TV-Tipps des Tages

14.03.2013 – Israel, Kultur, Juden, Migranten, Zaimoglu, Türkei, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: alpha-Forum: Gespräch - Sybille Krafft im Gespräch mit Ellen Presser, Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München; LIDO: Feridun Zaimoglu - Mein Leben. Mit "Kanak Sprak", seinem provozierenden Buch über junge Migranten, wurde Feridun Zaimoglu 1995 bekannt

Von Donnerstag, 14.03.2013, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 10.03.2013, 12:08 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

alpha-Forum
Gespräch – Sybille Krafft im Gespräch mit Ellen Presser (Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München)

Ellen Presser leitet seit 1983 das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München. Geboren und aufgewachsen in München wurde die Tochter polnisch-jüdischer „Displaced Persons“ traditionell jüdisch erzogen. Heute unterstützt sie durch gezielte Kulturveranstaltungen die Integration jüdischer Immigranten in München.

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Im alpha-Forum kommen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Religion und Kultur in 45 Minuten ausführlich zu Wort. In hintergründigen Zwiegesprächen entstehen Porträts der Interviewten, in denen genügend Zeit für Details und Nuancen bleibt. Nicht das kurze, mediengerechte Zitat, sondern der Lebensweg des Gesprächspartners mit all seinen Erfolgen und Rückschlägen steht im Mittelpunkt von alpha-Forum. 21:00-21:45 • BR-alpha

LIDO
Feridun Zaimoglu – Mein Leben. Mit „Kanak Sprak“, seinem provozierenden Buch über junge Migranten, wurde Feridun Zaimoglu 1995 bekannt. Heute gehört der Schriftsteller mit den türkischen Wurzeln zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Literatur. „Man hat mich in die Talkshows eingeladen, und ich war der Krawalltürke.“, erinnert sich Feridun Zaimoglu an die Zeit um das Jahr 2000, als „Kanak Attack“, die Verfilmung seines Romans „Abschaum – die wahre Geschichte von Ertan Ongun“, in die Kinos kam. Schon mit „Kanak Sprak“, seinem Debüt, hatte er 1995 den Durchbruch geschafft.

Die in einer stilisierten Gossensprache erschienenen Interviews mit türkischstämmigen Jugendlichen waren ebenso drastisch, authentisch wie literarisch überzeugend. Seitdem veröffentlichte der mehrfach preisgekrönte Autor Romane und Kurzgeschichten mit ungeheurer erzählerischer Kraft. Ebenfalls erfolgreich schreibt er, meist gemeinsam mit Günter Senkel, Theaterstücke. Ihre Shakespeare Neuübersetzung von „Othello“ wurde unter der Regie von Luk Perseval zum Kultstück. Auch ins politische Geschehen mischt sich Feridun Zaimoglu immer wieder ein. 2006 erschien sein Roman „Leyla“, die Geschichte eines türkischen Mädchens. Im gleichen Jahr erleidet er bei einem Türkeibesuch gemeinsam mit seiner Mutter einen dramatischen Busunfall. Nur knapp entkommen die beiden dem Tod.

In diesem Film erzählt Zaimoglu von den Folgen: 2008 bekommt er Panikattacken – bis heute kann er kein Flugzeug besteigen. Auch der regelmäßige Türkei Besuch bei den Eltern fällt dem Trauma zum Opfer, und so beschließt Feridun Zaimoglu, sich auf den mühsamen Weg über Land in die Türkei zu machen. Sein anrührendes Wiedersehen mit den Eltern, die Verbundenheit zu seiner Heimat Kiel, die Männerfreundschaft zu seinem Nachbarn und Koautoren Günter Senkel, Theaterproben mit Jugendlichen. Zaimoglu bietet ungewöhnliche Einblicke in sein Leben. 22:30-23:15 • BR

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