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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

Buchtipp zum Wochenende

Krieg und Chaos in Nahost. Eine arabische Sicht.

Was ist im Irak, in Ägypen oder in Libyen tatsächlich passiert. Das meiste, was Europäer darüber wissen, haben sie aus westlichen Medien. Doch wie sieht der „arabische Frühling“ aus Sicht eines syrischen Beobachters aus? Aktham Suliman gibt in seinem neuen Buch einen Einblick.

Aktham Suliman, Syrer, Nahost, Buch, Krieg und Chaos
"Krieg und Chaos in Nahost. Eine arabische Sicht." von Aktham Suliman © nomen Verlag

Millionen Menschen auf der Flucht, auch zu uns nach Europa. Blinde Gewalt überall, auch bei uns in Europa. Krieg, Flucht und Terror drohen überhandzunehmen. Was ist nur zwischen dem Westen und dem Nahen Osten in den letzten Jahren passiert?

Das neue Buch von Aktham Suliman ist ein Aufschrei gegen Befreiungs-, Demokratisierungs-, Präventiv-, Schutz-, Anti-Terror-, Pro-Frühlings- und Wie-Auch-Immer-Kriege in Nahost. Mit viel Sachverstand, Gefühl und Ironie richtet der ehemalige Al-Dschasira-Korrespondent einen speziellen, arabischen Blick auf die Entwicklungen der letzten 25 Jahre im Orient.

Der Autor zeichnet die unsichtbare Verbindungslinie zwischen dem Islamischen Staat, dem Arabischen Frühling, dem Irakkrieg, den Angriffen vom 11. September 2001 und dem Zweiten Golfkrieg. Er versucht das Muster hinter den „Dingen“ zu erkennen und nimmt dabei seine Leser mit auf eine spannende analytische, journalistische und biografische Reise. „Weder wüstengelb, noch himmelblau: Blutrot war die eigentliche Farbe von Bagdad im Jahr 2003, denn das Zeitalter des gesichtslosen Todes war angebrochen“, so Suliman über den Irak-Krieg.

Nahostexperte und Journalist

Aktham Suliman, Jahrgang 1970, ist ein deutsch-syrischer Nahostexperte und Journalist. Als er im Sommer 2012 aus Protest gegen zunehmend tendenziöse Berichterstattung seinen Job beim weltbekannten arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira nach über 10 Jahren kündigte, schrieb der Focus: „Mr. Al-Dschasira geht“.

Einem breiten deutschen Publikum wurde er durch seine Teilnahme an TV-Diskussionsrunden und Talkshows zu Nahost-Themen bekannt. Er studierte Publizistik, Politologie und Islamwissenschaft und lebt als freier Autor in Berlin. (mig)

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