MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Die Qualität einer freiheitlichen Gesellschaft bewährt sich nicht zuletzt darin, wie mit Minderheiten umgegangen wird und wie sich Minderheiten in einer Gesellschaft fühlen.

Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Studie

Erhebliche Kaufkraft-Zuwächse durch Einwanderer

Der Bevölkerungszuwachs durch die Einwanderung hat die Kaufkraft in deutschen Städten erheblich gesteigert. Das geht aus einer aktuellen Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft hervor.

Geld, Alter, Armut, Rente, Portemonnai, Euro, Hand

Das starke Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahre hat laut einer Studie die Kaufkraft in fast allen größeren deutschen Städten erheblich gesteigert. Von der Einwanderung aus dem In- und Ausland habe der Einzelhandel in Berlin mit Abstand am meisten profitiert, berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ unter Berufung einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die der Redaktion vorliegt.

Durch den Bevölkerungszuwachs zwischen 2011 und 2015 stieg demnach in Berlin das einzelhandelsrelevante Konsumpotenzial um 610 Millionen Euro pro Jahr. Das sei in Plus von 1,3 Prozent.

Zuwächse auch in der Provinz

Starke Zuwächse verzeichneten der Studie zufolge auch die Metropolen München (plus 358 Millionen Euro), Hamburg (268 Millionen Euro) und Frankfurt am Main (186 Millionen Euro). Darauf folgen Köln (164 Millionen Euro), Stuttgart (143 Millionen Euro) und Leipzig 125 Millionen Euro pro Jahr.

Auch in der vermeintlichen Provinz profitierten attraktive Städte von der Einwanderung und dem Bevölkerungswachstum, erklärte IW-Forscher Björn Seipelt. So habe sich das Konsumpotenzial in Münster, Freiburg oder Fürth überproportional erhöht. Nur im Ruhrgebiet sehe die Lage anders aus, schreiben die IW-Forscher. Die Ruhr-Metropolen Dortmund und Essen hinkten beim Kaufkraft-Zuwachs hinterher. Vor allem in kleineren Ruhrgebietsstädten sei das Konsumpotenzial kaum gestiegen. (epd/mig)

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:

Ein Kommentar
Diskutieren Sie mit!»

  1. Almighurt sagt:

    Die Argumentation ist falsch.

    Natürlich erhöht der Zuzug von Migranten die Konsumausgaben. Die Leute müssenja essen, sich kleiden und wohnen.

    Während also der Handel profitiert, ist das volkswirtschafltich ein Minusgeschäft, denn fast alle Flüchltinge müssen auf Jahren hinaus von staatlichen Transferleistungen finanziert werden.

    Das renomierte IfO-Institut und Prof. Sinn berechnen die Kosten für den Zuzug über die gesamte statistische Lebenserwartung auf mehrere hundert Millarden €. Wer hat recht?



Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...