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Türkische Presse Europa

10.10.2009 – Sarrazin, Todenhöfer, deutsche Sprache

In der deutschsprachigen Presse vom Samstag wird wieder umfangreich über den Streit um die Äußerungen Sarrazins berichtet. Außerdem wurde der Gesinnungstest in NRW gerichtlich gestoppt. Die ANUGA, weltgrößte Lebensmittelmesse in Köln, steht auch unter dem Zeichen der problematischen Visa-Vergabe gegenüber Türken.

Montag, 12.10.2009, 7:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:09 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Westliche Politiker verstehen die Muslime nicht
Zu diesem Ergebnis kommt der frühere Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer auf einer Tagung in München. Aus diesem Grund würden sich auch deutsche Politiker von Vorurteilen leiten lassen. Keine Religion fördere Gewalt und kein Terrorist dürfe sich auf eine Religion berufen, berichtet die ZAMAN von dem früheren Medienmanager. Auch wäre es falsch mit Militäreinsätzen auf Terroristen zu reagieren. Dies müsse durch die Polizei gewährleistet werden. In Afghanistan würde ein Drittel der Bevölkerung Hunger erleiden, zwei Drittel der Mädchen könnten keine Schule besuchen.

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Gerichtliche Ohrfeige für den Gesinnungstest
Die TÜRKIYE berichtet von dem Stopp den nordrhein-westfälischen Gesinnungstest durch das Verwaltungsgericht in Münster (wir berichteten). Der Fragebogen, mit der ausländische Studenten und Wissenschaftler aus überwiegend muslimischen Ländern befragt wurden, muss vernichtet werden. Im Jahre 2008 wäre dieser Test in Deutschland bei über 30 Tausend Migranten angewandt worden.

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Deutsche Sprache im Grundgesetz
HÜRRIYET und ZAMAN berichten über die geplante Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz. Die Unionsparteien und die FDP hätten sich bei den laufenden Koalitionsgesprächen auf Vorschlag der Union bereits darauf geeinigt. Außerdem solle die deutsche Kultur als Staatsziel Eingang in das Grundgesetz finden. Dazu bedürfe es jedoch einer 2/3 Mehrheit im Bundestag.

Wahlausgang belastet Beziehung zur Türkei nicht
Der türkische Ministerpräsident verneinte nach einem Bericht der SABAH möglichen Unmut nach dem Wahlergebnis in Deutschland. Man dürfe die CDU/CSU und FDP-Koalition nicht fürchten, sagte Erdogan und stellte klar, dass es keinen Änderungen im Verheltnis zu Deutschland geben werde.

Visa-Probleme auf der ANUGA
Die HÜRRIYET berichtet von der weltgrößten Lebensmittelmesse in Köln, deren diesjähriges Partnerland die Türkei ist. Trotz des Partnerstatusses hätte es bei der Erteilung von Visa probleme gegeben. Während aus Italien über 1000 Firmen teilnahmen, schafften es aus dem Partnerland Türkei gerade einmal 190 Anbieter auf die Messen.

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