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Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

TV-Tipps des Tages

17.02.2016 – Imam, Muslime, Seelsorger, Zweite Weltkrieg, Flüchtlinge

TV-Tipps des Tages sind: Der Imam und die Knackis: Seit drei Jahren kümmert sich der muslimische Seelsorger Mustafa Cimsit im Gefängnis in Frankfurt-Preungesheim um die muslimischen Insassen; Der Hodscha und die Piepenkötter; Fremde Heimat; Willkommen auf Deutsch

Fernsehen, Medien, TV, Programm, Integration, Migration, Migranten
Die MiGAZIN TV-Tipps © MiG

Der Imam und die Knackis
Dokumentation (Gesellschaft – Religion, Kirche) – Seit drei Jahren kümmert sich der muslimische Seelsorger Mustafa Cimsit im Gefängnis in Frankfurt-Preungesheim um die muslimischen Insassen.

Der Film gewährt Einblicke in die Welt muslimischer Straftäter, in der religiöse Eiferer versuchen, das Zepter in die Hand zu nehmen. Mustafa Cimsit zeigt, wie man dem etwas entgegensetzen kann: Mit Fürsorge und dem Lehren von kritischem Koranverständnis.

Am Anfang ist so mancher Häftling irritiert: Ist der kumpelhafte Typ, der stets für einen Scherz zu haben ist, am Ende doch einer von ihnen, ein Knastbruder? Doch spätestens wenn dieser abends aus dem Gefängnis heraus spaziert, wird auch dem Neuankömmling klar, dass es sich bei Mustafa Cimsit um den Imam handelt, der aus beruflichen Gründen im Knast ist.

Gerade Neuankömmlinge sind für die Extremisten im Gefängnis leichte Beute. Das hat schon manchmal dazu geführt, dass ein Häftling als Kleinganove ins Gefängnis kam und es als religiöser Fanatiker wieder verlassen hat. Als etwa der 25-jährige schüchterne Hasan K. wegen schweren Raubes ins Gefängnis kam, kümmerten sich die Salafisten um ihn und boten ihm in dieser schwierigen Situation Hilfe an. Hasan fand bei den salafistischen Gefangenen Anerkennung und eine Art Ersatzfamilie. Mi, 17. Feb · 11:30-12:00 · 3sat

Der Hodscha und die Piepenkötter
Fernsehfilm – Droht mit dem Bau einer Moschee unweigerlich die Islamisierung des Abendlandes? Für nicht wenige Mitbürger scheint das festzustehen. Höchste Zeit, den aktuellen Ereignissen rund um Politik, Toleranz und Glaube eine spritzige, politisch nicht immer korrekte Komödie entgegenzusetzen, die den Extremisten auf beiden Seiten sehr unterhaltsam Saures gibt: „Der Hodscha und die Piepenkötter“. Mi, 17. Feb · 20:15-21:45 · Das Erste (ARD)

Fremde Heimat (1/2)
„Wir haben nichts mehr, wir sind nichts mehr, wir sind also am tiefsten Punkt der sozialen Leiter gelandet“: So empfand der damals 16-jährige Robert Brokoph aus dem Memelland die Vertreibung. Mehr als zwölf Millionen Menschen teilen dieses Schicksal am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die zweiteilige Dokumentation „Fremde Heimat“ wirft einen kritischen Blick auf das Schicksal der Vertriebenen nach 1945. Was erwartete die Flüchtlinge und Vertriebenen, als sie angekommen waren und in der noch fremden, der neuen Heimat bleiben mussten? Wie schwer war es für sie, dort von vorne anzufangen? Was bedeutete es für diese Menschen, nicht nur mittellos, sondern auch all ihrer sozialen Bezüge und ihrer vertrauten Umgebung beraubt zu sein? Und wie wurden sie von den Einheimischen aufgenommen? Mi, 17. Feb · 20:15-21:00 · 3sat

Willkommen auf Deutsch
In Deutschland geht die Angst vor einer neuen Flüchtlingswelle um. Im vergangenen Jahr haben hier 200.000 Menschen Asyl beantragt, in diesem Jahr werden es noch mehr sein. Doch was passiert, wenn in der Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber einziehen? Wenn Menschen aufeinandertreffen, die sich fremd sind, die nicht einmal miteinander reden können? – Der Dokumentarfilm „Willkommen auf Deutsch“ setzt bei den deutschen Nachbarn an, bei ihren Sorgen und Vorurteilen. Do, 18. Feb · 00:40-02:10 · SWR BW

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