TV-Tipps des Tages

16.12.2011 – Jerusalem, Islam, Türken, Ausländerfeindlich, Neonazi, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Jerusalem, die heilige Stadt; Rote Rosen; Verbotene Liebe; Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin: Die Opfer der Rechtsterroristen; Cosmo TV Integrationsmagazin: Bleiberecht in Deutschland, Italienische Gastarbeiter, Cosmo TV-Jahresrückblick; Karim Aga Khan IV. und sein Lebenswerk

Von Freitag, 16.12.2011, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 16.12.2011, 13:15 Uhr Lesedauer: 6 Minuten  |   Drucken

Jerusalem, die heilige Stadt
Verehrt und immer wieder erobert, zerstört und wieder aufgebaut: Wohl kaum eine Stadt auf der Welt hat eine so wechselhafte und dramatische Geschichte erlebt wie Jerusalem.

Die „Heilige Stadt“ ist ein Kreuzpunkt der drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Der Film zeigt die unterschiedlichen Glaubenswelten, die in Jerusalem aufeinanderprallen. 14:00-14:15 • BR-alpha

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Rote Rosen
Fernsehserie – Henriette kollabiert, wird als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert und hat wieder Philipps ganze Aufmerksamkeit. Ihre Freundin Nicole begreift sehr schnell, was passiert ist, aber auf Drängen von Henriette schweigt sie. Britta ist zunächst völlig ratlos, aber dann findet sie Digoxin in den Tropfen, die sie Henriette verordnet hat. Britta muss jetzt die Polizei informieren, und wieder rücken die Apotheke Meissner und die ahnungslose Katja in den Fokus der Ermittlungen.

Mick unternimmt alles, um sich bei Gunter zu rehabilitieren und die Ausbildung im Hotel fortführen zu können. Durch Ben begreift er, dass man für große Ziele einen langen Atem braucht und nicht ungeduldig sein darf.

Dr. Seefeldt wird klar, dass er sich mit seinen populistischen Parolen in Sachen Ausländerfeindlichkeit nur selbst geschadet hat, und verspricht Anne für die Zukunft einen fairen Wahlkampf. Aber als Anne den Bürgern das neue Hotel-Projekt präsentieren will, wird sie durch Seefeldt auf übelste Weise der Vetternwirtschaft bezichtigt. Johanna erfährt, dass Seefeldt es mit den Spesen nicht so genau nimmt, und drängt Anne zurückzuschlagen. Aber ist die Schlammschlacht Annes politischer Stil? 14:10-15:00 • Das Erste (ARD)

Verbotene Liebe
Fernsehserie – Emilio verpasst seinen so wichtigen Termin mit der Ausländerbehörde, weil er mit Leonie über Timos Freundschaftsbruch debattiert. Als er von Mateo die Konsequenzen zu spüren bekommt, bricht aus Emilio der lang aufgestaute Ärger über Timo heraus. Ihr Streit verfestigt sich und verschlimmert sich durch eine heftige Prügelei der beiden sogar. Als wäre dieser Ärger noch nicht genug, bricht auch noch durch sie in der Küche des „Centro“ ein Feuer aus …

Helena hat das Gold entdeckt. Nico versucht alles, um sie davon abzuhalten, die Polizei einzuschalten. Doch als Helena nach Einschätzung aller Eventualitäten erwägt, den undurchsichtigen Fall doch der Polizei zu übergeben, erreicht Ludwig ein Fax, in dem erklärt wird, dass der Schuldige gefasst wurde. Helena überlässt es Nico zu entscheiden, ob sie zur Polizei gehen oder ob das Gold fürs Erste stillschweigend im Tresor verwahrt werden soll.

Christian wird mit strengen Auflagen aus dem Krankenhaus entlassen. Er versucht, sich an die vorgeschriebenen Regeln zu halten und sich zu schonen. Wird Christian sein alltägliches Leben mit all den einschneidenden nötigen Änderungen genießen können? 18:00-18:45 • Das Erste (ARD)

Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin
Die Opfer der Rechtsterroristen – Die Morde der Zwickauer Terrorzelle schockieren, die mutmaßlichen Täter machen Schlagzeilen. Doch wer waren die Opfer? Dieser Film gibt ihnen einen Namen, ein Gesicht, eine Geschichte. Wie lebten sie unter uns?

Die Nachrichten über die Morde der Zwickauer Terrorzelle schockieren die Menschen. Die Täter machen Schlagzeilen. Die Ermittlungsbehörden stehen am Pranger, dem Verfassungsschutz wird Versagen vorgeworfen. Die Bundeskanzlerin nennt die ausländerfeindlichen Taten eine „Schande für Deutschland“. Diese Dokumentation fahndet nicht nach den Tätern, deckt nicht auf, was Behörden falsch gemacht haben. Sie fragt: Wer waren die Opfer? Was wissen wir über sie? Wie lebten sie unter uns?

