Die neue Entwicklungshilfe-Strategie der Bundesregierung ist bestenfalls Krisenmanagement unter Budgetdruck. Faktisch dient sie deutschen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen. Geopolitik schlägt Gerechtigkeit. Von Kiflemariam Gebre Wold
Zum 75. Geburtstag steckt das UN-Flüchtlingshilfswerk in einer tiefen Finanzkrise. Während weltweit so viele Menschen geflüchtet sind wie nie, streichen große Geberstaaten ihre Mittel – mit Folgen, die schon bald erneut Europa erreichen könnten. Von Christiane Oelrich
Während das freiwillige Engagement insgesamt sinkt, steigt es bei Menschen mit Migrationserfahrung spürbar an. Besonders stark unterstützen sie Geflüchtete – trotz schlechterer Löhne, knapperer Zeit und geringerer Einbindung in Vereine.
Die Kürzungen der US-amerikanischen Entwicklungsgelder treffen die Menschen in Zentral- und Westafrika hart. UNHCR-Direktor für Zentral- und Westafrika, Abdouraouf Gnon-Konde, erklärt im Gespräch, warum Europa ein Interesse an der Stabilität der Sahelzone haben sollte und welche Folgen die Kürzungen für Millionen von Flüchtlingen haben. Von Lena Köpsel
Im Streit um Israel und Palästina prallen schrille Fronten aufeinander. Zwei Lager dominieren, während Empathie und Dialog an den Rand gedrängt werden – ein Muster unserer polarisierten Gesellschaft am Beispiel Jouanna Hassoun. Von Lia Petridou
Videoaufnahmen aus dem Gazastreifen erinnern an eine Apokalypse. Hunderte hungriger Menschen stürzen sich auf Hilfslieferungen und plündern diese. Im Chaos gehen die Bedürftigsten oft leer aus. Hilfswerke appellieren an Israel. Von Sara Lemel und Emad Drimly
Das UN-Flüchtlingshilfswerk hilft Menschen in Not, doch seine Mittel sind drastisch zusammengestrichen worden. Das trifft Verzweifelte in Konfliktsituationen und könnte mehr Menschen in die Flucht schlagen. Auch Deutschland kürzt Entwicklungshilfe.
Es war ein Musikevent der Superlative und sammelte Spendengelder für die Hungerhilfe in Äthiopien: Im Juli 1985 fand in London und Philadelphia zeitgleich das Konzert „Live Aid“ statt. Rund zwei Milliarden Menschen schauten vor dem Fernseher zu. Von Alexander Lang
Immer mehr Menschen sind weltweit von akutem Hunger betroffenen. Damit setzt sich der negative Trend weiter fort. Besonders in Gaza und im Sudan ist einem aktuellen Bericht zufolge die Not unvorstellbar. Kürzungen von Hilfen verstärken die Not zusätzlich.
Zwei Jahre Bürgerkrieg haben aus dem Sudan ein zerstörtes Land gemacht. Die Vereinten Nationen sprechen von der weltweit schlimmsten humanitären Krise – doch dringend benötigte Hilfe fehlt. Von Eva Krafczyk und Mudathir Hameed