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Uni-Münster

Großes Interesse an islamischem Religionsunterricht

An der Universität Münster haben sich zum Wintersemester 418 Interessierte für das Unterrichtsfach „Islamische Religionslehre“ beworben – eine Rekordzahl. Für Prof. Khorchide ist der Anstieg logisch. Der in NRW geplante islamische Religionsunterricht bietet Studenten jetzt eine Berufsperspektive.

Montag, 30.07.2012, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 02.08.2012, 7:11 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Als erstes Bundesland bietet Nordrhein-Westfalen ab dem kommenden Schuljahr islamischen Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach an. Diese Entwicklung scheint das Interesse an den entsprechenden Studiengängen zu vertärken. Zum Wintersemester 2012/13 haben sich 418 Interessierte für das Unterrichtsfach „Islamische Religionslehre“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) beworben − eine Rekordzahl.

„Die Bewerber haben jetzt eine klare Berufsperspektive. Die Zahl belegt das große Interesse, aber auch das Vertrauen in den Standort Münster“, betont Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie (ZIT) und Professor für Islamische Religionspädagogik.

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Nur 120 werden angenommen
Zum Wintersemester werden drei weitere und damit insgesamt vier Professoren die Studierenden am Zentrum für Islamische Theologie Münster auf alle Schulformen vorbereiten: „Islamische Religionspädagogik“, „Kalam, islamische Philosophie und Mystik“, „Koran und Koran-Exegese“ sowie „Islamische Normenlehre und deren Methodologie“.

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Für alle Schulformen gibt es Zulassungsbeschränkungen, den Bewerbern stehen voraussichtlich rund 120 Studienplätze zur Verfügung. „Mit unserem aktuellen Studienangebot und dem geplanten Ausbau des ZIT wollen wir unser Profil auf dem Gebiet der islamischen Theologie weiter schärfen“, unterstreicht Dr. Marianne Ravenstein, WWU-Prorektorin für Lehre und studentische Angelegenheiten.

Die WWU bietet bereits seit dem Sommersemester 2004 am „Centrum für Religiöse Studien“ eine Ausbildung zum Islamlehrer an − bislang als nicht bekenntnisorientiertes Erweiterungsfach für Lehrämter an Schulen. Derzeit sind rund 65 Studierende im Fach „Islamunterricht“ eingeschrieben. Das im vergangenen Jahr gegründete Zentrum für Islamische Theologie Münster/Osnabrück ist eines von vier bundesweiten Zentren für Islamische Theologie. (eb)

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