Türkische Presse Türkei

28.10.2011 – Gül, Erdbeben, Israel, Erdoğan, Papst Benedikt, Türkei, Van

Die Themen des Tages sind: Nationale Sicherheitsrat tagte gestern; Gül sagt Van-Besuch ab; Besuch aus USA; Erdbeben-Hilfe aus Israel; Die Zahl der Todesopfer steigt; Frieden und Dialog zwischen den Religionen; Weltweit Hilfe; Lösung der Schuldenkrise; Auktionshaus Christies; Preis für arabischen Frühling

Von Freitag, 28.10.2011, 11:45 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 28.10.2011, 11:46 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |  

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Nationaler Sicherheitsrat tagte gestern
Der Nationale Sicherheitsrat tagte gestern unter dem Vorsitz von Staatspräsident Abdullah Gül im Palais Çankaya. Das schwere Erdbeben in Van und der Terrorangriff in Hakkâri waren auf der Tagesordnung des Treffens. Die Details der Militäroperation gegen die PKK im In- und Ausland wurden auch bewertet. In einer Erklärung nach dem Treffen wurde betont, dass weitere Maßnahmen für die Hilfe an die Erdbebenopfer genommen werden. Die neue Ära in der arabischen Welt, den Beziehungen zu Libyen nach Gaddafi sowie der Situation der türkischen Bauunternehmer wurden unter anderem in die Hand genommen.

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Gül sagt Van-Besuch ab
Um die Rettungsarbeiten nicht zu beeinträchtigen hat Staatspräsident Abdullah Gül sein heutigen Van-Besuch verschoben. In seiner Rede bei der Feierlichkeit zur 50. Jahrestag der Hürriyet Daily News sagte Gül, das im Erdbebengebiet stets an Helfer und Sicherheitskräfte mangelt und er wolle die Rettungsaktionen, bei der jeder Minute zählt, nicht beeinträchtigen.

Aufgrund des schweren Erdbebens in Van wurde der Empfang anlässlich des 88. Jahrestags der Gründung der Türkischen Republik am 29. Oktober abgesagt. Der offizielle Empfang beim Atatürk-Mausoleum werde dagegen stattfinden.

Besuch aus USA
Eine amerikanische Delegation unter der Führung der US-Stellvertretenden Verteidigungsminister Alexander Vershbow ist gestern zu Kontakten in der Türkei eingetroffen. Sprecher des Außenministeriums, Selçuk Ünal erklärte, dass die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror auf der Tagesordnung des Treffens ist. Ünal sagte: „Die Wege zur Erweiterung der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror wurden in die Hand genommen.“

Erdbeben-Hilfe aus Israel
Nach dem die Türkei angefangen hat Erdbeben-Hilfe aus dem Ausland anzunehmen, sind die ersten Wohncontainer beladenen Flugzeuge gelandet. Die israelischen Flugzeuge mit 5 Wohncontainern für die Erdbebenregion im Osten der Türkei sind im Esenboğa Flughafen in Ankara angekommen. Diese Container wurden zum Tarnsport in die Katastrophenregion auf Lastkraftwagen beladen.

Israel ließ außerdem bekannt machen, dass in kürzerer Zeit weitere Hilfsmitteln abgeschickt werden.

Die Zahl der Todesopfer steigt
Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Beben in Van ist weiterhin gestiegen. Bislang wurden 550 Tote und 2300 Verletzte gemeldet. Unter den Trümmern befinden sich immer noch zahlreiche Personen. Mit jeder Minute schwinden auch die Hoffnungen auf Überlebende. Die Such- und Rettungsmannschaften hatten als letztes 102 Stunden nach dem Beben den Jugendlichen İmdat Padak und 108 Stunden danach den 13 jährigen Serhat Tokay lebend geborgen. Die Rettungsarbeiten in Erciş und Van werden indessen fortgesetzt. Bislang wurden 186 Menschen aus den Trümmern geborgen. Die für die Erdbebenopfer eingeleiteten Hilfskampagnen werden ununterbrochen fortgesetzt.

