TV-Tipps des Tages

13.12.2011 – Islam, Hitler, Terror, Neonazi, Antisemitismus, Islam, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: Muezzin: Seit der Zeit des Propheten Mohammed folgen gläubige Muslime in aller Welt fünfmal täglich dem Ruf des Muezzins zum Gebet; Die Deutschen im 20. Jahrhundert. Hitlers Reich - Vorbereitung des Krieges; Neue braune Welle: Die Jugend im Visier der Rechtsextremen; Die jüdische Lobby

Von Dienstag, 13.12.2011, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 12.12.2011, 18:03 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Muezzin
Seit der Zeit des Propheten Mohammed folgen gläubige Muslime in aller Welt fünfmal täglich dem Ruf des Muezzins zum Gebet. Die Dokumentation zeigt, dass es auch in diesem Bereich Wettbewerb gibt.

Der weltweite Trend zu Talentshows hat auch die Moscheen in der Türkei erreicht. In Städten und Dörfern des ganzen Landes wetteifern Muezzins in Lokalwettbewerben um einen Auftritt beim landesweiten Finale in Ankara.

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Die Dokumentation begleitet die Teilnehmer dieses spannenden Wettstreits um die einmalige Chance, der bekannteste Muezzin des Landes zu werden. In einer Zeit, in der der Islam allzu oft als düster und rigide dargestellt wird, zeigt die Dokumentation die heitere Seite dieser großen Weltreligion und präsentiert die Moschee als einen Ort, an dem sich Gläubige ebenso zu Hause fühlen wie Nicht-Gläubige. 18:05-19:00 • arte

Die Deutschen im 20. Jahrhundert (2/5)
Hitlers Reich – Vorbereitung des Krieges – Den Beschränkungen von Versailles zum Trotz verheißt Hitler der Reichswehr schon 1933 mehr Soldaten, mehr Bewaffnung und mehr Anerkennung. Noch genügen Drohungen, um das Reich zu erweitern: Im März 1938 erfolgt der „Anschluss“ Österreichs. Wieviele Österreicher den sogenannten „Anschluss“ wirklich begrüßten, ist bis heute umstritten. Ein halbes Jahr später feiern die Nationalsozialisten auf dem Parteitag in Nürnberg das „Großdeutsche Reich“, wie es damals hieß

Die zweite Folge der Reihe „Die Deutschen im 20.

Jahrhundert“ schildert die Erosion ziviler und moralischer Werte während der Zeit des Nationalsozialismus. Warum erhob sich kaum Widerstand gegen Hitlers Gewaltherrschaft? Wie stand die Mehrheit der Deutschen zur Diskriminierung jüdischer Mitbürger? Wie sah der ganz normale Alltag in der „NS-Volksgemeinschaft“ aus – abseits der geschönten Propagandabilder? Die Dokumentation zeigt private Filmaufnahmen, zeitgenössische Quellen sowie Aussagen von Zeitzeugen und Historikern. 20:00-20:15 • PHOENIX

Neue braune Welle
Die Jugend im Visier der Rechtsextremen – Die Zahl der Neonazis in Deutschland ist laut Bundesverfassungsschutz im vergangenen Jahr wieder massiv gestiegen, und „rechte“ Gewalttaten haben deutlich zugenommen. Am Beispiel zweier Bundesländer – Bayern und Sachsen-Anhalt ? zeigt der Film, wie sich der Umgang mit Rechtsextremen in Ost und West unterscheidet und welche Konsequenzen das mit sich bringt.

Während im Osten das Problem seit Jahren benannt ist, glaubte sich der Westen lange immun.

Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat sich in vielen Orten in Bayern eine aktive Neonaziszene etabliert, deren Treiben die Gemeinden oftmals hilflos gegenüber stehen.

Die Vorgehensweise ist oft ähnlich. Mit einem vielfältigen Freizeit- und Musikangebot ködern die Neonazis ihren Nachwuchs. Einen „Rechtsextremismus mit Eventcharakter“ nennt das Thorsten Hahnel, ein langjähriger Beobachter der Neonazi-Szene in Sachsen-Anhalt. Dieses Phänomen sei gerade in Westdeutschland unterschätzt worden, bekräftigt Matthias Windisch, der Leiter der bayerischen Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus. Die Aktivitäten der Neonazis in Bayern seien ein flächendeckendes Problem: „Das sind keine tumben Neonazis, die sich besaufen, sondern Leute, die sich sehr schnell den neuen Gegebenheiten anpassen, chamäleonartig, um vor Ort möglichst viele Leute ansprechen zu können.“Nach außen gibt sich die rechtsextremistische NPD zunehmend „bürgerlich“, die Kandidaten biedern sich an als die netten Nachbarn. Eine Strategie, die bei den Kommunalwahlen im Frühsommer zum Teil aufgegangen ist.

Die Autoren Beate Frenkel und Winand Wernicke stellen darüber hinaus die Arbeit von staatlich geförderten Initiativen gegen Rechtsextremismus in Ost und West vor. Hier zeigt sich, wie Erfolge zu erzielen sind und woran es noch immer fehlt. In einem sind sich alle Fachleute einig: Ohne eine intensive Aufklärung an Schulen sowie unterstützende Angebote für Lehrer und Eltern, die frühzeitig helfen, den jugendlichen Nachwuchs aus der rechten Szene zurückzuholen, wird es schwer im Kampf gegen Rechts. 21:45-22:15 • PHOENIX

Die jüdische Lobby
Dokumentation (Kultur – Politik Ausland) – Monothema – Film von Uri Schneider -Über kaum etwas werden rund um den Globus mehr Mythen und Legenden gesponnen als über den Einfluss des Judentums. Eine allmächtige jüdische Lobby ist das Stereotyp antisemitischer Vorurteile und Verschwörungstheorien schlechthin: Es heißt, die jüdische Lobby beherrsche die Wall Street, sie kontrolliere die Filmindustrie Hollywoods, die internationalen Medien, und – am wichtigsten von allem – sie ziehe die Fäden der amerikanischen Weltpolitik. Der deutsch-israelische Journalist und Filmautor Uri Schneider zeigt in seinem Film: Es gibt sie wirklich, „Die jüdische Lobby“. Ihr größtes Spielfeld ist Washington. Dort sind die Lobbygruppen eine Industrie, die einen der größten Wirtschaftsfaktoren der Region darstellt. Bei seiner Suche nach dem jüdischen Einfluss auf die US-Politik räumt Schneider jedoch mit verhängnisvollen Vorurteilen auf und korrigiert das antisemitische Bild vom bestimmenden jüdischen Einfluss auf den politischen Kurs Amerikas. Gleichzeitig vermittelt er überraschende Einblicke in die Politik der USA. Im Anschluss, um 23.10 Uhr, befasst sich der Dokumentarfilm „Defamation – Spurensuche einer Verleumdung“ im Rahmen des Monothemas mit „modernen“ Erscheinungsformen von Antisemitismus. 22:25-23:10 • 3sat

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