Wochenrückblick

K13/11 – Islamkonferenz 2011: War es die letzte?

Islamkonferenz 2011: Necla Kelek lobt, das Türkisch-Deutsche Forum der CDU NRW tadelt den Minister; die muslimischen Teilnehmer erinnern ihn an den Zweck, und Uli Gellermann macht sich über die Konferenz lustig.

Von Leo Brux Montag, 04.04.2011, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 03.04.2011, 21:34 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Der bewusst widersprüchliche Umgang des Innenministers mit dem Islam und mit der Islamkonferenz – Friedrich will zugleich den ministeriellen Integrationsverpflichtungen genügen als auch den islamfeindichen Mob besänftigen – hat es wahrscheinlich gemacht, dass die Islamkonferenz nun gestorben ist. Abschaffen oder aussetzen, diese Forderung überwiegt in der Debatte.

Es gibt auch andere Meinungen. Zum Beispiel diese von Necla Kelek in der Welt: Friedrich sei

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der erste Politiker, der den Moscheevereinen etwas abverlangt, nämlich zum Schutz der Gesellschaft aktiv zu werden. Das Geschrei bei den Vormündern ist groß. Denn wenn diese Haltung Schule macht und man von den Muslimen und ihren Verbänden aktiv Integrationsleistungen abverlangen kann, wenn wir darüber diskutieren können, ob ein Bürger dieses Landes zumindest in Sicherheitsfragen loyal gegenüber der Gesellschaft sein sollte, dann verändert sich auch das von der Sozialpolitik eingehegte Leben der Migranten.

Das heißt: Schäuble und de Maizère haben den Moscheevereinen nichts abverlangt, auch nicht, zum Schutz der Gesellschaft aktiv zu werden. Sie haben ihnen keine aktiven Integrationsleistungen abverlangt. Keine Loyalität zumindest in Sicherheitsfragen.

Behauptet Necla Kelek. Weiß sie eigentlich, was sie schreibt, wenn sie etwas schreibt?

Bundesinnenminister Friedrich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

SZ: Ist der Islam für Sie eine böse Religion?

Friedrich: Deutschland ist ein religionsfreundliches Land, das schließt selbstverständlich auch den Islam mit ein. Jede Religion, auch der Islam, kann jedoch leider politisch missbraucht werden. Diesem Missbrauch von Religion ist entschieden entgegenzuwirken.

SZ: Ist der Islam die derzeit missbrauchteste Religion?

Friedrich: Mit Blick auf den Islamismus muss man sagen: Er ist zumindest stark missbraucht. Den Superlativ will ich da nicht gebrauchen. Der weitaus überwiegende Teil der Muslime in Deutschland vereinbart Religiosität mit Demokratie.

SZ: Es wird viel über einen deutschen Islam geredet als eine besondere Ausprägung des Islams. Sollte man versuchen, diesen fördernd zu schaffen?

Friedrich: Es ist nicht Aufgabe des Staates, sich in Inhalte von Religionen einzumischen. Unsere Aufgabe ist nur, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, in dem jeder seinen Glauben, seine Religion leben kann.

Vernünftige Worte – den Islamfeinden ins Stammbuch. Folgt nicht daraus, dass der Islam heute – bei 4 Millionen Muslimen im Land, 1,8 Millionen davon mit deutscher Staatsbürgerschaft – sehr wohl Teil von Deutschland geworden ist? – Wir müssen ja nicht in die Geschichte zurück gehen, wir brauchen auch nicht zu fragen, ob der Islam (oder das Judentum oder das griechisch-orthodoxe Christentum) zur Identität Deutschlands gehört.

Gut auch, dass Friedrich klar macht: Es ist nicht die Aufgabe des Staates, sich in die Inhalte von Religionen einzumischen. Das würde sich seine eigene katholische Kirche auch gewiss verbitten!

Uli Gellermann nimmt für ReadersEdition diesen Punkt satirisch aufs Korn. Er fingiert ein Interview mit Friedrich bezüglich einer „Christenkonferenz“, auf der es um eine „Sicherheitspartnerschaft“ gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern gehen soll:

Aber Herr Minister, es gibt doch Millionen Christen, die sich nie an Kindern vergriffen haben. Ist diese “Sicherheitspartnerschaft” nicht eine Art Vorverurteilung?

Ich bitte Sie! Wer in die Schmuddeleien nicht verwickelt war, der kann sich doch von diesem Vorwurf durch meine Maßnahme prima reinwaschen, wenn er meinem Ministerium Verdachtsmomente gegen die Schänder liefert. Ich will nur das Umfeld der Täter zur Mitarbeit aufrufen, wenn die Christen selbst darauf achten, ob sich jemand in ihrer Umgebung verdächtig macht, dann kommen sie nur ihren staatsbürgerlichen Pflichten nach. Das ist der erste Schritt in die Integration der Christen in einen laizistischen Staat.

Gellermann scheint auch an einige der Kommentatoren im MiGAZIN gedacht zu haben, als er diese Passage schrieb. Der fiktive Friedrich kündigt an:

Als nächstes nehmen wir uns mal das Verhältnis der Christen zu den Frauen vor. Zum Beispiel hat einer ihrer Propheten gesagt “Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland.”

