Toni Heilmaier besuchte eine Schülerausstellung in seinem Münchner Stadtteil. Dort begegnete ihm unerwartet das Bild seiner Großmutter – und mit ihm eine Familiengeschichte, die jahrzehntelang im Verborgenen geblieben war. Von Britta Schultejans
Nach Ceuta verspricht Brüssel gleichzeitig festen Grenzschutz und die Wahrung von Grundrechten – ein gewagter Balanceakt. Geplant sind zeitlich begrenzte Abweichungen bei Asylverfahren und eine stärkere Rolle von Frontex. Vorbild ist die umstrittene Praxis in Polen.
Eine seit 27 Jahren in Deutschland lebende Russin wollte Grundsicherung erhalten, obwohl sie kein entsprechendes Aufenthaltsrecht besitzt. Das Landessozialgericht entschied: Für den Leistungsanspruch ist eine gefühlte deutsche Identität irrelevant.
Deutschland braucht internationales Pflegepersonal, macht den Berufseinstieg aber mit unterschiedlichen Anerkennungen, Visa-Fristen und Zuständigkeiten kompliziert. Der Altenhilfeverband hätte dafür eine ungewöhnlich radikale Idee: Verfahren vereinfachen. Von Nils Sandrisser
Mehr als 250 Seiten sollen Menschen in Sachsen-Anhalt zeigen, wie sie sich gegen mögliche rechtswidrige Entscheidungen einer AfD-geführten Landesregierung wehren können. Sie erklären, wann und wie Betroffene sich wehren könnten – von Sonderklassen für Geflüchtete bis zu Einbürgerungen oder Kürzungen bei Integrationsprojekten.
Je nach Wohnort dauert der Weg zum deutschen Pass in Thüringen sehr unterschiedlich. Vergleichsweise schnell geht es im AfD-geführten Sonneberg, während Verfahren in mehreren von der CDU geführten Kommunen bis zu zwei Jahre dauern.
Eine neue Sammlung von Yad Vashem versammelt frühe Briefe jüdischer Überlebender nach 1945. Sie erzählen von Befreiung, Trauer, familiärem Verlust, seelischer Leere und der schwierigen Frage, ob und wo ein neues Leben beginnen konnte. Von Verena Schmitt-Roschmann
Die AfD erklärt die Arbeitsmarktintegration von Ukrainern zum Flop und fordert weniger Sozialleistungen. Grundlage ist eine selbst errechnete Beschäftigungsquote, die deutlich unter den offiziellen Zahlen liegt. Das Boulevardblatt „Bild“ verbreitet diese Erzählung. Von Sedat Dursun
Was gesellschaftlich sagbar ist, verschiebt sich nach Einschätzung des Militärgeheimdienstes deutlich nach rechts. Die Folgen zeigen sich auch in der Bundeswehr: Die Zahl neuer Fallbearbeitungen wegen Rechtsextremismus stieg binnen eines Jahres um rund 26 Prozent.
Zwischen Bankentürmen, Museen, Kliniken und Parks verdichten sich am Fluss die unterschiedlichen Lebenswelten Frankfurts. Das Ufer erzählt von Migration und Stadtgeschichte ebenso wie von sozialer Ungleichheit, Kultur und globaler Wirtschaft. Von Dr. Homayun Alam