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Ausweisung Hochqualifizierter

Ausländische Hochschulabsolventen müssen Deutschland verlassen

Angesichts der Debatten um ausländischer Fachkräfte bemängelt der Bundesverband ausländischer Studierender die Ausweisung von ausländischen Hochschulabsolventen und fordert eine Gesetzesänderung im Aufenthaltsgesetz.

Samstag, 28.08.2010, 7:58 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 15.09.2010, 2:19 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Während in Deutschland die Debatten um Zuwanderung von Hochqualifizierten auf Hochtouren läuft, die Wirtschaft dieser Forderung Nachdruck verleiht, bemängelt der Bundesverbandes ausländischer Studierender (BAS) die Ausweisung ausländischer Hochschulabsolventen. Denn viele ausländische Studierende, die das Pech hatte gerade zu Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise ihren Abschluss zu machen, sind jetzt gezwungen, Deutschland ohne eine Arbeit zu verlassen. „Ausländische Absolventinnen und Absolventen hatten auch in der Wirtschaftskrise nur eine einjährige Frist zur Suche eines angemessenen Arbeitsplatzes.“, so Johannes Glembek, Geschäftsführer des Bundesverbandes ausländischer Studierender.

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Doch gerade im letzten Jahr war die Wirtschaft mit Einstellungen mehr als zurückhaltend. „Den Betroffenen“, so Glembek weiter „muss die Möglichkeit gegeben werden, weiter zu suchen, auch wenn die Jahresfrist überschritten wird. Gerade jetzt, wo die Wirtschaft wieder anläuft und Unternehmen wieder Fachkräfte benötigen.“ Innenministerien und die zuständigen Ausländerbehörden müssten Ermessensspielräume zu Gunsten der Studierenden und somit auch der Wirtschaft möglichst weit nutzen.

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Gesetzesänderung gefordert
Peixin Xian, Sprecherin des BAS, begrüsst in diesem Zusammen die Forderungen von Sachsens Innenminister Markus Ulbig zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes. Ulbig (CDU) fordert eine Gesetzesänderung und die Abschaffung der Beschränkungen des Zugangs ausländischer Studierender zum Arbeitsmarkt. Um Zuwanderung zu ermöglichen, sollen Erwerbsmöglichkeiten für ausländische Studierende während und vor allem nach dem Studium frei gegeben werden. Die Einkommensgrenze für unbefristetes Aufenthaltsrecht soll auf 40.000 Euro absinken.

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„Damit wird der Forderung des BAS nach einer Gleichstellung deutscher und ausländischer Studierender Rechnung getragen. Diese Vorschläge sind schnellstmöglich rechtlich verbindlich zu beschliessen.“, begrüsst Xian ausdrücklich die Vorschläge Ulbigs zur Erleichterung des Zugangs ausländischer Studierender zum deutschen Arbeitsmarkt.

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