Das widerspricht eindeutig dem Gleichheitsgebot des Grundgesetzes.

Und nicht zuletzt: Alle, die in dieser Religion was zu sagen haben, sind Männer: Jesus, die Jünger, die Evangelisten. Ich kann nur sagen, die Christen werden wir demnächst gendern, dass ihnen das Hören und Sehen vergeht!

Das Deutsch-Türkische Forum der CDU Nordrhein-Westfalen ist unzufrieden mit dem Minister:

„Innenminister Friedrich beschädigt den Dialog mit den Muslimen in Deutschland. Den Fokus der Islam Konferenz auf sicherheitspolitische Fragestellungen zu legen, ist der falsche Weg.

Denn das hochsensible Thema der Prävention vor islamistischem Extremismus und Terrorismus darf nicht mit der Integration von Muslimen in Deutschland vermengt werden.

Auch in der Themenbehandlung der Islam Konferenz muss durch Innenminister Friedrich herausgearbeitet werden, dass Islam und Islamismus klar zu unterscheiden sind.

Viele Muslime fühlen sich unter Generalverdacht gestellt, wenn im Zusammenhang mit der Islam Konferenz vor allem die innere Sicherheit debattiert wird.

Die Angst vor dem Islam in Teilen der deutschen Bevölkerung wird mit diesem Vorgehen eher gefördert als ihr entgegenzuwirken.“

Im Dialog um Integration die Sicherheitsfragen hervorzuheben, war eine absichtsvolle Provokation, die auf beiden Seiten durchaus angekommen ist. Ich brauche die Kritik daran hier nicht ausgiebig zu zitieren. Für die Islamfeinde ist es eine Bestätigung.

Neun der zehn nicht organisationsgebundenen muslimischen Mitglieder der Islamkonferenz (DIK) haben dem Innenminister einen Brief geschrieben:

Der Grundgedanke der DIK ist eine ideologiefreie und versachlichte Auseinandersetzung mit dem Islam in Deutschland unter Einbeziehug von allen wichtigen Akteuren und mit Blick auf eine Zukunftsgestaltung, in der Inklusivität und Kooperation, und nicht Marginalisierung und Polarisierung herrschen. Im ersten Jahr der zweiten Mandatsperiode der DIK, in welcher der Fokus auf einer verstärkten Hinwendung zur praktischen Umsetzung dieses Prinzips lag, herrschte über diesen Grundgedanken weitestgehend Konsens bei muslimischen wie nichtmuslimischen Teilnehmern.

Der neue Duktus aus dem Innenministerium lässt nun Zweifel daran aufkommen, ob diese Dialog- und Integrationsfunktion der DIK aus staatlicher Perspektive weiterhin angestrebt wird. Es scheint, dass die vielfältigen Erscheinungsformen des Islams in Deutschland wieder einmal auf extremistisches Potential und Gefahrenmomente reduziert werden sollen.

(Quelle: Deutsch-Türkische Nachrichten)

Die Islamverbände sollten es sich gut überlegen, ob sie an der angekündigten Sicherheitskoferenz teilnehmen – und unter welchen Bedingungen. Sie tun gegen gewalttätigen Islamismus was sie können – aus eigenem Interesse. Nur, islamistische Terroristen kümmern sich nicht um die für sie verächtlichen Islamverbände. Diese Sicherheitskonferenz dient dem Interesse des Ministers, der nochmal etwas für den Mob tun möchte.

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  1. Europa sagt:

    @Leo Brux
    „Europa, Sie liefern mit Ihrer Blindheit für die Geschichte und für das, was man aus ihr lernen könnte, ein schönes Beispiel für Santayanas Satz, den man in der KZ-Gedenkstätte Dachau lesen kann:
    Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

    Sie unterstellen mir, mich nicht an die Vergangenheit erinnern zu können, obwohl ich das Thema 2. Weltkrieg inkl Holocaust 5-6 Jahre in der Schule behandelt habe. Vielleicht sollten ihre muslimischen Freunde dieses Thema mal durchnehmen, denn da sind die Erinnerunglücken viel grösser, als bei den Einheimischen und bei mir.
    Vorallem will ich Sie nochmal daran erinnern, dass die momentane Situation nicht mal annähernd mit der in den 30ern verglichen werden können und das sollten Sie doch eigentlich am besten wissen!

    Wenn man andauernd Parallelen zu der Nazivergangenheit zieht, dann darf man sich nicht wundern, wenn man am Ende noch denkt die Nazis wären so harmlos gewesen wie wir!

    • Leo Brux sagt:

      Europa,
      ich vergleiche Ihre Hetze gegen die Muslime nicht mit jener der Nazis gegen die Juden, sondern mit dem alltäglichen Antisemitismus der damaligen Zeit, der Zeit vor 1933. Das scheint etwas zu sein, das Sie nicht kennen und nicht kennen wollen.
      Es gibt auch da Unterschiede zu heute, aber eben eine fatale Ähnlichkeit: eine Minderheit, die unter uns lebt, wird zum Abschuss freigegeben. Man kann hemmungslos über sie herfallen. Man stigmatisiert die ganze Gruppe. Pauschal. Interpretiert alles, was Angehörige dieser Gruppe machen, so abfällig wie möglich. Zieht ständig Beispiele hervor, die gegen die Minderheit sprechen, und geniert sich nicht, sie böswillig zu verallgemeinern. DAS ist die Ähnlichkeit, auf die ich verweise.

