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Migration und Integration in Deutschland

Durch die Möglichkeit der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in solchen [einfachen, manuellen] Positionen hat sich die Chance der deutschen Arbeiter, sich beruflich weiterzuentwickeln und in der Betriebshierarchie aufzusteigen zweifellos verbessert.

Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

BAMF-Bilanz

Mehr Inhaber der „Blauen Karte EU“ in Deutschland

Es gibt in der Bundesrepublik derzeit 50.000 ausländische Staatsangehörige mit einer „Blauen Karte EU“. Ein Viertel der Inhaber stammt aus Indien. 4.500 Chinesen bilden die zweitgrößte Gruppe.

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Die Blaue Karte EU (elektronischer Aufenthaltstitel) © Bundesgesetzblatt 2012, bearb. MiG

Knapp sechs Jahre nach der Einführung der „Blauen Karte EU“ in Deutschland hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstmals eine Bilanz dieser Aufenthaltserlaubnis vorgelegt. Es gebe in der Bundesrepublik derzeit 50.000 ausländische Staatsangehörige mit einer „Blauen Karte EU“, sagte die zuständige Referatsleiterin Andrea Brinkmann am Donnerstag in Nürnberg. Ein Viertel der Inhaber stamme aus Indien. 4.500 Chinesen bilden die zweitgrößte Gruppe.

In Deutschland gebe es etwa 50 Möglichkeiten der legalen Migration, erklärte Brinkmann. Eine von ihnen sei die „Blaue Karte EU“. Die berechtigten ausländischen Hochschulabsolventen könnten zum Beispiel Familienangehörige auch ohne Sprachkenntnisse nachholen. Die Arbeitnehmer mit dieser Karte könnten bereits nach 21 Monaten eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen, wenn sie einen Sprachtest des Niveaus B1 bestehen, erklärte die Referatsleiterin.

Im Lauf der Jahre sei die Zahl der Neuanträge für die „Blaue Karte EU“ immer stärker gestiegen. Im Jahr 2017 hätten 11.738 Frauen und Männer mit einem Arbeitsvertrag einen solchen Ausweis erhalten. Im Jahr 2014 seien es noch 4.673 Personen gewesen. „Es spricht sich langsam herum“, sagte die Referatsleiterin. Wer aus dem Nicht-EU-Ausland eine „Blaue Karte EU“ erhalten will, muss einen Hochschulabschluss haben und mindestens 52.000 Euro verdienen. In den sogenannten „Mangelberufen“, zum Beispiel als Arzt, Naturwissenschaftler oder Computer-Fachkraft, reichen 40.540 Euro. (epd/mig)

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