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TV-Tipps des Tages

04.12.2011 – Anti-Terror, Integration, Iran, Islam, Ausländer, Migranten

TV-Tipps des Tages sind: Der geheime Krieg - Agenten im Anti-Terror-Kampf; Salami Aleikum: Mohsen Taheri hat es nicht leicht. Der schmächtige Deutsch-Iraner ist bereits Ende 20 und lebt immer noch bei seinen Eltern; Schätze des Islam-Film von Carola Wedel. Auf der größten Kulturbaustelle Europas; Planet Schule

Von Sonntag, 04.12.2011, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 01.12.2011, 14:56 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

Der geheime Krieg – Agenten im Anti-Terror-Kampf (1)
11:05-12:00 • N24

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Salami Aleikum
Komödie, Deutschland 2009 (Fernsehfilm – Komödie) – Mohsen Taheri hat es nicht leicht. Der schmächtige Deutsch-Iraner ist bereits Ende 20 und lebt immer noch bei seinen Eltern. Obwohl er kein Blut sehen kann, arbeitet er in der Kölner Familienschlachterei. Sein Vater hält ihn für einen Versager. Mohsen hat für sich zwei Wege gefunden, damit fertig zu werden. Entweder rettet er sich in Tagträumereien oder – wenn es ganz dick kommt – strickt er, um zu entspannen. Mohsen strickt viel. Beim Versuch, die elterliche Schlachterei zu retten, strandet er mit seinem Kleinlaster in der tiefsten ostdeutschen Provinz, in einem verstaubten kleinen Dorf, dessen Bewohner alles Neue und Fremde nach der Wende 1989 misstrauisch beäugen. Ausländer werden dort gar nicht gern gesehen. Doch das ist Mohsen egal. Denn er findet seine Traumfrau: Ana, die Automechanikerin, groß, stark und blond. Aber dann verstrickt sich Mohsen in die größte Lüge seines Lebens: Um der Vegetarierin Ana zu gefallen, gibt er sich als Textilhändler aus. Und schon wittert ganz Oberniederwalde den fetten Coup, allen voran Anas Vater. Der reiche Sohn soll den stillgelegten Volkseigenen Betrieb „Textile Freuden“ kaufen und zu neuem Aufschwung verhelfen. Aus einer kleinen Notlüge entsteht bald eine gewaltige, bunte Blase voller Hoffnung, Zuversicht und Irrtümern. Das alles würde Mohsen vielleicht noch irgendwie deichseln können, doch eines Tages steht der väterliche Mercedes vor der Tür. 20:15-21:45 • ZDFkultur

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Schätze des Islam
Dokumentation (Kultur – Architektur, Städtebau, Denkmalschutz) – Film von Carola Wedel – Auf der größten Kulturbaustelle Europas, der Berliner Museumsinsel, wird nun – nach dem Bode-Museum und dem Neuen Museum – das Pergamonmuseum restauriert und modernisiert werden. Der Nordflügel steht als erster Bauabschnitt auf dem Programm.

2019 soll hier das Museum für islamische Kunst – zurzeit auf 1000 Quadrat-metern im Südflügel untergebracht – mit einer neuen Konzeption und dreimal so groß wie heute wiedereröffnet werden. Es ist das einzige Museum für islamische Kunst in Deutschland, hat pro Jahr mehr als 600 000 Besucher und gehört mit seinen „Schätzen aus Tausendundeiner Nacht“ neben Louvre, British Museum, Metropolitan Museum und seiner „älteren, gleichnamigen Schwester“ in Kairo zu den „Top Five“ dieser Museen.

An der Seite des Direktors des Museums, Stefan Weber, dokumentiert die Reportage die Entwicklung von Ideen für das neue Museum im Lauf des Jahres 2011. Dazu gehört nicht nur die Beschäftigung mit der (umstrittenen) Aufstellung des Hauptwerkes des Museums, der riesigen und eindrucksvollen Palastfassade von Mschatta aus dem Ommayadenreich, sondern auch die Organisation von Sponsorengeldern und die Beschaffung von höchstrangigen Kunstwerken – wie einem wertvollen Bleikristallkrug aus der Fatimidenzeit. Vor allem aber geht es dem Direktor um die Planung von Ausstellungsräumen, mit denen er in Zukunft auch ein neues, jüngeres und nicht zuletzt ein muslimisches Publikum erreichen will.

Mit vielen ungewöhnlichen Ideen will Stefan Weber die Schätze des Islam und ihre Geschichte lebendig werden lassen: mit einem Raum, in dem orientalische Gärten zum ersten Mal lebendig werden oder einem anderen, in dem man sich in eine Moschee versetzt fühlt. Dabei wird der Reichtum dieser Kultur über einen Zeitraum von 1200 Jahren und von Spanien bis Indien und vom Iran bis nach Marokko wiedererstehen.

Auch Eindrücke und Begegnungen, die er 2011, im Jahr des arabischen Frühlings, auf verschiedenen Reisen in den Nahen und Mittleren Osten – von Saudi-Arabien über Jordanien bis nach Ägypten – hat, sollen in das Museum für islamische Kunst einfließen.

Die „Schätze des Islam“: In dem neu gestalteten, zukünftigen Haus der Museumsinsel wird manches Klischee von einer Kultur, die weit mehr ist als Ausdruck religiöser Überzeugungen, in einem anderen Licht erscheinen.

Die Dokumentation ist der elfte Teil einer Langzeitdokumentation, mit der Carola Wedel seit 2001 die Bau- und Entwicklungsfortschritte rund um die Museumsinsel in Berlin verfolgt. Das ZDF engagiert sich seit zehn Jahren in einer Medienpartnerschaft mit der „Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ intensiv für die Sanierung der „Insel der Schätze“, die auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht.

Thematisch an diesen Film angelehnt, sendet das ZDF ab 1.30 Uhr „Terra XXL – Schätze des Orients“. 00:30-01:15 • ZDF

Planet Schule
Die Folgen ranken sich um die Liebesgeschichte von Can, einem Kölner Deutschtürken, der sich in eine junge Britin, Julie aus London, verliebt. Sie spricht kaum Deutsch. Can muss daher sein spärliches Schulenglisch hervorkramen. Zum Glück hilft ihm sein bester Freund Alex, auch wenn dessen Tipps in Sachen Flirten schon mal nach hinten losgehen. Langsam lernen die Jugendlichen nicht nur sich, sondern auch die jeweilige Sprache und Kultur besser kennen – jede Menge Missverständnisse inklusive. Damit es für das junge Liebespaar ein Happy End gibt, muss sich Julies resolute Freundin Nina einiges einfallen lassen. Sie plant zum Beispiel eine Bollywood-Party. Die beiden Jungs müssen erleben wie schwierig es ist, in Köln englische Delikatessen einzukaufen. Gesprochen wird sowohl Deutsch als auch Englisch, je nachdem, wer mit wem spricht. So können auch Sprachanfänger der Geschichte gut folgen und ihren Wortschatz und ihr Grammatikwissen mit viel Witz und Romantik erweitern. 07:50-08:00 • WDR

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