600 Einsatzkräfte, rund 50 Objekte, zwölf Bundesländer: Die Bundesanwaltschaft geht gegen mutmaßliche Mitglieder von „Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“ vor. Der Verdacht zeigt, wie organisiert rechtsextreme Jugendgewalt inzwischen auftritt.
Armut, Krieg und Inflation sind laut einer Ipsos-Umfrage die größten Sorgen der Menschen in Deutschland. Auch die Kontrolle von Einwanderung und ein Anstieg von Extremismus beschäftigen die Befragten stärker als im internationalen Durchschnitt.
Hessen erlebt erstmals einen negativen EU-Zuwanderungssaldo: Aus Polen, Rumänien und Bulgarien gehen mehr Menschen weg, als neu hinzukommen. Integrationsministerin Hofmann warnt vor Ausgrenzung – und vor einem Standortnachteil.
238 Menschen wurden in Schleswig-Holstein Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Nach Recherchen von Zebra blieb die Zahl der Angriffe nahezu konstant – besonders häufig traf es Menschen aus rassistischen Motiven.
Wer rechtspopulistische Themen übernimmt, schwächt nicht automatisch die Rechtspopulisten. Genau diese Erfahrung macht Friedrich Merz: Der harte Migrationskurs senkt Zahlen, aber nicht die Zustimmung zur AfD. Von Peter Wütherich
Ein rassistischer Ruf aus dem Fanblock, eine Spielunterbrechung, ein zunächst unauffindbarer Täter: Nach dem Regionalligaspiel zwischen Zwickau und Erfurt steht nicht nur ein einzelner Zuschauer im Fokus, sondern auch die Frage, wie konsequent der Fußball auf Rassismus reagiert.
Eine Studie aus Schleswig-Holstein legt offen, wie stark rechte Inhalte in die Lebenswelt Jugendlicher dringen. Besonders brisant: Mehr Schüler:innen berichten von Diskriminierung. Demokratie, Vielfalt und Respekt geraten spürbar unter Druck.
Die schwarz-rote Bundesregierung lobt sich für die gesunkene Zahl neu ankommender Flüchtlinge. Mit ihrer Politik habe das aber nur wenig zu tun, resümiert der Migrationsexperte Gerald Knaus im Gespräch. In der Migrationspolitik stellt er der Bundesregierung im ersten Amtsjahr kein gutes Zeugnis aus. Von Corinna Buschow
Mehr als 1,6 Millionen Syrer:innen sind seit dem Machtwechsel zurückgekehrt – die meisten aus der Türkei, dem Libanon und Jordanien. Deutschland wird einer aktuellen UN-Aufstellung als „Sonstige Länder“ mit rund 6.100 Rückkehrern geführt.
Migration, Kriminalität, Wohnungsnot, Arzttermine: Rechte Parteien verbinden fast jedes Problem mit denselben Sündenböcken. Politologin Katharina Nocun sieht die Bundesregierung auf dem Weg, diese Logik zu normalisieren. Das sei gefährlich. Von Nils Sandrisser