Baden-Württemberg
Land baut Islamische Religionspädagogik aus
Die Ausbildung von islamischen Religionslehrern soll in Baden-Württemberg gestärkt werden. Ministerpräsident Kretschmann fordert islamischen Religionsunterricht auf hohem Niveau. Dafür seien qualifizierter Lehrkräfte an den Hochschulen nötig.
Donnerstag, 19.03.2015, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 22.03.2015, 19:05 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Baden-Württemberg will die Ausbildung von islamischen Religionslehrern an den Hochschulen im Land stärken. Dafür sollen über den Nachtragshaushalt in Karlsruhe und Ludwigsburg jeweils eine Juniorprofessur bereitgestellt werden, wie das Staatsministerium am Dienstag mitteilte. An den Pädagogischen Hochschulen Freiburg, Karlsruhe, Ludwigsburg und Weingarten werden zudem 4,5 Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter entfristet.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, den in Baden-Württemberg geborenen muslimischen Kindern müsse islamischer Religionsunterricht auf hohem Niveau angeboten werden. Dazu sei die fundierte Ausbildung qualifizierter Lehrkräfte an den Hochschulen nötig. Schließlich solle Islamische Religionspädagogik zu einem regulären Studienfach werden. Unter der Führung der beiden Juniorprofessuren soll ein Konzept zur Vernetzung der Hochschulen untereinander sowie mit dem Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Tübingen entwickelt werden.
Das Modellprojekt „Islamischer Religionsunterricht“ an den Schulen in Baden-Württemberg wurde zum Schuljahr 2006/07 gestartet und 2010 erweitert. Im vergangenen Jahr wurde es bis zum Schuljahr 2017/18 verlängert. Begleitend wurde zum Wintersemester 2007/08 an den Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe, Ludwigsburg und Weingarten Islamische Theologie/Religionspädagogik eingerichtet, um Lehrkräfte islamisch-sunnitischer Prägung auszubilden. Zum Wintersemester 2010/11 wurde das Studienfach auch in der Freiburg eingerichtet. (epd/mig)
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