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Modellversuch Islamischer Religionsunterricht

In einem Modelversuch möchte Saarland ab dem kommenden Schuljahr islamischen Religionsunterricht an vier oder fünf Grundschulen einführen. Weil ausgebildete Lehrkräfte fehlen, soll für Lehrer muslimischen Glaubens der Quereinstieg möglich sein.

Donnerstag, 23.07.2015, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 23.07.2015, 20:46 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Zum kommenden Schuljahr beginnt das Saarland mit einem Modellversuch zum islamischen Religionsunterricht. Vier oder fünf Grundschulen in Saarbrücken und Völklingen werden den bekenntnisorientierten Unterricht in deutscher Sprache anbieten, wie das Bildungsministerium am Dienstag in Saarbrücken mitteilte. Der Unterricht beginne in der ersten Klasse und werde dann nach und nach bis zur einschließlich vierten Klasse fortgesetzt.

Der Lehrplan orientiert sich den Angaben zufolge an den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen, das zum Schuljahr 2012/13 als erstes Bundesland den bekenntnisorientierten Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach eingerichtet hat. Auch Hessen und Niedersachsen bieten inzwischen islamischen Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach an. In Bayern und Rheinland-Pfalz gibt es Modellversuche. Bundesweit gibt es rund 700.000 muslimische Schüler.

Bei dem Modellversuch im Saarland solle der Unterricht im Grundschulbereich sowohl für Schüler der schiitischen als auch der sunnitischen Glaubensrichtung geeignet sein, hieß es. Solange es noch keine speziell ausgebildeten Lehrkräfte gebe, würden Lehrkräfte oder Quereinsteiger muslimischen Glaubens über ein Ausbildungsprogramm vorbereitend und begleitend qualifiziert, teilte das Ministerium mit. Für das erste Jahr des Modellversuchs stünden zwei Lehrer zur Verfügung, für das Schuljahr 2016/2017 werde eine weitere Lehrkraft eingeplant. (epd/mig)

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