Ein geschützter Nachmittag sollte Schwarzen Menschen einige Stunden unbeschwertes Schwimmen ermöglichen. Nach einer Kampagne gegen das Angebot folgten rassistische Anfeindungen und Gewaltandrohungen. Am Ende müssen diejenigen verzichten, für die der Schutzraum gedacht war. Von Sabrina Szameitat und Matthias Arnold
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban ist die menschenrechtliche und humanitäre Lage in Afghanistan dramatisch. Entwicklungsministerin Alabali Radovan verspricht Hilfe – zugleich wächst die Kritik an Abschiebungen in das Land. Amnesty appelliert an die Bundesregierung.
Mit Kunta Kinte in Alex Haleys Besteller „Roots“ bekam die Geschichte der Sklaverei für ein Millionenpublikum ein Gesicht. Buch und Fernsehserie wurden zu kulturellen Ereignissen – trotz späterer Kritik an historischen Ungenauigkeiten und aneren Vorwürfen. Von Konrad Ege
In Deutschland herrscht Bildungsungleichheit. Der Verein „Tausche Bildung für Wohnen“ fördert Kinder aus benachteiligten Vierteln. Die Idee aus Duisburg wächst und wächst. Von Yuriko Wahl-Immel
Lange bewegte sich Bosselmann im Umfeld der Neuen Rechten und arbeitete für AfD-Fraktionen. Inzwischen hat er Partei und Publizistik verlassen, sich taufen lassen und warnt vor den politischen Folgen einer Regierungsbeteiligung der AfD. Von Yvonne Jennerjahn
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban fordern Menschenrechtsorganisationen einen Abschiebestopp und schnellere Visa-Verfahren. Besonders kritisieren sie den Umgang mit gefährdeten Afghanen, denen Deutschland bereits eine Aufnahme zugesagt hat.
Seit Juli 2026 müssen Händler Einweg-E-Zigaretten zurücknehmen - aus gutem Grund. Für Nutzer und Händler ändert sich damit der Alltag. Wer nicht ausreichend Deutsch spricht, dem drohen Stolperfallen.
Privatadresse, Telefonnummer, Arbeitgeber – innerhalb weniger Stunden im Netz veröffentlicht und an Tausende weitergeleitet. Doxxing verwandelt digitale Anfeindungen in reale Bedrohungen. Betroffen sind vor allem Menschen, die sich öffentlich gegen Rassismus, Diskriminierung oder rechte Gewalt positionieren.
Auf wichtigen Migrationsrouten nach Europa sind Anfang 2026 deutlich mehr Menschen gestorben oder verschwunden. Besonders stark stiegen die Zahlen im zentralen und östlichen Mittelmeer – obwohl auf einzelnen Routen wesentlich weniger Menschen ankamen.
Wenn arme Menschen in reiche Länder ziehen gilt das als Problem, wenn Reiche in arme Länder ziehen, ist das Lifestyle. Doch auch Wohlstandsmigration hat ihren Preis: Auf Bali treiben digitale Nomaden Immobilienpreise, Verdrängung und den Verlust gewachsener Strukturen voran. Von Carola Frentzen