Deutsche Presse

03.08.2012 – Migranten, Türkei, PKK, Schächten, Rassismus, Beschneidung

SPD fordert Gesetz gegen Diskriminierung; SPD will versuchten Brandanschlag auf Migranten diskutieren; Polizei und Innenbehörde wollten rassistischen Anschlag in Bremen entpolitisieren; Beim Ku-Klux-Klan zum Flirten; Birmas vergessene Minderheit; Kofi Annan gibt als Vermittler auf; PKK-nahe Kurdengruppe in Syrien entführt türkische Reporter

Von Freitag, 03.08.2012, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 03.08.2012, 11:22 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Zuwanderer sollen sich in Hessen nach Ansicht der SPD gegen Benachteiligungen in Schule oder Hochschule rechtlich zur Wehr setzen können. Die Oppositionspartei schlug am Mittwoch in Wiesbaden ein sogenanntes Anti-Diskriminierungsgesetz vor, das speziell den Bildungsbereich berücksichtigen soll.

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Die SPD in Bremen will den versuchten Brandanschlag auf eine achtköpfige Familie mit Migrationshintergrund in der nächsten Sitzung der Bürgerschaft diskutieren.

Polizei und Innenbehörde wollten rassistischen Anschlag in Bremen entpolitisieren.

Hamburg will die Kooperation mit Mecklenburg-Vorpommern wohl weiterführen und weiter Asylbewerber in der umstrittenen Sammelunterkunft in Horst unterbringen. Auch Familien sollen hierher.

Religiöse Notwendigkeit oder Tierquälerei – die Meinungen über das betäubungslose Schächten gehen weit auseinander, auch unter Muslimen. Im Lahn-Dill-Kreis kämpft ein muslimischer Metzger schon seit Jahren um die Erlaubnis, seinem Beruf nachgehen zu dürfen.

Die Praxis, Tiere ohne Betäubung zu schlachten, geht bereits auf den Propheten Muhammad zurück. Schächten gehört für Muslime zur Pflege der eigenen Identität, sagt der Theologe Selçuk Doğruer.

In Österreich ist die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen juristisch erlaubt. Doch die kontroverse Diskussion in Deutschland hat auch die Alpenrepublik erreicht.

Was treibt zwei schwäbische Polizeibeamte dazu, Mitglieder des Ku-Klux-Klans zu werden? Interne Dokumente der Strafverfolgungsbehörden lassen die Episode bizarr wirken: Von rassistischen Tendenzen habe man nichts gewusst, behaupten die beiden.

Er wird angeklagt, im Parlament von Mecklenburg-Vorpommern den Holocaust geleugnet zu haben. Dagegen setzt Udo Pastörs Anwalt auf die Immunität seines Mandaten.

Birma öffnet sich und damit dringen auch Konflikte eher nach außen. So wie die Gewaltexzesse zwischen Rohingya-Muslimen und Buddhisten.

Kofi Annan tritt zum 31. August als Sondergesandter der UN und der Arabischen Liga für Syrien zurück. Das teilte der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York mit.

Eine syrische Kurdengruppe mit Verbindungen zur Terrororganisation PKK hat im Norden Syriens zwei türkische Reporter entführt. Das Außenministerium in Ankara bestätigte am Donnerstag türkische Medienberichte, wonach die beiden Journalisten in Nord-Syrien von Mitgliedern der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführt wurden.

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  1. Sinan A. sagt:

    Im aktuellen SPIEGEL (Heft 31/2012) auf Seite 77, direkt über Niggemeiers Medienlexikon ist ein kurzer, ziemlich heftiger Text: „Miosgas Märchen“ heißt es da.

    Gemeint ist Caren Miosga. Der unbekannte Autor empört sich über eine kleine Ungenauigkeit in den Tagesthemen. Es ging um das Olympia-Attentat von 1972. Einem Ex-Nazi, heute TV-Schreiber, wird in der Anmoderation etwas mehr unterstellt als nachgewiesen ist. Dabei habe der Mann „sich schon vor Jahrzehnten glaubhaft vom Terror losgesagt“, wie es mitfühlend heißt. Einen guten Draht zur Presse hat der Ex-Nazi inzwischen offenbar auch.