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TV-Tipps des Tages

18.12.2011 – Türkei, Ararat, Asien, Integration, Islam, Österreich

TV-Tipps des Tages sind: Wilde Türkei: Vom Schwarzen Meer zum Ararat. Der Dokumentation führt durch den Osten der Türkei, zu anatolischen Wildschafen und Braunbären; Österreichs Auslandskulturarbeit: Kultur ist ein unschätzbares Mittel der Verständigung über nationale Grenzen hinaus und über sprachliche Barrieren hinweg; Schätze des Islam

Von Dienstag, 18.12.2012, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 18.12.2012, 8:18 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Wilde Türkei
2/2, Vom Schwarzen Meer zum Ararat. Der zweite Teil der Dokumentation führt durch den Osten der Türkei, zu anatolischen Wildschafen und Braunbären, Teepflückern und Bergbauern.

Weit im Osten Anatoliens, im Schatten des schneebedeckten Vulkanberges Ararat, erstrecken sich karge Lavafelder und menschenleere Ebenen. Dies ist der Lebensraum skurriler Krötenkopfagamen und farbenprächtiger Rosenstare. Das Land ist dünn besiedelt, nur wenige Menschen bewohnen die kleinen Dörfer. Störche sind ihre Nachbarn – die großen Vögel gelten hier, wie in Europa, als Glücksbringer. Ganz anders die tiefen Wälder des Schwarzmeer-Gebirges mit ihren bunt blühenden Rhododendren. Sie wirken wie eine exotische Variante der Buchenwälder Mitteleuropas. Hier leben noch zahlreiche Braunbären in friedlicher Nachbarschaft zu den Bergbauern. Längst nicht so harmonisch verlief das Zusammenleben von Menschen und Wildschafen in den weiten Steppen Zentralanatoliens: Jahrzehntelang wurden die Schafe gejagt, nur knapp entgingen sie der Ausrottung. Heute leben die Wildschafe in einem Schutzgebiet, und Wildhüter kümmern sich um ihren Erhalt. 11:30-12:15 • NDR Mecklenburg-Vorpommern

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Österreichs Auslandskulturarbeit
Kultur ist ein unschätzbares Mittel der Verständigung – über nationale Grenzen hinaus und über sprachliche Barrieren hinweg. Die österreichischen Kulturforen und Österreich-Bibliotheken entfalten in aller Welt beeindruckende Projekte. Jahr für Jahr gibt die Auslandskulturtagung einen Überblick über aktuelle Kulturprojekte und Gelegenheit zum Meinungs- und Wissensaustausch für Künstler, Kulturforen, Medien und Wissenschafter. Im Zentrum stand die Frage, wie sehr „Virtuelles“ die Kulturvermittlung verändert und neue Kommunikationsstrukturen unser Denken und unser Bewusstsein beeinflussen.

Kultur in ihrer ganzen Vielfalt zeigt sich in außergewöhnlichen Projekten wie der Ausstellung „Dust“ im Kulturforum Moskau, den „Duineser Elegien“ – visuellmusikalisch neu erschlossen – im Kulturforum London, der Oper „Kaiser von Atalantis“ in New York und dem Dramenwettbewerb mit dem Siegerstück „Am falschen Ort“ im Rumänischen Kulturinstitut in Wien. 19:30-20:15 • BR-alpha

Schätze des Islam
Dokumentation – Die Dokumentation erzählt die Geschichte des aus dem 16. Jahrhundert stammenden „Krakauer Teppichs“, der mit seiner reichen und wechselhaften Vergangenheit heute als einer der schönsten Teppiche der Welt gilt. Er wurde einst geteilt und sogar in der Mitte durchgerissen. Er wurde gestohlen, verkauft, ging verloren und wurde wieder gefunden. Dieser Teppich liest sich wie ein Buch und entführt den Betrachter in die Tiefen der drei monotheistischen Weltreligionen: Judentum, Christentum und Islam.

Mit wunderschönen Bildern und märchenhaften Animationen erzählt die Dokumentation von Valéry Gaillard und Elisabeth Kiledjian die wechselhafte Geschichte des „Krakauer Teppichs“, der im 16. Jahrhundert im Iran entstand. Die eine Hälfte des zweigeteilten Teppichs befindet sich heute im Louvre in Paris, die andere im Schlossmuseum von Krakau in Polen.

Auf den ersten Blick wirkt der Teppich wie ein Gemälde: Ein Medaillon umringt und verziert von zahlreichen Blüten, Bäumen und Tieren. Die Überfülle erinnert an die Jahrtausende währende Gartenbaukunst der Iraner, die von jeher Grundbestandteil ihrer Kultur ist und länger Bestand hat, als der Islam. Den Teppich ziert ein Garten, der eine Botschaft in sich trägt, die es zu entschlüsseln gilt. Aber wer weiß schon, dass der Granatapfel im Iran den Körper und die Seele läutern soll? Und wer sieht in der kleinen rot-blauen Blüte, die einer Seerose zum Verwechseln ähnlich sieht, schon den Teich, den diese symbolisieren soll? Die Bäume, Blumen und Tiere versinnbildlichen die Literatur und Poesie des Landes und bieten einen Einblick in die Kulturgeschichte des alten Irans.

Die Dokumentation verfolgt die Reise des „Krakauer Teppichs“: Wie er Anfang des 16. Jahrhunderts von Tahmasp I., dem zweiten Schah der Safawidendynastie in Auftrag gegeben wurde und aus dem Iran, über die Türkei, 1683 – noch im Ganzen – nach Wien und von dort aus schließlich nach Krakau gelangte. In poetischen Bildern zu ausgewählten Klängen lebt der heute in Vergessenheit geratene, unschätzbare materielle wie auch ideelle Wert des damaligen Prestigeobjekts „Teppich“ wieder auf und werden Geschichte und Mythen, die der Teppich darstellt, neu erzählt. 04:25-04:51 • arte

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