Frieden und Dialog zwischen den Religionen
Vor 25 Jahren lud der selige Papst Johannes Paul II. erstmals die Vertreter der Religionen der Welt nach Assisi zu einem Gebet für den Frieden. Heute sind Vertreter der Religionen der Welt zum 25. Mal zusammengekommen.

Bei dem Treffen vertritt Dr. Mehmet Paçacı. Vizepräsident des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten und der türkischen Botschafter beim Vatikan, Kenan Gürsoy die Türkei. Auf Einladung von Papst Benedikt XVI. nahmen unter anderem einige atheistische Intellektuelle an dem Treffen teil.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Weltweit Hilfe
Sabah schreibt, nach dem verheerenden Beben in Van mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala werde weltweit Hilfe geleistet. Zahlreiche Länder hätten Hilfen in die Türkei entsendet. Bislang hätten die Ukraine, Großbritannien, Frankreich, Kasachstan, Ägypten, Russland, Israel, die Schweiz, Aserbaidschan, Irland, Japan, Belgien, Katar, Jordanien, das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge und das UN-Büro für Katastrophenmanagment Hilfen zugesagt. In der Meldung heißt es ferner, der saudi-arabische König Abdullah habe für die Erdbebenopfer in Van einen 50 Millionen Dollar hoher Hilfe zugesagt.

Tagung des Nationalen Sicherheitsrates
In Yeni Safak lesen wir über die Tagung des Nationalen Sicherheitsrates unter Leitung von Staatspräsident Abdullah Gül im Palais Cankaya. In einer anschließenden Erklärung sei betont worden, dass alle erforderlichen Schritte für die Erdbebenopfer in Van gesetzt werden. In der Erklärung des Nationalen Sicherheitsrates sei auch auf das Thema Terrorbekämpfung hingewiesen worden. Auch sei an Länder appelliert worden, die den Terror unterstützen. Länder, die die Terrororganisation unterstützten, ihr logistische Möglichkeiten einräumten, sie förderten, würden schließlich die negativen Folgen des Terrors teilen, heiße es weiter in der Erklärung.

Lösung der Schuldenkrise
Zaman meldet unter der Schlagzeile „EU-Staats- und Regierungsoberhäupter haben sich für eine Lösung der Schuldenkrise verständigt, Märkte sind aufgeblüht“, die Staats- und Regierungschef der Länder der Euro-Zone seien in Brüssel zusammengekommen und hätten sich mit Banken und Versicherungsunternehmen auf eine Überwindung der Schuldenkrise geeinigt. Demnach werde der Euro-Rettungsfonds EFSF seine Mittel künftig auf bis zu eine Billion Euro aufstocken können.Die Hälfte der Schulden Griechenlands sollen gestrichen werden. Märkte hätten positiv auf diese Beschlüsse reagiert, Börsenindexe seien gestiegen.

Preis für arabischen Frühling
In Star lesen wir unter der Schlagzeile „Preis für arabischen Frühling“, der Sacharow Preis für geistige Freiheit sei in diesem Jahr wie auch der Friedensnobelpreis an die Aktivisten des arabischen Frühlings verliehen worden. Die Gewinner seien Muhammed Buazizi aus Tunesien, Esmas Mahfuz aus Ägypten, Mitglied des libyschen nationalen Übergangsrates, Zübeyir Ahmes El Sanusi, der syrische Anwalt Razan Zaitouneh und der Karrikaturist Ali Ferzat.

Auktionshaus Christies
Hürriyet schreibt auf ihrer Kultur und Kunstseite, das weltweit renommierte Auktionshaus Christies habe bei einer Auktion am 25. Und 26. Oktober in Dubai Werke von 13 türkischen Künstlern versteigert. Bei der Auktion sei ein 7,3 Millionen Dollar hoher Verkauf verwirklicht worden. Die Werke der türkischen Künstler seien für 437.375 Dollar verkauft worden. Türkische Presse Türkei

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