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EU-Beitritt der Türkei

Ministerpräsident Kretschmann für EU-Vollmitgliedschaft der Türkei

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich für eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei ausgesprochen und einer „privilegierten Partnerschaft“ eine klare Absage erteilt. Das Land werde für mehr Offenheit im Beitrittsprozess werben.

Mittwoch, 21.09.2011, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 23.09.2011, 3:35 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Heute, am letzten Tag seines Deutschlandbesuchs, wird der türkische Staatspräsident Abdullah Gül zu Gast beim baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Die Grünen) sein.

Um Vorfeld des Zusammentreffens betonte Kretschmann die besondere Rolle des Gastes, da die Türkei für hunderttausende Baden-Württemberger Herkunftsland sei. Kretschmann: „In Baden-Württemberg sind fast ein Fünftel der in Deutschland lebenden türkischen Staatsangehörigen zu Hause. Grund genug, dass die Landesregierung eine wichtige Rolle dabei spielen will, für mehr Offenheit beim EU-Beitritt der Türkei zu werben. Wir wollen glaubwürdige und ernsthafte Verhandlungen mit dem Ziel der Vollmitgliedschaft und bis dahin eine enge Anbindung der Türkei an die EU. Das ist die klare Position der Landesregierung. Die von der Bundesregierung favorisierte ‚privilegierte Partnerschaft‘ ist keine Alternative.“

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Besondere Bedeutung
Zudem komme der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Türkei steigende Bedeutung zu. „Unsere Länder sind durch historische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Bande miteinander verbunden. Aber vor allem verbinden uns die Menschen, die aus der Türkei gekommen sind und am Erfolg, dem Wohlstand und auch der Vielfalt von Baden-Württemberg mitgewirkt haben. Eine halbe Million Menschen in unserem Land haben türkische Wurzeln. Längst gehören sie allen Bereichen unserer Gesellschaft an, darunter auch unserer Regierung. Unser Land und unsere Gesellschaft sind vielfältig geworden, auch durch die Zuwanderung aus der Türkei“, so Ministerpräsident Kretschmann.

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Der Besuch von Präsident Abdullah Gül und seiner Frau Hayrünnisa Gül führt die Gäste nach Stuttgart. Auf dem Plan stehen ein Empfang des Stuttgarter Oberbürgermeisters Wolfgang Schuster und des Generalkonsuls der Republik Türkei, Mustafa Türker Arı, im Stuttgarter Rathaus sowie ein Besuch des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung in Stuttgart-Vaihingen. (bk)

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