Rund jeder vierte Mensch in Bayern ist selbst eingewandert oder Kind zweier eingewanderter Eltern. Beschäftigung ist der häufigste Grund für Zuwanderung – weit vor Familienzusammenführung, Flucht und Vertreibung.
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte will kommunale Amtsträger und zivilgesellschaftliche Initiativen stärker gegen rechtsextreme Einschüchterung unterstützen. Anzeigen, Abmahnungen und Klagen sollen demokratisches Engagement vor Ort nicht ausbremsen. Von Lukas Philippi
In Thüringen sind offenbar mindestens 19 rassistische Schreiben verschickt worden – an die Linke, Schulen und Polizei. Die Drohungen knüpfen mit „NSU 2.0“ an die rechtsextreme Mordserie an, bei der neun Menschen aus rassistischen Motiven und eine Polizistin ermordet wurden.
Nach westlichen Kürzungen fehlt vielen afrikanischen Gesundheitssystemen Geld. Die Trump-Regierung bietet nun Hilfen an, verlangt dafür aber Gesundheitsdaten, Einfluss auf Prioritäten und teils Zugeständnisse bei Rohstoffen. Von Helena Kreiensiek
In Rom haben Tausende Rechte und Rechtsextreme unter dem Motto „Remigration und Rückeroberung“ demonstriert. Zugleich gründete Roberto Vannacci seine Partei Futuro Nazionale – rechts von Meloni, mit harter Migrationspolitik und nationalistischer Parole.
Drei Monate vor der Landtagswahl warnen Migrantenorganisationen vor wachsender Angst in Sachsen-Anhalt. Viele Menschen mit Migrationsgeschichte denken ans Wegziehen – mit Folgen für Schulen, Kitas, Arztpraxen und Betriebe.
Papst Leo XIV. fordert auf Gran Canaria sichere und legale Wege für Geflüchtete. Europa dürfe Menschenwürde nicht beschwören und zugleich hinnehmen, dass Mittelmeer und Atlantik zu „Friedhöfen ohne Grabsteine“ werden. Von Robert Messer
Belgien prüft, verurteilte Menschen ohne Aufenthaltsrecht in ausländischen Gefängnissen unterzubringen. Die Regierung sucht Entlastung für einen überfüllten Strafvollzug, in dem Häftlinge teils auf Matratzen am Boden schlafen. Von David Hammersen
Die Zahl der Geflüchteten und Vertriebenen ist laut UNHCR erstmals seit einem Jahrzehnt gesunken. Ende 2025 waren weltweit 117,8 Millionen Menschen betroffen – viele Rückkehrer leben jedoch unter schweren und unsicheren Bedingungen.
Am Freitag tritt das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) in Kraft. Es bringt Screening, Grenzverfahren und mehr beschleunigte Entscheidungen. Auch Familien mit Kindern können in speziellen Einrichtungen landen. Kritiker warnen vor haftähnlichen Bedingungen und weniger Rechtsschutz. Von Marlene Brey