Deutsche Presse

08.11.2011 – Moschee, Integration, Ausländerhass, Türkei, Antisemitismus

Der Mord an einem vietnamesischen Obdachlosen in Neuss hat womöglich einen fremdenfeindlichen Hintergrund; Schrittmacher der Integration; Muslime sammeln für Erdbebengebiet; Antisemitismusvorwurf gegen Fritz-Moderator Ken Jebsen; IAEA legt Belege für Irans Streben nach Kernwaffen vor; Schwarze Löcher der Türkei

Von Dienstag, 08.11.2011, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 07.11.2011, 23:34 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Der Mord an einem vietnamesischen Obdachlosen in Neuss hat womöglich einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Düsseldorf räumte der Hauptangeklagte am Montag ein, Kontakte zur Hooligan- und Neonazi-Szene sowie Hakenkreuz-Tätowierungen zu haben.

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Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin soll schwarze Kassen geführt und türkischen Rechtsradikalen nahegestanden haben. Doch ihr Rücktritt wäre verheerend.

Am 29. September 2011 wurde es von Bundestag beschlossen, jetzt muss nur noch der Bundesrat zustimmen: Das sogenannte Anerkennungsgesetz. Es soll helfen, ausländische Berufsausbildungen besser und schneller anzuerkennen.

Das war ein anderes Berlin, damals, 1981. Der Regierende Bürgermeister hieß Richard von Weizsäcker (CDU), Einwanderer waren Gastarbeiter, um deren Integration sich die Politik kaum kümmerte.

Passend zum viertägigen Opferfest, das sie derzeit feiern, haben Nürnbergs Muslime ihre Spendenbereitschaft unter Beweis gestellt und kräftig für die Erdbebenregion Van in der Türkei gesammelt.

Der RBB setzt die Sendung KenFM aus, aber nicht ab. Auslöser ist eine wirre Mail von Moderator Ken Jebsen, die in Henryk M. Broders Blog „Die Achse des Guten“ für viel Aufregung sorgt.

Deutschen Firmen fällt es immer schwerer, den Fachkräftebedarf durch Azubis zu decken. Die Arbeitsministerin nennt das „Bewerbermarkt“.

Einen Plan Israels zu einem Militärschlag gegen Iran weist die Bundesregierung als Spekulation zurück. Dennoch gebe das iranische Atomprogramm Anlass zu großer Sorge.

Iran hat in einem umfassenden Programm die Entwicklung von Atomwaffen betrieben. Nach F.A.Z.-Informationen listet ein IAEA-Bericht Belege dafür auf, dass Teheran in sämtlichen für den Bau von Kernwaffen wesentlichen Bereichen tätig ist oder war.

Durch bundesweite Aufmärsche und Angriffe auf kurdische Vereine haben die türkischen Nationalisten der Grauen Wölfe in den vergangenen Wochen in Deutschland wieder auf sich aufmerksam gemacht.

In der Türkei werden Intellektuelle inhaftiert, die sich öffentlich mit dem Völkermord an den Armeniern befassen. Derweil heben Wissenschaftler kaum erforschte Kapitel des Genozids.

Das verheerende Erdbeben liegt erst zwei Wochen zurück. Staatspräsident Gül verbrachte diesen Tag in Van und besuchte die Zeltlager.

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