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Migration und Integration in Deutschland

Es wird selbstverständlich sein, dass jemand Mehmet heißt und nicht Hans – wir halten das aus.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

82,5 Millionen Einwohner

Einwanderung sorgt für Bevölkerungsrekord

Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen ist durch Einwanderung bis Ende 2016 auf 82,5 Millionen Menschen gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, bedeutete das einen Zuwachs um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Menschen © ThisParticularGreg auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Einwanderung lässt die Zahl der Einwohner in Deutschland weiter steigen. Im Jahr 2016 nahm die Gesamtbevölkerung im Vergleich zum Vorjahr um 346.000 Personen (0,4 Prozent) zu und lag am Jahresende bei 82,5 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. 2015 hatte es einen deutlich höheren Anstieg um 978.000 Personen (1,2 Prozent) gegeben.

Hauptursache für den Zuwachs 2016 war nach Angaben der Statistiker wie in den Vorjahren die Einwanderung mit einem Überschuss von 498.000 Personen (2015: 1.139.000 Personen). Gleichzeitig gab es 2016 ein Geburtendefizit, weil mehr Personen starben als geboren wurden. Es fiel mit 118.000 aber niedriger aus als 2015 (188.000).

Ende 2016 lebten 9,2 Millionen ausländische Staatsbürger in Deutschland (plus 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr) sowie 73,3 Millionen Deutsche (minus 0,3 Prozent), wie es hieß. Der Ausländeranteil erhöhte sich von 10,5 Prozent im Jahr 2015 auf 11,2 Prozent im Jahr 2016.

Prognose für 2017: 82,8 Millionen

Bis zum Jahresende 2017 stieg die Bevölkerung Deutschlands voraussichtlich weiter auf mindestens 82,8 Millionen Menschen an, wie das Bundesamt erklärte. Wie durchgängig seit 2011 sei auch nach dieser Schätzung für 2017 damit zu rechnen, dass der erwartete Wanderungsüberschuss das erwartete Geburtendefizit mehr als ausgleichen werde.

Für 2017 schätzen die Statistiker einen Wanderungssaldo gegenüber dem Ausland von mindestens plus 450.000 Personen. Das Geburtendefizit fällt mit etwa 150.000 bis 190.000 voraussichtlich höher aus als 2016. Im vergangenen Jahr gab es im Vergleich zu 2016 ungefähr gleich viele Geburten (770.000 bis 810.000 gegenüber etwa 790.000 im Jahr 2016), aber deutlich mehr Sterbefälle (940.000 bis 980.000 gegenüber etwa 910.000). (epd/mig)

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