Der Film gibt den Opfern einen Namen, ein Gesicht, eine Geschichte. Und erzählt von den Angehörigen. Wie die mörderische Tat ihr Leben veränderte, wie die lange, ergebnislose Ermittlung sie deprimierte und was sie in diesen Tagen durchmachen.

Hintergrundinformationen:
Film von Matthias Deiß, Eva Müller und Anne Kathrin Thüringer. 21:02-21:45 • EinsExtra

Cosmo TV
Integrationsmagazin – Moderation: Till Nassif. Themen u.a.: Bleiberecht in Deutschland – Regelung läuft Ende diesen Jahres aus: Wie soll es weiter gehen? Italienische Gastarbeiter – Seit Jahrzehnten in Deutschland: Giovanni Pullara und Filippo Mugnos; Cosmo TV-Jahresrückblick

Bleiberecht in Deutschland – Er ist seit Jahren hier, hat hier eine Ausbildung gemacht, einen Job bei einer Reifenfirma. Aber er soll abgeschoben werden, weil er noch nicht lange genug hier lebt. Der junge Afghane floh vor den Taliban, als er 17 war. Das war vor fünf Jahren. Wären es bereits sieben Jahre, dürfte er bleiben. Bis zu 16 000 Menschen allein in NRW haben ein ähnliches Schicksal, sie sind hier geduldet. Um den Menschen eine Perspektive zu geben, nach langen Jahren der Kettenduldung irgendwann auch hier bleiben zu können, gibt es in Deutschland die Bleiberechtsregelung. Diese Regelung läuft Ende diesen Jahres aus. Nun diskutieren die Innenminister, wie es danach weiter gehen soll. Cosmo TV zeigt Betroffene und fragt direkt nach beim Land NRW, wie es in Zukunft mit Geduldeten umgehen will.

Italienische Gastarbeiter – Giovanni Pullara und Filippo Mugnos leben seit Jahrzehnten in Deutschland. Die beiden gehören zu der ersten Generation italienischer Gastarbeiter. In den 60er Jahren sind sie als Kinder nach Köln gekommen. Heute leben hier beide mit ihren Familien ein sehr unterschiedliches Leben. Für Cosmo TV blicken Giovanni Pullara und Filippo Mugnos zurück auf die Jahre hier in Deutschland, auf die alten Bilder, die zeigen, wie ihre Eltern ausgewandert sind. Und stellen fest: Wir sind – jeder auf seine Art – angekommen in Deutschland.

Cosmo TV-Jahresrückblick– 2011 neigt sich seinem Ende zu – ein Grund für Cosmo TV noch einmal das Jahr Revue passieren zu lassen. Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei sowie der Rechte Terror, das sind nur zwei der prägenden Ereignisse, über die Cosmo TV in diesem Jahr berichtet hat. Aber es gab noch viel mehr Geschichten, fröhliche, anrührende, traurige und skurrile. Cosmo TV zeigt noch einmal die Highlights aus den letzten 12 Monaten Programm.

Hintergrundinformationen:
Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist Cosmo TV ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche. 02:20-02:50 • EinsExtra

Karim Aga Khan IV. und sein Lebenswerk
Der Aga Khan, das Oberhaupt der muslimisch-schiitischen Religionsgemeinschaft der Ismailiten, ist in Afrika, in Asien, im Nahen Osten oder auch in Kanada als stiller und wirkungsvoller Diplomat, als Brückenbauer und als Wohltäter bekannt.

Die europäischen Medien transportieren ein bequemes, vorgefertigtes Weltbild des Aga Khan. Die reale Person des Aga Khan jedoch passt in kein Schema: in der Schweiz geboren, westlich erzogen, in Harvard ausgebildet, weitgereist, in der islamischen und europäischen Kultur verankert, setzt er sich für Demokratie und Pluralismus, für Rechte und Würde der Menschen ein. Dabei geht sein Engagement weit über die eigene muslimische Religionsgemeinschaft hinaus.

Das größte Bedauern des 75-jährigen Imam gilt seiner Erfahrung, dass es in der westlichen Welt keine profunde Kenntnis der islamischen Kultur gebe. Im Bereich der Geisteswissenschaften, der Kunst, der Kultur liegt für ihn die Ebene, auf der sich Europa und der Islam begegnen könnten, auf Augenhöhe und mit all ihrer Vielfalt. Diesen Brückenschlag zu unternehmen darf als das Lebenswerk und Vermächtnis von Karim Aga Khan gesehen werden.

Zwei Jahre folgte die Filmemacherin Veronika Hofer den Reisen und den Spuren des Aga Khan. Zwei Jahre dauerte es, bis der medienscheue Imam in Nairobi, im Haus seiner Kindheit ein Interview gab, aus dem ein langes, sehr persönliches und offenes Gespräch wurde. Es stellt das Herzstück der Dokumentation dar, die sich mit dem Aga Khan auf die Reise durch eine Welt begibt, mit der sich Europa im eigenen Interesse beschäftigen muss.

Hintergrundinformationen: Regie: Veronika Hofer. 06:45-07:30 • arte

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