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Deutsche Presse

23.03.2013 – Integration, NSU, Türkei, Israel, Rassismus, Verfassungsschutz

Zuwanderer finden schneller Arbeit; Integration: Wo Berlin im Bundesvergleich steht; Muslime lehnen Gräber ab; Rassismus-Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes; NSU-Ausschuss mit Berlin; Netanjahu entschuldigt sich bei der Türkei; Brennende Moscheen, Tausende auf der Flucht; Das Gefühl des Sprachverfalls trügt nicht

Von Samstag, 23.03.2013, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 22.03.2013, 23:54 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Immer mehr Südeuropäer wandern nach Deutschland aus. Sie arbeiten hier und schicken Geld in ihre Heimatländer. Einige südeuropäische Staaten sind wieder Netto-Empfänger.

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Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten integrieren sich immer schneller in den deutschen Arbeitsmarkt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Eine neue Studie zur Integration zeigt, wie die Stadt im Bundesvergleich abschneidet: Probleme gibt es am Arbeitsmarkt, gute wie schlechte Daten bei der Bildung.

Eigentlich war die Stadt Karben der Zeit voraus, als sie 2004 ein muslimisches Gräberfeld auf dem Waldfriedhof in Klein-Karben einrichtete. Aber nur eigentlich. Denn bis heute lassen sich Karbener Muslime dort nicht beerdigen.

Eine muslimische Gemeinde will aus einer Kirche in Horn eine Moschee machen. Sie wirbt um die Akzeptanz der Anwohner – zwei Tage vor einer Nazi-Kundgebung.

Ein bisher unbekannter Vorfall im Bundesamt für Verfassungsschutz sorgt für Wirbel. Mitarbeiter des Geheimdienstes in der Islamismus-Abteilung sollen sich übelst in die Haare bekommen haben. Dabei soll ein Verfassungsschützer einen Kollegen als „Muselmann“ und „Ölauge“ beleidigt haben.

Die Berliner V-Mann-Pannen werden Thema im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags. Am 22. April müssen dort Bernd Krömer, Staatssekretär von Innensenator Frank Henkel (CDU), und der frühere Berliner LKA-Chef Peter Michael Haeberer aussagen.

Das Institut für Deutsche Sprache befasste sich auf seiner Jahrestagung mit dem Sprachwandel. Die Wissenschaftler fasziniert Veränderung, für den Normalbürger jedoch bedeutet sie einen Verlust.

Der Bundesrat, in dem von SPD und Grünen regierte Länder gemeinsam mit dem rot-rot-regierten Brandenburg die Mehrheit haben, will noch vor der ersten Auszahlung das von der Koalition durchgesetzte Betreuungsgeld kippen.

Israel und die Türkei wollen wieder Botschafter austauschen. In einem Telefonat mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan bedauerte der israelische Ministerpräsident Netanjahu die Toten und Verletzten, die es bei der Erstürmung des Gaza-Hilfsschiffs „Mavi Marmara“ 2010 gegeben habe.

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  1. Sinan A. sagt:

    Ein elfjähriges Mädchen ist in Köln beim Schulschwimmen verunglückt. Etwa eineinhalb Minuten lag das Mädchen in 3,50m Tiefe, bevor es von einem betreuenden Helfer entdeckt wurde. Seit Donnerstag ist ihr Zustand unverändert kritisch.

    Der Zeitung Hürriyet sagte der türkische Vater der Schülerin, ihn kümmere im Augenblick nicht, wer die Schuld trage. „Mir geht es nur darum, dass mein Mädchen wieder gesund wird.“ Obwohl seine Tochter eine Förderschule besuche, sei sie weder körperlich noch geistig beeinträchtigt.

    http://www.ksta.de/muelheim/badeunfall-im-genovevabad-lehrer-sagt-bei-der-polizei-aus,15187568,22191164.html

    Anmerkung:
    Polizeireporter Tim Stinauer zitiert zum Ende des Artikels ausführlich einen Kollegen des Schwimmlehrers: „Es ist schwer, die Übersicht zu behalten, vor allem, wenn die Kinder herumtoben und kreuz und quer schwimmen.“ Aber laut EXPRESS schwammen die Kinder zum Zeitpunkt des Unglücks in geraden Bahnen. So berichtet es eine Mitschülerin.

  2. Kolcek sagt:

    @Sinan A.
    Hätten Sie diesen Kommentar auch gepostet, wenn dies einem deutschen Mädchen passiert wäre? Oder wollen Sie uns unterschwellig etwas mitteilen?

  3. Sinan A. sagt:

    Das Mädchen ist Tage später aus dem Koma erwacht. Wie es dem Mädchen genau geht, wurde nicht bekannt.

    Der selbe Redakteur berichtete auch über den Hausbrand in Köln-Höhenberg. Da versuchte er, den Brandherd spekulativ möglichst tief ins Haus zu verlegen, um eine Selbstschuld der Bewohner anzudeuten. Am Ende kam aber heraus, was man schon auf den ersten Blick erkennen konnte. Das Feuer brach im Eingangsbereich des Hausflures aus. Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

    Aus Pulheim bei Köln, wo es vermehrt zu rechtsradikalen Aktivitäten kam – Leute wurden belästigt und bedroht – wusste er in einem anderen Artikel zu berichten, das Problem sei unter Kontrolle. Die Polizeiarbeit sei erfolgreich gewesen. Wie der Erfolg genau aussah, schrieb er nicht.

    Beim Thema Nagelbombe in Köln-Mülheim, nachdem 2011 bekannt wurde, dass es ein NSU-Anschlag war, ging dieser Redakteur sofort raus und zitierte unbeteiligte Anwohner, die angeblich auch der Meinung waren, Türken wären die Täter gewesen. Kein Wunder, in diesem Sinne wurde ja auch berichtet.

    Egal worum es geht, sogar bei unschuldigen Kindern, wie das Beispiel oben zeigt: Die Richtung bei diesem Journalisten ist immer klar. Beispiele gibt es dutzendfach. Ein Sprachrohr des Polizeiapparates ist dieser Mann. Details werden frisiert, andere weggelassen, jeder Sachverhalt wird einseitig betrachtet.

    Das wäre nicht weiter schlimm, wenn man verschiedene Quellen hätte und wenigstens eine davon kritisch berichten würde. Nur leider ist es so, dass bei kleineren Ereignissen oder in abgelegenen Orten Journalisten solcher Couleur ein Monopol auf die Information haben. Einer schreibt, alle lesen, niemand fragt nach. Dann passiert halt so was wie in Völklingen, wo eine ganze Brandserie (insgesamt 11 Brände) von den Behörden unter den Teppich gekehrt wurde, bevor ein engagierter Redakteur nachforschte.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/brandserie-in-voelklingen-elf-sonderbare-braende-11557447.html