Neuerscheinung

Jahrbuch des Presserats 2009 – Diskriminierung in der Berichterstattung

Mit dem Thema Diskriminierung in der Medienberichterstattung setzen sich im diesjährigen Jahrbuch des Deutschen Presserats zwei Experten auseinander: Jost Springensguth, langjähriger Chefredakteur der Kölnischen Rundschau, sowie Prof. Georg Ruhrmann, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Jena.

Donnerstag, 10.09.2009, 8:08 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 05.09.2010, 23:41 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Springensguth geht in seinem Beitrag auf die Gratwanderung der Redaktionen zwischen den presseethischen Anforderungen einerseits und dem Leserinteresse andererseits ein. Zu den Erfahrungen mit den Reaktionen von Lesern gehöre das häufig entgegengebrachte Unverständnis darüber, dass ein Bezug auf die Herkunft eines Täters entfalle oder eine Anonymisierung in Einzelfällen leichterer Kriminalität stattfinde. Dürfen Journalisten die Nationalität eines Täters oder eines Verdächtigen nennen, wenn über eine Straftat berichtet wird? Das Thema Diskriminierung wird kontrovers diskutiert. Ruhrmann beleuchtet das Thema Diskriminierung aus empirischer/wissenschaftlicher Sicht und stellt u. a. die Frage nach der Wirkung der Berichterstattung über Migranten auf das deutsche Publikum.

Jahrbuch des Deutschen Presserats 2009 mit der Spruchpraxis des Jahres 2008 – Diskriminierung in der Berichterstattung
Inklusive CD-ROM mit der Spruchpraxis 1985–2008
Broschiert: 212 Seiten
Verlag: Uvk; Auflage: 1., Auflage (August 2009)
ISBN-10: 3867641889
ISBN-13: 978-3867641883
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 1,6 cm

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Das Jahrbuch des Deutschen Presserats enthält zudem eine CD-ROM mit der gesamten Spruchpraxis der Jahre 1985 bis 2008. Alle Beschwerden in diesem Zeitraum sind über eine Volltext-Suchmaske recherchierbar. Eine repräsentative Auswahl von wichtigen Entscheidungen aus dem vergangenen Jahr wird in dem Jahrbuch ebenso dokumentiert wie ein Bericht zum Redaktionsdatenschutz, der Pressekodex, Angaben über die Mitglieder, Statistiken und eine Chronik.

Herausgeber: Der Deutsche Presserat ist die freiwillige Selbstkontrolleinrichtung der Printmedien. Er wird getragen vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), dem Deutschen Journalistenverband (DJV) und der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in der Gewerkschaft Ver.di.

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  1. Der Presserat hat offensichtlich die gleiche Funktion wie der Deutsche Zigarettenberband: Beschwerden werden höflich aber unverbindlich abgewiegelt, um den Eindruck von Aktivität und Verantwortungsbewusstsein zu erwecken. Die Hauptziel dieses Aktionismus ist, den Gesetzgeber von verbindlichen und gerichtlich einklagbaren Regelungen abzuhalten.

    Wenn es um illegale Tabakwebung geht, dann drückt der Deutsche Presserat offensichtlich beide Augen zu. Die Tabakindustrie scheint der Presse derart viel für Schleichtwerbung zu bezahlen (da Tabakwerbung in Printmedien seit vielen Jahren verboten ist), dass der Presserat diesbezügliche Beschwerden sehr locker sieht.