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Migration und Integration in Deutschland

Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Innenministerium

Zahl der Asylsuchenden weiter rückläufig

Im Januar 2017 sind rund 14.500 neue Asylsuchende nach Deutschland eingereisten. Die meisten kamen aus Syrien, Irak, Eritrea und Afghanistan. Damit ist die Zahl der Asylsuchenden weiter rückläufig: Im Januar 2016 wurde noch von 90.000 Schutzsuchenden ausgegangen.

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Asyl © Tjook @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Im ersten Monat des Jahres wurden rund 14.500 neue Asylsuchende in Deutschland erfasst. Das Bundesinnenministerium veröffentlichte am Mittwoch in Berlin die Asylstatistik für Januar. Erstmals fußen die Angaben auf dem neuen Kerndatensystem, mit dem alle neuen Flüchtlinge registriert werden und das Mehrfacherfassungen ausschließen soll.

Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden waren Syrien (rund 2.700), Irak (rund 1.100) und Eritrea (rund 1.000). Mit 963 Asylgesuchen landete Afghanistan auf Platz vier der Hauptherkunftsländer.

Im Januar 71.000 Anträge entschieden

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschied den Angaben zufolge im Januar über fast 71.000 Asylanträge. 23,3 Prozent der Antragsteller erhielten den Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention oder Asylrecht nach dem Grundgesetz. Für weitere 18,4 Prozent wurde der untergeordnete subsidiäre Schutz erteilt, der den Familiennachzug ausschließt. Für 5,7 Prozent der Antragsteller wurden Abschiebungsverbote ausgestellt.

Die Zahl unerledigter Asylanträge beim Bundesamt lag Ende Januar bei rund 385.000 und ist damit erstmals wieder unter die 400.000er-Marke gesunken. Der Antragsberg war durch die große Fluchtbewegung seit dem Spätsommer 2015 angewachsen. (epd/mig)

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