      Die Nazis haben das „Spiel“ dann ausgenutzt und radikalisiert. Aber davor war es ein „Spiel“ nicht nur der Rechten, sondern auch der politischen Mitte. „Jude“ ist zum Schimpfwort geworden. Man hat die „Verjudung“ Deutschlands an die Wand gemalt – nicht nur die Nazis haben das gemacht. Ganz normale, anständige Bürger haben sich an dieser antisemitischen Ausgrenzung der jüdischen Minderheit beteiligt, schon lange bevor es die ersten Nazis gab.

      Der Sinn dieser Argumentation, Europa: Reden Sie nicht hetzerisch über andere Gruppen! Reden Sie nicht so über Italiener, Griechen, Polen, Schwarze, Zeugen Jehovas, Hindus, Muslime, Arbeitslose, Ossis, Soldaten, etc.. Kritik wägt ab, Kritik verallgemeinert nicht pauschal, Kritik stigmatisiert keine Gruppen – Kritik ist etwas anderes als verhetztes Gerede.

      SO VIEL sollten wir aus UNSERER Geschichte gelernt haben.

  2. Miro sagt:

    @Leo Brux
    Haben sie den Koran gelesen und ist ihnen da möglicherweise Hetze gegen alles nicht-islamische aufgefallen?
    Ansonsten wunder ich mich das Meinungsfreiheit für sie auf einem Blog oder in den Onlineausgaben von Zeitungen nicht gilt und sie es offensichtlich ok finden wenn dort gnadenlos zensiert wird. Frei nach dem Motto wer die Macht hat zu zensieren, der hat auch das Recht dies zu tun. Wenn nun ein chinesischer Präsident Hu heute oder ein Adolf Hitler damals die Macht hat zu entscheiden welche Meinungen veröffentlich werden dürfen und welche nicht, dann ist das auch ok?
    Nein natürlich nicht, denn das ist ja etwas ganz anderes, nicht wahr? Nein ist es nicht, nur die Dimension mag eine andere sein.
    Also ich möchte nicht in einem Land leben in dem der stärkere oder mächtigere entscheidet was gesagt oder nicht gesagt werden darf. Wehret den Anfängen, auch auf ihrem Blog.

    • Leo Brux sagt:

      Miro,
      mir fällt beim Lesen des Koran auf, dass er aus einer Zeit stammt, die weit weit zurück liegt und in der das Leben und Denken der Menschen ebenso weit von dem unsrigen entfernt ist.

      Medien gehören jemandem. Glauben Sie, Sie können im Fernsehen oder in einer Zeitung einfach Ihre Artikel oder Ihre Leserbriefe reinsetzen? Wenn Sie mal von Blog zu Blog schauen, dann werden Sie auch sehen, dass es da in der Regel Grenzen gibt, die der jeweilige Betreiber und Eigentümer setzen kann und setzen muss.

      SIE sind frei, selber ein Blog einzurichten … da können SIE dann schreiben und zulassen, was SIE wollen. Lassen Sie anderen auch diese Freiheit! Meinungsfreiheit besteht nicht darin, dass eine Zeitung zum Beispiel einfach jeden Artikel veröffentlicht, den irgend jemand ihr zur Veröffentlichung zuschickt. Sondern dass SIE, wenn Sie wollen und können, eben selber ein Mitteilungsorgan in die Welt setzen können, und dass Sie zwischen verschiedenen wählen können – je nach Ihrem Geschmack.

      Wieso fordern Sie von meinem Blog, was Sie von der Süddeutschen Zeitung oder 1000 Blogs nicht fordern? Und gibt es nicht genug Blogs, auf denen SIE, Miro, nicht nur IHRE Meinung repräsentiert bekommen, sondern wo Sie auch beliebig mitposten dürfen? Niemand schränkt Sie in dieser Hinsicht ein!

      Mein Blog gehört mir. So wie meine Wohnung. Ich muss Sie nicht reinlassen, wenn ich nicht will. Darin besteht MEINE Freiheit – die SIE mir wohl gern nehmen würden.

      Worin ich totalitäre Gesinnung vermuten könnte … Sie würden mich gern enteignen, nicht wahr?

