Hessen 2011

Bevölkerungszunahme durch hohe Zuwanderung aus Polen, Rumänien und Bulgarien

Hessen verzeichnete Ende 2011 dank Zuwanderung aus dem Ausland einen Bevölkerungszuwachs um rund 25.000 Personen. Die meisten kamen aus Polen, Rumänien und Bulgarien. Die Zuwanderung aus den Euro-Krisenländern, ist ebenfalls hoch.

Freitag, 05.10.2012, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 09.10.2012, 6:21 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Am Jahresende 2011 lebten in Hessen gut 6.092.000 Einwohner, 25.100 oder 0,4 Prozent mehr als zu Beginn des Jahres. Das teilte das Hessische Landesamt für Statistik am Freitag (28.9.12) in Wiesbaden mit.

Die Zunahme fiel erheblich stärker aus als 2010 (5.100), als nach fünf Jahren rückläufiger Entwicklung erstmals wieder ein leichtes Bevölkerungsplus zu verzeichnen war. Ein annähernd hoher Bevölkerungszuwachs wurde zuletzt 1999 mit rund 17.000 Personen registriert, ein höherer zuletzt im Jahr 1995 mit gut 29.000.

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Zuwanderung aus dem Ausland
Ausschlaggebend für den Bevölkerungszuwachs waren wieder höhere Wanderungsgewinne (34.100) im Zuge stark gestiegener Zuwanderungen aus dem Ausland (+ 21 %), bei gleichzeitiger Abnahme der Fortzüge in das Ausland (– 6,1 %).

Gut drei Viertel der Zu- und Fortzüge im Jahr 2011 betrafen Umzüge von bzw. in andere europäische Staaten. Per saldo kamen die meisten Personen aus Polen (+ 6.200), Rumänien (+ 4.000) und Bulgarien (+ 3.400) sowie aus Spanien (+ 1.700), Griechenland (+ 1.400) und Italien (+ 1.000).

Auswanderung in die Schweiz
Beliebtestes Auswanderungsland der Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit war 2011 wieder die Schweiz (– 700). Insgesamt erzielte Hessen 2011 gegenüber dem Ausland einen Wanderungsgewinn von 31.100 Personen, im Vergleich zu 10.800 im Vorjahr.

Der Saldo aus Geborenen und Gestorbenen schlug mit einem im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegenen Geburtendefizit (minus 9.000) zu Buche. (bk)

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  1. Soli sagt:

    Hessen ist insofern aber auch stark beeinträchtigt in seiner Handlungsfähigkeit von der rumänisch/bulgarischen Zuwanderung. so stark, dass das Land schon um Hilfe ruft weil es die Last (Sozialkosten!) nicht mehr stemmen kann!

    Statt „Zuwanderung sei Dank“ ist also eher „Zuwanderung ist Schuld“ eine passende Einleitung. Es hilft uns nicht einfahc nur mehr Menschen in Deutschland zu haben – wir brauchen vor allem Menschen die hier auch (sozailversicherungspflichtig) arbeiten – und nicht nur am tropf hängen.