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Türkische Presse Europa

21.11.2009 – Religionsunterricht, Sarrazin, Dogan, Springer

In der türkischsprachigen Presse in Europa kommt erneut der hessische Integrationsminister zum Thema islamischer Religionsunterricht zu Wort. Außerdem wird eine Umfrage zur Wertewelt von Türken in Deutschland vorgestellt. Weiterhin soll das Verfahren gegen Thilo Sarrazin eingestellt werden. Außerdem wird das Personalkarussel im Auswärtigen Amt und der Ärztemangel in Deutschland thematisiert.

Montag, 23.11.2009, 8:06 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:22 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Islamischer Religionsunterricht wird in das Bildungsprogramm aufgenommen
Mit dieser Aussage zitiert die SABAH den hessischen Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn. Der Unterricht für muslimische Schüler soll demnach unbedingt seinen Platz im Bildungsprogramm einnehmen. Sie würden immer noch nach dem geeigneten Partner auf muslimischer Seite suchen. Wenn dies nicht gelinge, werde ein Unterricht für alle Konfessionen in Betracht gezogen werden können. Er würde es jedoch vorziehen, wenn jede Konfession einen eigenen Unterricht hätte.

Türken wollen verstanden werden
Die TÜRKIYE berichtet von einer Umfrage der Liljeberg Research International, wonach 82 % der befragten Türken eine größere Berücksichtigung ihrer Besonder- und Gewohnheiten fordern. An der Vorstellung der Umfrage in Berlin nahm auch die frühere Ausländerbeauftragte von Berlin, Barbara John, teil. 45 % der Befragten äußerten demnach, sich als nicht erwünscht zu fühlen. 54 % meinen, die gleichen Bildungsbedingungen wie Deutsche zu haben. 42 % der Befragten äußerten eine Rückkehrabsicht in die Türkei. 62 % beklagten sich darüber, in Deutschland als Türken und in der Türkei als Deutsche angesehen zu werden. 93 % sind der Ansicht, dass die türkische Kultur in Deutschland unbedingt erhalten werden muss, 83 % denken, dass man sowohl Deutscher als auch ein guter Muslim sein kann.

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Verfahren gegen Thilo Sarrazin eingestellt
Nach einem Bericht von SABAH und MILLIYET wurden die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen das Bundesbankvorstandsmitglied Thilo Sarrazin eingestellt. Nach Aussagen der Staatsanwaltschaft würden die Aussagen Sarrazins die Grenze zwischen freier Meingungsäußerungen und strafrechtlich relevanten Äußerungen nicht überschreiten. Außerdem hätten die Aussagen keinen volksverhetzenden Charakter gehabt.

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