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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Studie

Arbeitsmarkt profitiert massiv von EU-Einwanderern

Einwanderer aus dem EU-Ausland tragen einen bedeutenden Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Deutschland bei. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hervor.

Laptop, Arbeit, Computer, Experte
Mobil arbeiten am Laptop © Ed Yourdon auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert massiv von Einwanderung aus dem EU-Ausland. Die Migranten hätten einen bedeutenden Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland geleistet, heißt es in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Danach sind drei Viertel der erwerbstätigen EU-Einwanderer in qualifizierten Tätigkeiten beschäftigt, ein Fünftel sogar in hoch spezialisierten Expertentätigkeiten.

Insgesamt liege die Erwerbstätigenquote der EU-Ausländer mit 77,4 Prozent auf dem gleichen Niveau wie in der Gesamtbevölkerung. Der Akademikeranteil der 25- bis 64-jährigen Einwanderer liege bei 31,1 Prozent. Bei der Qualifikation gebe es allerdings erhebliche Unterschiede: So seien die Migranten aus Nord- und Westeuropa deutlich besser qualifiziert als Einwanderer aus den östlichen EU-Mitgliedsländern.

Im Jahr 2014 lebten in Deutschland rund 915.000 EU-Ausländer, die zwischen 2004 und 2012 eingewandert sind. Das entspricht mehr als einem Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp die Hälfte von ihnen wohnte in den wirtschaftsstarken Südländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, wohingegen auf die neuen Bundesländer ohne Berlin zusammen nur rund fünf Prozent entfielen. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. aloo masala sagt:

    Migazins größte Schwäche ist die Unfähigkeit eines kontroversen Diskurs bzw. die Abbildung von verschiedenen Meinungen. Im Grunde verhält sich Migazin wie ein Kampagnenblatt mit festgelegter Agenda, die ähnlich wie die BILD-Zeitung nur einen engen Meinungskorridor zulässt, sich aber vornehmer ausdrückt.

    Teil dieser unreflektierten Agenda besteht darin, PR-Kampagnen von arbeitgebernahen Instituten als Studien zu promoten, nur weil die Wörter „Zuwanderung ist nützlich“ vorkommen. Es wird nicht kritisch hinterfragt, für wen die Zuwanderung eigentlich nützlich ist. Für die Zuwanderer, für die deutsche Bevölkerung inklusive Einwanderer vorheriger Generationen oder vielleicht doch in erster Linie für die Unternehmen, um Löhne zu drücken? Wenn es einen Facharbeitermangel gibt, weshalb steigen dann nicht die Löhne? Das sind Fragen, die Migazin sich nicht stellt, sich nicht stellen will und sich auch nie stellen wird.



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