 16-jährigen Robert Brokoph aus dem Städtchen Heydekrug im Memelland ist die Vertreibung ein Absturz ins Nichts. Mehr als zwölf Millionen Menschen teilen dieses Schicksal am Ende des Zweiten Weltkriegs. Über ihre leidvolle Flucht und Vertreibung, über den Verlust der Heimat, auch über die Vorgeschichte dieser größten ethnischen Säuberung in der europäischen Geschichte gibt es mittlerweile zahlreiche Dokumentationen.

Aber was erwartete die Flüchtlinge und Vertriebenen danach, als sie angekommen waren und in der noch fremden, der neuen Heimat bleiben mussten? Wie schwer war es für sie, dort von vorne anzufangen? Was bedeutete es für diese Menschen, nicht nur mittellos, sondern auch all ihrer sozialen Bezüge und ihrer vertrauten Umgebung beraubt zu sein? Und wie wurden sie von den Einheimischen aufgenommen? Mit der zweiteiligen Reihe „Fremde Heimat“ wirft die ARD erstmals einen kritischen Blick auf das Schicksal der Vertriebenen nach 1945.

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Denn die Integration der zwölf Millionen Menschen aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten Mittel- und Osteuropas ist nicht die große Erfolgsgeschichte, als die sie gerne im Rückblick verklärt wird. Es war ein schwieriger Weg, gesäumt von schmerzhaften Erfahrungen und Enttäuschungen. „Ich hätte mich also nie getraut zu sagen, dass ich Flüchtling bin und dass ich aus Breslau, eben aus diesem Osten komme“, erinnert sich im Film Horst-Dieter Lindner, dessen Familie aus Schlesien geflüchtet ist. Als evangelisches Stadtkind in katholisch-ländlicher Umgebung ist er ständig bemüht nicht aufzufallen und guckt sich im katholischen Schulgottesdienst die ihm fremden Rituale ab.

Auch wenn am Ende die Integration geglückt ist, am Anfang stehen für die meisten Flüchtlinge und Vertriebenen zunächst weitere große Demütigungen und Entbehrungen. Viele beschließen zu schweigen und verstummen in der frühen Bundesrepublik, weil sie Angst haben, diskriminiert und ausgegrenzt zu werden. In der DDR dürfen sie nicht von ihrer Heimat und der Vertreibung erzählen, weil die sozialistische Staatsräson es verlangt. Wie sehr solche Erfahrungen in beiden deutschen Staaten das Leid der Vertreibung noch verstärkt haben, zeigt der ARD-Zweiteiler auf beklemmende Weise. Die Reihe dokumentiert aber auch, wie sich die große Mehrheit der Flüchtlinge und Vertriebenen trotz allem und unter ganz unterschiedlichen Startbedingungen hier schließlich behauptet und ein neues Zuhause gefunden hat. Di, 16. Jun · 21:00-21:45 · ARD-alpha

Gott und die Welt: Der Imam und die Knackis
Seit drei Jahren arbeitet Mustafa Cimsit im Gefängnis in Frankfurt-Preungesheim als Seelsorger für die muslimischen Gefangenen. Es sind die Gestrandeten der Gesellschaft, die Kriminellen, die Radikalen, um die sich der 42-jährige Islamwissenschaftler kümmert. Der Film von Ilyas Mec begleitet den muslimischen Gefängnis-Seelsorger bei seiner Arbeit und gewährt Einblicke in die Welt muslimischer Straftäter. Am Anfang ist so mancher Häftling irritiert: Ist der kumpelhafte Typ, der stets für einen Scherz zu haben ist, am Ende doch einer von ihnen, also ein Knastbruder? Spätestens, wenn dieser aber abends aus dem Gefängnis heraus spaziert, wird auch dem Neuankömmling klar, dass es sich bei Mustafa Cimsit um den Imam handelt, der aus beruflichen Gründen im Knast ist. Di, 16. Jun · 21:32-22:00 · tagesschau24

Cosmo bei Planet Schule (2)
Muslimischer Alltag in Deutschland: Wie kann islamischer Religionsunterricht aussehen? Es geht auch um eine Gemeinde, deren neuer Imam das Leben in Deutschland noch gar nicht kennt. Konflikte mit Gemeindekindern, die hier aufgewachsen sind, scheinen vorprogrammiert. Andere Beiträge dokumentieren Flüchtlingsdramen, aber auch Wege, wie Migranten es schaffen, ihre Anliegen und ihre Kultur zu leben, ohne ihre Herkunft zu vergessen. Bis zu der Frage, woher die Elefanten für eine Hindu-Prozession im westfälischen Hamm herkommen sollen. Mi, 17. Jun · 07:30-08:00 · RBB Berlin

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