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Neukölln gegen NPD

„Inglorious Breastards“

Wer glaubt, dass eine rechte Bewegung in Neukölln nicht möglich ist, der irrt! Hakenkreuze, eingeschlagene Scheiben und körperliche Angriffe von rechts kennen viele Einwohner des Berliner Bezirks bereits allzu gut. Nun stellte sich eine breite Bürgerfront gegen die NPD-Versammlung im bezirkseigenen Gemeinschaftshaus - teils mit sehr originellen Methoden.

Von Montag, 18.02.2013, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 20.02.2013, 6:30 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Ein dichtes Gedränge an der vordersten Absperrung – es gibt hier und da kleine Rangeleien mit der Polizei wie auch mit den NPD-Anhängern, die an diesem Samstagmittag im bezirkseigenen Gemeinschaftshaus in der Gropiusstadt in Neukölln ihre Versammlung abhalten wollen.

Dagegen protestieren Hunderte Neuköllner Bürger. Darunter auch fünf junge Frauen, die mit ihren nackten Oberkörpern Sprechchöre rufen, wie „Nazis raus“: In ihren Händen halten sie Plakate hoch, auf denen „Inglorious Breastards“ geschrieben steht – eine Anspielung auf Quentin Tarantinos Film „Inglourious Basterds“, in dem Nazis gejagt werden.

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Zu der Kundgebung am vergangenen Samstag hatten verschiedene Organisationen in Neukölln aufgerufen, darunter das Bündnis Neukölln, Antifa AG Neukölln, Neukölln gegen Nazis und Aktionsbündnis Rudow. Ziel war es nicht nur, die Versammlung der NPD zu stören, sondern auch auf die Aktivitäten der Partei, vor allem im Süden von Neukölln – Britz und Rudow – aufmerksam zu machen.

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Denn dort sind längst körperliche Angriffe von rechts, zerbrochene Scheiben und Hakenkreuzschmierereien keine Seltenheit mehr: In den letzten zehn Jahren konnte sich hier eine starke rechte Szene etablieren. Die Politik bleibt dagegen machtlos, zumal die Partei (noch) nicht verboten ist.

Vor diesem Hintergrund ist eine breite Bürgerfront, wie sie am Samstag zustande kam, das richtige Zeichen gegen die NPD. Ihr soll es in Neukölln so ungemütlich wie möglich gemacht werden. Diesen Bürgern ist es auch zu verdanken, dass sich die Rechten bislang nicht noch weiter in die Neuköllner Gesellschaft vorarbeiten konnten.

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