  3. Miro sagt:

    @Leo Brux
    „mir fällt beim Lesen des Koran auf, dass er aus einer Zeit stammt, die weit weit zurück liegt und in der das Leben und Denken der Menschen ebenso weit von dem unsrigen entfernt ist.“
    Jetzt müssen sie nur noch gläubige Muslime davon überzeugen. Weil die nämlich annehmen das diese Hetze Allah gewollt ist und auf ewig Gültigkeit hat. Wer hat schon die Macht die „Worte Gottes“ zu verändern. :)

    „Medien gehören jemandem“
    Ja Herr Brux und die Medien in China gehören dem chinesischen Staat und der lässt niemanden rein. Das Internet und die Medienlandschaft generell ist doch quasi ein gigantischer Blog, wo eine Zeitung wie die Taz eben schon perse ein Statement für linke Gesinnung und Meinung ist, Und den Chinesen passen eben bestimmte Meinungen und Seiten nicht in ihrem gigantischen landesweiten Blog, daher zensieren sie sie, oder verbieten Meinungen (Zeitungen). Die Macht dazu hat die chinesische Regierung, denn es ist in China z.B. auch IHR Internet, sie haben quasi Hausrecht und sie nutzen es, so wie sie Herr Brux auf IHREM kleinen Blog daselbe tun. Was nicht dem eigenen Weltbild oder der eigenen Meinung entsprcht wird zensiert. Im Unterschied zur chinesischen Regierung fehlt Ihnen Herr Brux lediglich die Macht ihre Zensurwut und Beschneidung von Meinungsfreiheit über ihren kleinen Blog hinaus ausweiten zu können und ich möchte hinzufügen zum Glück. Garnicht auszumalen was sie mit ihrem eigenartigen und gefährlichen Verständnis von Meinungsfreheit tun würden hätten sie diese Macht.
    Wer willkürliche Zensur im kleinen für gut und legtim erachtet und quasi dem der am längeren Hebel sitzt das Recht einräumt dieses Verhalten auch ungeniert an den Tag legen zu können, der kann nicht im großen Maßstab plötzlich dagegen sein und nach Menschenrechten und Meinungsfreheit in China rufen.
    Der Bereich Meinungsfreiheit stellt übrigens einen entscheidenden Lakmustest für die Demokratie- und Grundgesetzfähigkeit von Islamophilen und Islam dar. Darf man den Islam krtisieren, darf man die schrecklichen Teile des Korans und der Sunnah aufzeigen und ansprechen, darf man Mohammeds Verbrechen bennen und darf man Karikaturen über ihn anfertigen und kann man deutlich machen wie all das über 1400 Jahre, bis heute, fatale Auswirkungen auf islamische Gesellschaften hat? Oder ist all das verboten und führt in einem Land wie Pakistan, unter Zustimmung weiter Teile der Muslime, sogar zum Tode. Wehret den Anfängen, auf ihrem Blog und natürlich auch auf anderen.

    Zum Schluß finde ich interessant das sie ihre Wohnung mit ihrem Blog vergleichen, wohnen sie etwa auch öffentlich zugänglich für jeden Bürger weltweit?

    • Leo Brux sagt:

      Miro,
      es gibt so etwas wie Eigentumsrechte, nicht wahr?
      Auch bei Medien.
      Warum gehen Sie darauf nicht ein?
      Sie klingen grade so, als ob Sie alle Medien vollständig enteignen und vergesellschaften wollten. Da sollten Sie dann aber nicht mit meinem kleinen Blog anfangen, sondern eher mit BILD. Oder mit Bertelsmann. Und PI dabei nicht vergessen.

      Wer hindert Sie oder sonst jemanden denn daran, gegen den Islam zu hetzen? Es gibt dafür jede Menge Medien, die solche Hetze gerne öffentlich rüberbringen.

      Die Position, die Sie hier beziehen, Miro, widerspricht dem in der Verfassung festgelegten Schutz des Eigentums. SIE, Miro, stehen nicht auf dem Boden der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung Deutschlands, wenn Sie das Eigentumsrecht angreifen – und SIE wollen mich und die Muslime über Demokratie und Meinungsfreiheit belehren?

      Ich will es nicht überdramatisieren. Möglicherweise wissen Sie gar nicht, was Sie hier sagen.

      Manfred O., der diesen bescheuerten Vorwurf zuerst vorgebracht hat, ist zu diesem Punkt ja auch schon stumm geworden.

      Sie bringen ein Beispiel aus Schweden. Glauben Sie nicht, dass man gegen jedes negative Beispiel ungefähr 1000 positive stellen könnte?

  4. Miro sagt:

    Hier noch ein Beispiel wie schlimm es um die Meinungsfreiheit beim Thema Islam in Europa bereits steht. Ich muss anmerken das es sich in dem Video um die Universität im schwedischen Upsala im Jahre 2010 handelt und man sich nicht, wie man bei den Reaktionen der anwesenden Muslime vermuten könnte, auf den Straßen von Kabul oder Islamabad befindet.
    Zum Glück war Sicherheitspersonal anwesend, ansonsten hätte dieser Mob vermutlich noch schlimmeres mit Vilks gemacht. Theo van Gogh lässt grüßen.
    http://www.youtube.com/watch?v=s2IHnWY-i6Y&feature=channel_video_title

  5. Manfred O. sagt:

    @ Leo Brux

    Manfred O. ist NICHT stumm geworden, auch wenn Ihnen das sicher ins Konzept des „ZUM SCHWEIGEN BRINGEN“ passen würde, er liest , informiert und arbeitet weiter.

    Ich kann Ihnen hier bez. des Punktes „Schweden“ nur wieder das gleiche sagen, wie auf IHREM Blog:

    Lesen Sie Ihre Repliken bei MIGAZIN und hier in IHREM BLOG nochmals, insbes. mit dem Aspekt „nichtssagende Einzelfälle“,wenn man Ihnen FAKTEN vorlegt. Dieses bewußte verharmlosen ist nämlich IHRE Masche,Herr Brux.

