Randalierer setzten in Belfast Autos und Häuser in Brand und skandierten islamfeindliche Parolen. Ein Angriff, für den ein Geflüchteter aus dem Sudan angeklagt wurde, diente als Vorwand für Gewalt gegen ganze Communities. Von Patricia Bartos und Christoph Meyer
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan sollte bei der Fußball-WM pfeifen, wurde in Miami aber abgewiesen. Kritiker sehen darin ein Warnsignal: Trumps Einreiseregeln treffen vor allem Länder Afrikas und des Globalen Südens.
In Buchenwald ließen die Nazis Häftlinge Fußball spielen und nutzten den Sportplatz als Kulisse vermeintlicher Normalität. Eine Online-Ausstellung erinnert an jüdische Spieler, verfolgte Profis und die tödliche Realität hinter der Inszenierung. Von Matthias Thüsing
Papst Leo XIV. besucht auf Gran Canaria den früheren Krisenhafen Arguineguín und trifft Geflüchtete, die die Atlantikroute überlebt haben. Mit einem Kranz im Meer erinnert er an Tausende Tote und mahnt Menschenwürde an. Von Robert Messer und Emilio Rappold
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird 20 Jahre alt, doch das Regelwerk hilft Betroffenen weiter auf Sparflamme. Deutschland geht über die Mindestvorgaben der EU nicht hinaus. Beauftragte Ataman kritisiert Schutzlücken bei Behörden, Gesundheit und KI.
Die Zahl der Asylanträge in Europa ist auf den niedrigsten Stand seit 2021 gesunken. Gleichzeitig bereiten sich die Mitgliedstaaten auf neue EU-Asylregeln, Grenzverfahren und das Eurodac-Register vor. Ziel: Senkung der Asylzahlen.
Ausländer sind in der Politik beliebt, weil sie oft als Erklärung für komplexe Probleme herhalten. Orbans Nachfolger Peter Magyar führt in Ungarn gerade vor, wie aus Arbeitsmarktproblemen und Lohndruck eine scheinbar einfache Migrationsfrage wird.
Die politisch motivierte Kriminalität erreicht 2025 mit knapp 86.000 Delikten einen neuen Höchststand. Etwa die Hälfte ist rechtsextrem motiviert; rechte Gewalttaten steigen auf knapp 1.600 und sind laut BKA oft rassistisch geprägt. Von Corinna Buschow
Ein Rechtsextremist kam in Aue-Bad Schlema dem Rathausamt gefährlich nahe – weil er zur Wahl antreten durfte. Aber darf ein Neonazi überhaupt Bürgermeister werden? In Sachsen wird das erst nach einem Wahlsieg geprüft. Warum? Von Andreas Hummel
Claim hat in Berlin 975 antimuslimische Vorfälle dokumentiert, mehr als 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Betroffene erleben Angriffe und Diskriminierung im Alltag. Die Organisation sieht die Politik in der Verantwortung.