Hessen

Starke Zuwanderung aus östlichen und südlichen EU-Mitgliedsländern

Die Bevölkerung Hessens stieg in den ersten neun Monaten 2012 um 18.900 auf über 6,1 Mio. Einwohner. Vor allem aus den stark von der Finanz- und Schuldenkrise betroffenen südeuropäischen Ländern kommen vermehrt Zuwanderer.

Mittwoch, 13.02.2013, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 14.02.2013, 22:30 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Bevölkerung Hessens stieg in den ersten neun Monaten 2012 um 18.900 oder 0,3 Prozent auf über 6,1 Mio. Einwohner. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes fiel die Zunahme ähnlich stark aus wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (plus 20.100). Ausschlaggebend hierfür waren höhere Wanderungsgewinne aus dem Ausland. Dem standen Wanderungsverluste aus der Binnenwanderung sowie ein gestiegenes Geburtendefizit aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung der Geburten und Sterbefälle gegenüber.

Die Bilanz der Wanderungen über die hessische Landesgrenze mit anderen Bundesländern wies in den ersten drei Quartalen 2012 einen Wanderungsverlust von minus 1.800 Personen aus. In den Monaten Januar bis September 2011 war dagegen noch ein Wanderungsgewinn von rund 2.000 Personen zu verzeichnen.

Viele kommen aus Südeuropa
Aus den Wanderungsbewegungen mit dem Ausland ergab sich ein Plus von 28.300 Personen. Die Nettozuwanderung aus den neueren östlichen EU-Mitgliedsstaaten blieb auf dem hohen Vorjahresniveau, während sich die Nettozuwanderung aus den stark von der Finanz- und Schuldenkrise betroffenen südeuropäischen Ländern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2011 nahezu verdoppelte. Per saldo kamen die meisten Personen aus Polen (5.000), Rumänien (4.000) und Bulgarien (2.900), gefolgt von Griechen (1.700), Italienern (1.700) und Spaniern (1.500).

Die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsbewegung schlug in den ersten drei Quartalen 2012 mit einem Geburtendefizit von gut 7.600 weniger Geborenen als Gestorbenen zu Buche. Die Zahl der lebend Geborenen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 400 auf gut 37.100. Gleichzeitig nahm die Zahl der Gestorbenen um rund 1.000 auf gut 44.700 zu. (etb)

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