Die Islamische Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina bestimmt ein neues Oberhaupt. Der künftige Reis-ul-ulema könnte zu einer unabhängigen muslimischen Stimme Europas werden – und auch die Entwicklung bosniakischer Gemeinden in Deutschland prägen. Von Erdin Kadunic
AfD-Mitglieder und aktive Unterstützer in Sachsen-Anhalt können ihre Waffenbesitzkarte verlieren. Das Oberverwaltungsgericht bestätigt die Anwendung des Waffenrechts und sieht bei verfassungsfeindlichen Bestrebungen die erforderliche Zuverlässigkeit für den Waffenbesitz nicht gegeben.
Die Küstengemeinde Mandelieu-la-Napoule wollte Burkinis erneut vom Strand verbannen. Das Gericht hob die Regelung im Eilverfahren auf: Für eine konkrete Gefahr durch die religiös geprägte Badebekleidung gebe es keinerlei Anhaltspunkte.
Das Oberlandesgericht München hat den 25-jährigen Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Er hatte sein Auto in eine Verdi-Demonstration gesteuert, zwei Menschen getötet und 43 weitere verletzt. Von Elke Richter
Deutschland braucht dringend Personal für Kliniken und Praxen. Doch Menschen wie Hugo Mosquera berichten von schwer anerkannten Abschlüssen, rassistischer Ausgrenzung und Arbeitsbedingungen, die viele internationale Fachkräfte rasch wieder vertreiben. Von Malte Seiwerth
Antisemitische Vorfälle an NRW-Hochschulen nehmen weiter zu, jüdische Studierende berichten von Angst, Rückzug und Wegzug. Besonders an kleineren Universitäten wird Sichtbarkeit für Betroffene zum Risiko. Von Bettina Grönewald
Die „Letzte Verteidigungswelle“ agierte jugendlich-unprofessionell, aber gefährlich. Ziel der jungen Terroristen: die Vernichtung von Ausländern und politischen Gegnern. Nun wurden sie verurteilt. Von Martin Fischer
Nach langer Suche arbeitet die Afghanin Zahra Sarwari in der Mensa der TU Dresden. Ein gefördertes Projekt bringt geflüchtete Frauen mit dem Studentenwerk zusammen und zeigt, wie Integration am Arbeitsplatz gelingen kann. Von Jörg Schurig
Das Gebäude ist verriegelt, das Verfahren kommt kaum voran und die Nutzungsideen stapeln sich. Zwei Jahre nach dem Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg besteht die sichtbarste Lösung weiterhin darin, dass vor der Moschee gebetet und drinnen nichts entschieden wird.
In einem Papier der rechtskonservativen Fraktion im EU-Parlament präsentiert Berlin-Neukölln, Köln-Chorweiler und Duisburg-Marxloh als Belege für einen Zusammenhang zwischen Migration, Islam und Unsicherheit. Stadtforscher Kurtenbach widerspricht. Er sieht eine Kriminalisierung vielfältiger Quartiere. Von Katharina Kausche