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Amoklauf in Winnenden

Tag der Trauer für ganz Deutschland

Bei einem Amoklauf an der Albertville-Realschule in Winnenden sind nach Polizeiangaben 16 Menschen getötet worden - auch der Täter selbst. Mehrere Personen wurden verletzt. "Wie alle Menschen in Deutschland bin ich entsetzt, bestürzt und fassungslos", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Donnerstag, 12.03.2009, 8:17 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 28.08.2010, 18:55 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

„Es ist unfassbar, dass binnen Sekunden Schüler und Lehrer in den Tod gerissen wurden durch ein entsetzliches Verbrechen“, zeigte sich die Kanzlerin tief erschüttert. Sie sprach den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus. „Wir hoffen, dass sie Trost finden können in dieser schwierigen Stunde“, so Merkel. Die Bundesregierung habe dem Land Baden-Württemberg alle erforderliche Hilfe angeboten.

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen ehemaligen Schüler der Albertville-Realschule. Der 17-Jährige war am Mittwochmorgen in die baden-württembergische Realschule eingedrungen und hatte um sich geschossen. Dabei starben neun Jugendliche und drei Lehrkräfte. Bei seiner anschließenden Flucht erschoss er zwei Passanten. Zwei Polizisten verletzte er schwer. Auch der Täter kam ums Leben.

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Gefahr rechtzeitig erkennen
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen reagierte erschüttert auf den Amoklauf in Baden-Württemberg. „Das lässt einen sprachlos in dem Augenblick“, so die Ministerin. Zuerst müsse gefragt werden, wie man präventiv tätig werden könne, um so etwas zu verhindern.

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Von der Leyen schlug Erziehungspartnerschaften zwischen Schulen und Eltern vor. Auch müssten diejenigen, die Waffen besäßen, dafür sorgen, dass Nichtberechtigte keinen Zugang dazu bekämen. Sie wies darauf hin, dass die Motive für Amokläufe ganz unterschiedlich seien. Häufig seien es isolierte Jugendliche, die diese schrecklichen Taten begehen würden.

Motiv weiter unklar
Das Motiv des Täters ist jedoch weiterhin unklar. Landes-Innenminister Heribert Rech erklärte, es gebe bisher keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Tat. Möglicherweise wurde der 17 Jahre alte Schüler Tim K. aber von Mitschülern gemobbt.

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