Ein gelöschtes Polizeischreiben im österreichischen Burgenland sorgt für massive Kritik. Die Polizei warnte vor dem „fahrenden Volk“, die Menschen sollten ihre Türen verschließen. Verbände sprechen von Antiziganismus. Das Innenministerium kündigt Sensibilisierung an. Der Zentralrat der Sinti und Roma fordert Konsequenzen.
Der Pflegebereich wächst – aber fast ausschließlich durch ausländische Beschäftigte. In einem Engpassberuf, der Millionen Menschen versorgt, wird Migration zur Stütze des Sozialstaats.
Die europäische Asylreform soll Verfahren beschleunigen und Zuständigkeiten neu ordnen. Doch kurz vor dem Start sind viele Mitgliedstaaten nicht bereit. Gerade bei Grenzverfahren und technischen Systemen zeigen sich deutliche Lücken – auch Deutschland hat noch eine offene To-do-Liste.
Die Einbürgerungszahlen in Bayern erreichen einen Rekordwert. Viele Menschen erfüllen nach Jahren in Deutschland die Voraussetzungen. Für Innenminister Herrmann ist das ein Warnsignal gegen zu schnelle Einbürgerungen. Er fordert strengere Regeln.
Jedes vierte Kind in Niedersachsen hat Sprachdefizite – die CDU fordert deshalb eine Förderpflicht noch in der Kita. Kultusministerin Hamburg richtet einen Appell an die Eltern.
Bayern macht Hymnen bei Schulabschlüssen zur Pflicht. Was als Wir-Gefühl verkauft wird, wirft gerade an vielfältigen Schulen eine heikle Frage auf: Wer definiert eigentlich dieses „Wir“?
In Teheran fehlen Medikamente, Behandlungen werden unbezahlbar. Der Krieg trifft Irans Wirtschaft dort, wo Menschen am verletzlichsten sind: in Krankenhäusern und Haushalten, deren Geld für Gesundheit nicht mehr reicht. Apotheker Siamak ist wütend und sucht nach einem Ausweg. Von Arne Bänsch und Mathis Richtmann
304 Millionen Menschen leben außerhalb ihres Geburtslandes – nur 3,7 Prozent der Weltbevölkerung. Doch ihre Rücküberweisungen bewegen 905 Milliarden Dollar. Die IOM zeigt, wie weit Fakten und Stimmungsmache auseinanderliegen.
600 Einsatzkräfte, rund 50 Objekte, zwölf Bundesländer: Die Bundesanwaltschaft geht gegen mutmaßliche Mitglieder von „Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“ vor. Der Verdacht zeigt, wie organisiert rechtsextreme Jugendgewalt inzwischen auftritt.
Armut, Krieg und Inflation sind laut einer Ipsos-Umfrage die größten Sorgen der Menschen in Deutschland. Auch die Kontrolle von Einwanderung und ein Anstieg von Extremismus beschäftigen die Befragten stärker als im internationalen Durchschnitt.