    • Leo Brux sagt:

      Manfred O.,
      Sie nehmen sich isolierte Beispiele und verallgemeinern sie böswillig.
      Die übliche Masche der Antisemiten gegen Juden.

      Meine Bemerkung zu Ihrem Schweigen bezieht sich auf die Frage, ob der Eigentümer eines Mediums auch über den Zugang bestimmen darf. Schauen Sie sich die Argumentation doch bitte noch mal an! Haben Sie da nichts weiter zu sagen?

    • Leo Brux sagt:

      Miro,
      toll, wie Sie mein Blog (600 Hits pro Tag im Durchschnitt) mit Berlusconis Medienimperium vergleichen!
      Auf der Blog-Ebene gibt es die Vielfalt und Freiheit, die es nicht mehr gibt, wenn ein Eigentümer ein Monopol oder einige wenige ein Oligopol errichten können und damit den Markt beherrschen.

      Kann EIN kleiner Blogger mit seinem Blog die Meinungsvielfalt dadurch beeinträchtigen, dass er sein Blog moderiert und darauf achtet, dass Gegner ihm nicht den Kommentarteil funktionsunfähig machen?

      Was die Religionsfreiheit angeht, schauen Sie sich mal die Rechtsprechung an. Religionsfreiheit steht nicht einfach über allen anderen Geboten, aber sie ist ein wesentliches Gebot, das den Religionen viel Spielraum gibt.

      Warum schießen Sie nicht gegen die großen Eigentümer? Wenn Ihre Argumentation stimmen würden, gäbe es bei uns totale Mediendiktatur, weil doch jedes Medium irgendwem gehört und fast jeder Eigentümer Grenzen des Zugangs und er Verfügung setzt.

      Dass der, der etwas mit eigenen Mitteln schafft, über das Geschaffene verfügen darf — wie kommt es, dass Ihnen der Gedanke so fremd ist? Was für ein Gehirn, was für eine Einstellung steckt hinter einer solchen Unfähigkeit, das Selbstverständliche zu verstehen?

      Wer bei einem Blog, der nicht ihm gehört, seine Meinung unterbringen will, kann das nur als Gast tun. So, wie jemand, der meine Wohnung betreten will, dies auch nur als Gast und mit meiner Einwilligung tun darf. Und die Gastregeln zu beachten hat.

      Gilt das nicht zum Beispiel für jede Zeitung auch? Fürs Radio und fürs Fernsehen? Werden nicht überall die Online-Medien moderiert?

      Es gibt Millionen Beispiele, die zeigen, wie Muslime friedlich, gut integriert und persönlich tolerant in Deutschland leben. Diese Millionen Beispiele nehmen Sie, Miro, nicht wahr. Sie interessieren sich nur für die wenigen Beispiele, in denen dies ausnahmsweise mal nicht so ist.

  6. Miro sagt:

    @Leo Brux

    Manchmal tangieren, überschneiden oder stehen sich Grundrechte sogar diamentral gegenüber. Das gilt z.B. auch in der Frage Religionsfreiheit. Scharia die sich, wie sie sicher wissen, aus Koran und Sunnah herleitet, ist in großen Teilen nicht mit dem GG oder Demokratie wie wir sie verstehen in Einklang zu bringen. Daher steht zurecht die Religionsfreiheit nicht über allen anderen Rechten.
    Ein andere Bereich ist die Medienwelt. Sie ist zu wichtig als das das Eigentumsrecht über allem stehen kann, nicht umsonst spricht man von der 4ten Gewalt innerhalb der Gewaltenteilung. Kartelämter haben auch die Macht Eingentumsrechte enzuschränken. Stehen Kartelämter etwa nicht auf dem Boden unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung?
    Schön das sie mit ihrem Eigentumsargument aber letzlich meine Analyse nur bestätigen. Das ist der letzte Strohhalm an den sich sich argumentativ klammern um ihre Meinungsfreiheit beschneidende Zensurpraktiken zu verteidigen. Möglicherweise sind sie aber auch nur ein Fan von Berlusconi Medien- und Meinungsfreiheit. Ist es nicht wunderbar wenn ein Mann quasi die gesamte Medienlandschaft und damit Meinungsmache eines Landes kontroliert. Was ist ihnen wichtiger Herr Brux Eigentumsrechte eines Herrn Berlusconi oder die Meinungsfreiheit und eine freie Medienlandschaft für alle Italiener? Übringens ist die Eigentumsfrage relativ irrelevant, worauf es am Ende ankommt ist das Menschen in den entsprechenden Positionen verstehen was Meinungsfreiheit bedeutet und das man sie schützen muss und die die die Macht dazu haben sie gewähren, egal ob im kleinen oder im großen Rahmen.
    Bezeichnenderweise werden sie eher islamverteidigende Meinungen auf islamktrischen Seiten finden, als das sie umgekehrt islamkrtische Kommentare auf islamophilen Seiten finden. Zensur ist nämlich ein Mittel des argumentativ Schwächeren.

