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Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Landtagswahlen 2014

Wahlergebnisse Sachsen: CDU gewinnt, AfD drin, FDP und NPD raus

Die AfD ist drin, der Rest bleibt beim Alten. Nur die FDP und NPD sind nicht mehr dabei. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der Landtagswahlen 2014 in Sachsen. Die Regierung wird erneut die CDU bilden – wahrscheinlich mit der SPD.

Hochrechnungen zufolge hat die CDU die Landtagswahl in Sachsen gewonnen (39,4 %), gefolgt von Linke (18,9 %) sowie SPD (12,4 %). Neu in den sächsischen Landtag zieht die rechtspopulistische AfD ein mit 9,7 %. Ebenso dabei sind die Grünen (5,7 %). Im Landtag nicht mehr vertreten ist die FDP (3,7 %) und die rechtsextreme NPD. Die Nationalsoziatlisten verpassen den Einzug ins Landtag mit 4,95 % hauchdünn.

Am meisten zulegen konnte im Vergleich zu den Vorwahlen die AfD, die zum ersten Mal an einer sächsischen Landtagswahl teilnahm. Zulegen konnten auch die Sozialdemokraten (+2 %). Das war es auch schon auf der Habenseite. Sonst gab es nur Verlierer, allen voran die FDP mit einem Minus von 6,2 %. Es folgen Linke (-1,7 %), CDU (-0,8 %), Grüne (-0,7 %) und die NPD mit einem Minus von 0,6 %.

Schlechtestes Wahlergebnis für CDU
Obwohl die CDU in Sachsen ihr bisher schlechtestes Wahlergebnis erzielt, werden sie erneut die Regierung bilden. Nach dem Wegfall des bisherigen Koalitionspartners FDP kommen rein rechnerisch die Linkspartei, die SPD oder die AfD in Frage. Die besten Chancen auf die Juniorpartnerschaft dürften allerdings die Sozialdemokraten haben. Die Linkspartei dürfte aufgrund großer inhaltlicher Differenzen für die Christdemokraten nicht in Betracht kommen, und mit der AfD schließt die Bundes-CDU eine Koalition aus. Mit der SPD hingegen, hat die CDU bereits 2004 bis 2009 regiert.

Ein neues Tief erreichte die Wahlbeteiligung in Sachsen. Nicht einmal jeder zweite Sachse (49,2 %) ging an die Wahlurne. Im Vergleich zu den Wahlen zuvor ist das Rückgang von rund 4 Prozent; und im Vergleich zur ersten Sachsen-Wahl im Jahr 1990 ein Minus von 25 %. (Stand 23:52 Uhr, 31.08.2014) (etb)

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