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Migration und Integration in Deutschland

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Eurostat

Zahl der Asylanträge in der EU steigt weiter

Die Zahl der Asylanträge hat in Europa weiter zugenommen. Vor allem die Zahl der Syrer und Afghanen steigt. Der EU-Mitgliedsstaat mit den meisten erstmaligen Asylanträgen war Deutschland, im Vergleich zur Einwohnerzahl liegt aber Ungarn vorn.

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Asyl © Tjook @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Zahl der Asylanträge in Europa nimmt weiter zu. Im zweiten Quartal 2015 beantragten 213.000 Asylsuchende erstmals Schutz in der Europäischen Union. Das waren 85 Prozent mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Gegenüber dem ersten Quartal 2015 ist das ein Anstieg von über 15 Prozent.

Insbesondere die Zahl der Syrer und Afghanen erhöhte sich beträchtlich und erreichte von April bis Juni fast 44.000 bzw. 27.000. Syrische und afghanische Staatsangehörige stellten damit ein Drittel aller erstmaligen Antragsteller in der EU. Die Zahl der Bewerber aus dem Kosovo, die in den ersten drei Monaten dieses Jahres die größte Gruppe bildeten, ging von fast 50.000 auf knapp über 10.000 zurück.

Der EU-Mitgliedsstaat mit den meisten erstmaligen Asylanträgen war Deutschland: Hier wurden 80.900 bzw. 38 Prozent der Asylbewerber registriert. Es folgten Ungarn mit 32.700 (15 Prozent) und Österreich mit 17.400. In Italien, Frankreich und Schweden wurden jeweils über 14.000 Asylsuchende registriert.

Im Vergleich zur Einwohnerzahl wurde im zweiten Quartal 2015 die höchste Quote in Ungarn festgestellt. Dort kamen 3.317 erstmalige Bewerber auf eine Million Einwohner. Die niedrigsten Quoten gab es in der Slowakei (fünf Bewerber je eine Million Einwohner) und in Kroatien (sechs). (epd/mig)

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