    Ich erwarte garnicht das sie Einsicht zeigen und merken das ihre Position zum Thema Meinungsfreiheit mehr als problematisch ist. Das haben hier auch schon andere gemerkt und irgendwann kommt jeder zu dem Schluß das es bei einigen Leute eben keine Objektivität, Einsicht und Selbsreflektion gibt. Es gibt leider Menschen die glaube sie hätten die einzige, wahre und richtige Meinung und alle anderen sind Hetzer, Nazis oder sonst was. Ja und so einer sind sie offensichtlich, leider.

    „Glauben Sie nicht, dass man gegen jedes negative Beispiel ungefähr 1000 positive stellen könnte?“
    Nein in diesem Bereich glaube ich das nicht, aber wenn sie Videos haben in denen sich Muslime in einer Demo für das Recht auf Kritik am Islam einsetzen oder in dem sie sich lautstark gegen Anschläge im Namen des Islam stellen, oder in dem sie gegen Hamas, Hisbolla, Wahabiten oder die Taliban demonstrieren, dann her damit. Wäre aber schön wenn da mehr als 2 oder 3 Leute drin vorkommen, denn wenn gegen Israel zu Demo aufgerufen wird dann kriegt man doch in Deutschland auch die Straßen voll mit Muslimen und angeblich stellen die guten, vernünftigen und moderaten Muslime ja auch die große Mehrheit.

    MFG

  7. Miro sagt:

    @Leo Brux
    Mir ist schon klar das nicht mit ihrem Blog allein in Deutschland die Meinungsfreiheit steht oder fällt, aber es geht letztlich einfach ums Prinzip. Und das Prinzip der Meinungsfreiheit sollte im kleinen genauso wie im großen gelten.
    Wieder das Beispiel mit der Wohnung, im Gegensatz zur Wohnung können sie nicht verhindern das jemand weltweit ihren Blog besucht und das will man ja auch nicht, denn anders als die eigene Wohnung ist ein Blog ja bewusst für die Öffentlichkeit gemacht.
    Ansonsten fänd ich es toll, da sie sich ja so wehement für die Einhaltung von Gastgeberregeln einsetzen, das sie dies auch in Bezug auf Deutschland tun würden. Leider engagieren sie sich aber ledliglich für die Durchsetzung der Interessen von speziell muslimischen Gästen in Deutschland. Sie sind so schrecklich widersprüchlich an manchen Stellen und ignorieren völlg das die große Mehrheit der deutschen Gastgeber nichts mit dem politischen und gesellschaftlichen Modell Islam anfangen kann und will und ablehnt, da sie sehen was Islam für Konsequenzen hat, siehe Saudi Arabien (Mutterland des Islams), Pakistan, Afghanistan, Yemen, Somalia, Iran usw…

    „Es gibt Millionen Beispiele, die zeigen, wie Muslime friedlich, gut integriert und persönlich tolerant in Deutschland leben“
    Komisch nur das es noch nicht zu den von mir in meinem letzten Kommentar (der anscheind noch nicht für alle lesbar freigeschaltet wurde) angesprochenen positiven Demonstrationen kam und das Salafisten in Deutschland innerhalb des Islams die größten Zuwächse verzeichnen und nicht Aleviten, Ahmadiyya oder sonst welche eher moderateren Strömungen. Subjektive Meinungen sollten doch auch immer irgendwie objektiv messbar und belegbar sein oder finden sie nicht Herr Brux?
    Letzlich ist das Problem bzw der Unterschied, und das sage ich ihnen als Atheist, das das Mainstream- oder Mehrheitschristentum moderat, friedlich und integrationsfähig ist und die Radikalen, wie Piusbrüder oder Evangelikalen die Minderheit stellen. Im Islam ist es aber seid 1400 Jahren genau umgekehrt und die Minderheit der Moderaten wird oft sogar verfolgt und unterdrückt. Ich könnte ihnen ein Video aus dem ach so moderaten und vorbildlichen Indonesien zeigen, wo ein Mob von Tausenden Muslimen unter Allah akbar Rufen mehrere Angehörige der Ahmadiyyagemeinde zu Tode prügeln, aber ich lass es besser. Sie finden es auf youtube.

    MFG

    • Leo Brux sagt:

      Miro,
      wieso gehen Sie nie darauf ein, dass ich nur das mache, was eigentlich alle machen: ihr Medium als ihr Medium zu betrachten? Und dass Medienfreiheit genau darin besteht, dass jeder das darf und tatsächlich auch kann? Dass Leute wie SIE mir also mein Blog nicht wegnehmen dürfen und nicht kaputt machen können?

      Wenn Sie von GÄSTEN in Deutschland sprechen wollen, müssen Sie von Touristen sprechen. DAS sind Gäste.

      Die Migranten in Deutschland sind natürlich keine Gäste. Sie sind Einwohner Deutschlands, die so gut dazu gehören wie Sie und ich, und die RECHTE haben, an denen wir nicht rütteln können.

      Wenn wir neue hereinlassen, müssen sie sich selbstverständlich an UNSERE Gesetze halten. Das tun sie fast alle auch.

      SIE und einige andere möchten gern Sonderregelungen aufstellen. Bitte wenden Sie sich an die Politik und beachten Sie die Maßgaben des Grundgesetzes! Der Bundestag und die Länderparlamente regeln die Bedingungen, unter denen sich die Einwanderer aufhalten können. Und nach einiger Zeit sind sie Teil der Gesellschaft, sie gehören dazu. Die Eingebürgerten sowieso. Aber auch diejenigen, die einen dauerhaften Aufenthaltsanspruch erworben haben.

      Wir haben mit ihnen sozusagen einen Vertrag abgeschlossen, den WIR halten müssen. Und dieser Vertrag sieht nicht vor, dass sie keine gläubigen Muslime sein dürften und ihren Glauben nicht leben dürften. Dafür sorgt schon die Verfassung.

      Die Religionsfreiheit gilt auch für fundamentalistische Katholiken und Protestanten. Also bitte auch für islamische Fundamentalisten. Die weitaus meisten Muslime in Deutschland, ihre Imame eingeschlossen, sind so brav, dass Leute wie Sie kaum mal irgend etwas Aufregendes entdecken können und ständig aufs islamische Ausland rekurrieren müssen, weil natürlich weltweit sich doch mal hier, mal da was finden lässt, über das man hetzen kann.

      Wie kommen Sie dazu, den Islam in Deutschland und seine Gläubigen in Haft zu nehmen für das, was Muslime in anderen Ländern machen?

  8. Miro sagt:

    @Leo Brux
    Wie können denn ihrer Meinung widersprechende Kommentare dazu führen das ihr Blog kaputt gemacht wird? Das nennt man Diskussionskultur, welche manchmal sogar die Chance bietet den eigenen Horizont zu erweitern. Allerdings nur bei Leuten die nicht an die eigene Unfehlbarkeit glauben.

    Ihre Definition von Meinungsfreiheit war schon komisch und die von Gästen ist es auch, aber lassen wir das beiseite, entscheident ist ihr Punkt mit den Sonderregeln. Leute wie ich wollen gerade Sonderregeln für Muslime verhindern. Gleiches Recht für alle und eben keine Extrawurst, auch wenn die muslimischen Vertreter am lautesten danach Schreien.

    Nun bin ich erschüttert das sie ernsthaft nach Religionsfreiheit für fundamentalistische Moslems verlangen. Ist ihnen eigentlich klar was das bedeutet? Islamischer Fundamentalismus bedeutet Scharia und die wiederum bedeutet Hand abhacken bei Diebstahl, Steinung bei Ehebruch, Hängen von Homosexuellen, Tod bei Abfall im Glauben und Dhimmistatus für Christen und Juden, d.h. eingeschränkte Rechte oder einfach Menschen zweiter Klasse bis sie zum Islam konvertieren. Und für sowas treten sie ein Herr Brux? Unfassbar!
    Wie sagte doch der Vorgänger von Herr Mazyk (Vorsitzender des Zentralsrats der Muslime) einst: „solange Muslime in der BRD in der Minderheit sind gilt natürlich das GG, aber sollten sie mal in der Mehrheit sein, dann gilt die Scharia.“. Ihre religöse „Toleranz“ würde das wohl beführworten. Langsam hab ich das Gefühl der Verfassungsschutz sollte ihre „Integrationsarbeit“ und ihren Blog mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Sie machen mir Angst und ich sagte ja bereits, wehret den Anfängen!
    Das sie am Ende noch das weltweite Leid von vielen das Islam direkt oder indirekt verursacht dann noch mit „hier und da mal“ abtun ist zynisch aber es wundert mich nicht mehr.

    • Leo Brux sagt:

      Miro,
      nach wie vor gehen Sie nicht auf mein Argument bezüglich der Eigentumsrechte an Medien ein. Da Sie dies nach vielfacher Aufforderung immer noch nicht tun, würde ich Sie jetzt auf meinem Blog rausschmeißen. Ich erwarte mir Antworten, in solchen Fällen. Wer das nicht macht, diskutiert nicht, sondern dreht nur die Leier. In so einem Fall sag ich ade.

      Islamische Fundamentalisten genießen selbstverständlich das Recht auf Religionsfreiheit im Rahmen unserer Gesetze. Wer unsere Gesetze bricht, wird gerichtlich verfolgt und entsprechend bestraft, auch wenn er sie aus religiösen Gründen bricht.
      Insofern gibt es da kein Problem. Das Problem wäre eines der Integration. Aber eine pluralistische Gesellschaft kann durchaus mit ein paar Außenseiter-Gruppen leben.
      Islamische Fundamentalisten sind außerdem ganz überwiegend gegen Gewalt und zwar lästig, aber ebenso ungefährlich wie katholische und evangelikale und jüdisch-orthodoxe Fundamentalisten. Mir auch nicht sympathisch, aber kein Grund zur Panik. Die Zahlen halten sich bei uns – bisher – sehr in Grenzen. Anders als in den USA.

      Das Zitat „des Vorgängers von Herrn Mazyek“ haben Sie entweder erfunden oder gefälscht.

      Gleiches Recht für die Muslime bedeutet: Repräsentative Moscheen, zum Beispiel. Halal-Speisen bei Schulspeisung. Islamischer Religionsunterricht an den Schulen, vergleichbar mit dem der Katholiken und Protestanten. Stimmen Sie mir da zu?

      Ihre Vorstellung von einer Machtübernahme islamischer Fundamentalisten in Deutschland ist pure Paranoia. Eher noch übernehmen bei uns katholische und evangelikale Fundamentalisten die Macht, und auch das können wir gottseidank ausschließen. (Leider nicht in den USA.)

  9. Manfred O. sagt:

    @ Leo Brux

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das Sie ein wenig „selbstherrlich“ sind. Gehen SIE auf jeden Aspekt von Beiträgen ein ?
    Oder suchen Sie sich selbst meist die (für Ihre Position) nicht so heiklen Dinge heraus ?

    Wer also nicht voll und ganz auf Ihre Beiträge eingeht, der „fliegt aus dem Blog“? Also immer alles nach IHREN Wünschen? Jawohl Herr General !

    Merkwürdiges Selbstverständnis.

    • Leo Brux sagt:

      Manfred O.,
      wenn mich ein Poster ausdrücklich darum bittet oder mich ausdrücklich dazu auffordert, zu einem Punkt Stellung zu beziehen, mache ich das natürlich.
      (Da manche Poster sehr viele Punkte ansprechen und es auch mehrere Poster zugleich gibt, denen man zu antworten hat, wählt man natürlich erst einmal aus.)

      Wie soll eine Diskussion entstehen, wenn eine der beiden Seiten sich selbstherrlich verhält und nicht bereit ist, auf ein sachliches Argument der anderen Seite zu antworten? Das gilt in beide Richtungen.

  10. Miro sagt:

    @Leo Brux
    „Islamische Fundamentalisten sind außerdem ganz überwiegend gegen Gewalt“
    Genau, außer man ist schwul, bricht islamische Regeln, ist eine Frau, an anderen oder keiner Religion interessiert oder generell kein Moslem.
    Ihre Verharmlosung und Beschönigung ist widerlich und gefährlich. Halten sie eigentlich Engagement gegen rechtes Gedankengut für sinnvoll oder setzen sie sich da auch für Toleranz gegenüber den Intoleranten ein? Ich wette sie haben zurecht etwas dagegen wenn rechte Rattenfänger Jugendliche indoktrinieren und für ihre Gedankenwelt gewinnen wollen, aber wenn islamische Fundamentalisten das gleiche tun in Koranschulen, Moscheen oder islamischen Zentren, dann ist das Pluralismus den man gefälligst aushalten muss? Sie sind mindestens auf einem Auge blind Herr Brux.
    Wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind besteht natürlich auch ein Recht auf Moscheen oder Religionsunterricht. Bei Halalspeisen sieht das ein bisschen anders aus, Schächten ist nämlich in Deutschland verboten.

    Was das Zitat bestrifft muss ich mich tatsächlich korrigieren, es war der Vor-Vorgänger von Herrn Mazyek, Nadeem Elyas der bis 2006 das Amt des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime inne hatte.
    Er sagte unteranderem: „Die deutsche Verfassung sei zu akzeptieren, zumindest so lange, wie die Muslime in der Minderheit seien“
    „Wir müssen Einfluss auf die Politik des Staates nehmen und die wichtigsten Stellen im Lande besetzen.“
    „Wir können die Errichtung des islamischen Staates nur erreichen, wenn wir das islamische Leben errichten.“

    Selbstverständlich ist ein „Machtübernahme“ von islamischen Fundamentalisten in Deutschland HEUTE unrealistisch, aber in 20-30 Jahren sieht die Situation wohlmöglich anders aus und wenn es nur Leute wie sie in diesem Land gäbe, dann wären wir auf diesem Weg schon viel weiter, zum Glück sind die meisten in diesem Land aber vernünftig.
    Ich kann ihnen eine im Jahre 2010 erstellte norwegische Dokumentation empfehlen. Hier ist der Link dazu, vielleicht lernen sie noch was dabei.
    http://www.youtube.com/watch?v=zPu6-iZQgaI

    • Leo Brux sagt:

      Miro,
      in 20 oder 30 Jahren ist eine „Machtübernahme“ von islamistischen Fundamentalisten noch unrealistischer als heute. Wie sollte die denn gehen? Bei ungefähr 500 islamistischen Fundamentalisten in Deutschland? – Etwas paranoisch, Ihre Perspektive, finde ich.

      Wann hat Elyas das, was Sie „zitieren“, gesagt und wo? In welchem Zusammenhang? – Haben Sie einen Link?

      Zu Extremisten von links, rechts und von der religiösen Sorte in Deutschland: Ich halte sie generell für nicht sonderlich gefährlich für das politische System, da sie marginal sind und bleiben werden. Was ich für gefährlich halte, sind die Extremisten der Mitte. Die gibt es en masse, und die können der Demokratie gefährlich werden. Ich meine damit Leute wie Sie, Miro.

      Die paar Rechtsextremisten, die es in der BRD gibt, sind doch wohl nur ein kleines Problemchen, oder? Dito die paar Linksextremen. Die werden gelegentlich mal – vor allem in Berlin – lästig. Aber sonst? So verhält sich das auch mit den paar radikalen Islamisten. Randphänomene.