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[Die Verhinderung der Sesshaftmachung] würde den Vorteil haben, dass das Interesse an einer Familienzusammenführung zurückgeht und damit uns erheblich geringere Infrastrukturkosten entstehen würden.

Ein Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Weber, 1974

Türkische Presse Türkei

03.12.2013 – CDU, SPD, Türkei, Angola, Moody’s, Islam, Koalitionsvertrag

Die Themen des Tages sind: Historischer Rekord: Die höchste Exportsumme in der Republiksgeschichte; Die Mehrheit Der Bevölkerung in der Türkei wünscht keine Einmischung ins Privatleben; Türken in Deutschland lehnen Koalitions-Vertrag ab; Der Islam und der christliche Evangelikalismus werden in Angola unterdrückt

VONBYEGM, TRT

DATUM3. Dezember 2013

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Die Mehrheit Der Bevölkerung in der Türkei wünscht keine Einmischung ins Privatleben
Gegen eine Einmischung des Staates in private Angelegenheiten ist die Mehrheit der türkischen Bevölkerung. Das ergab eine Umfrage die in Ankara ansässigen Forschungsinstitut MetroPOLL durchgeführt hat. „Die Regierung sollte nicht in das Privatleben der Bürger eindringen“ sagten 73,1 Prozent der Befragten. 20,3 Prozent waren gegenteiliger Ansicht. Die Übrigen haben keine Meinung.

Vom 23. bis 25. November wurde die Umfrage telefonisch unter 1.263 zufällig ausgewählten Erwachsenen mit Wohnsitz in Städten, Gemeinden und Dörfern durchgeführt. Die Geister scheiden sich offenbar an der Wahrnehmung dessen, was bisher bereits in diese Richtung vollzogen wurde, obschon sich die Mehrheit in dieser Frage einig zu sein scheint. Denn: Auf die Frage hin, ob sich die regierende AKP schon einmische, waren sich die Befragten weniger einig. während 50 Prozent mit nein antworteten, 43 Prozent sagen ja.

Türken in Deutschland lehnen Koalitions-Vertrag ab
Die Türkische Gemeinde (TGD) in Deutschland hält nicht viel vom Koalitions-Vertrag zwischen CDU und SPD. Von der SPD fühlen sich die Deutsch-Türken betrogen. Die Abschaffung der Optionspflicht im Rahmen des Staatsbürgerschafts-Rechts wird besonders argwöhnisch beäugt. Die SPD-Spitze hatte vor den Bundestagswahlen der Türkischen Gemeinde in Deutschland eine Garantie für die doppelte Staatsbürgerschaft gegeben. Es wird sie doch nun nicht geben. Eine Reihe von Deutsch-Türken gegen den Koalitions-Vertrag wird beim SPD-Mitgliedervotum stimmen.

Den Deutsch-Türken habe die SPD vor der Bundestagswahl eine „Garantie“ dafür gegeben, dass die doppelte Staatsbürgerschaft wieder eingeführt werde. TGD-Vorsitzender Kenan Kolat sagte dazu: „Was uns wütend macht ist, dass sowohl Gabriel als auch Steinbrück uns versprochen haben, dass ohne die doppelte Staatsbürgerschaft mit der SPD keine Regierungsbildung möglich sei“.

Türkische Kinder verlieren Interesse am TV
Täglich mehr als zwei Stunden verbringen türkische Kinder über sechs Jahre mit ihrem Handy und fast zwei Stunden vor dem Fernseher. Eine Verschiebung weg vom TV in Richtung mobiler Kommunikation und Internet zeigt eine vom Obersten Rat für Hörfunk und Fernsehen in der Türkei (RTÜK) in Auftrag gegebene Untersuchung. Damit sind die Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren den westlichen Ländern meilenweit voraus.

Für türkische Jugendliche ist der wichtigste Begleiter das Handy. Eine Untersuchung unter 4.306 Schülern in 26 türkischen Städten ergab das, die der Oberste Rat für Hörfunk und Fernsehen in der Türkei (RTÜK) durchgeführt hat. Auch einen echten wirtschaftlichen Vorteil bedeutet diese intensive Nutzung digitaler Technologien in jungen Jahren. Während Türkische Schüler im Alter zwischen sechs und 18 Jahren im Schnitt eine Stunde 55 Minuten vor dem TV verbringen, verbringen sie täglich durchschnittlich zwei Stunden 39 Minuten mit ihren Mobiltelefonen. Mit dem Titel „Mediennutzung der Kinder in der Türkei“ ist das das Ergebnis einer Umfrage.

Der Islam und der christliche Evangelikalismus werden in Angola unterdrückt
Weder Islam noch eine Reihe von Freikirchen sind staatliche anerkannte Religions-Gemeinschaften in Angola. Die katholische Kirche macht in Angola Stimmung gegen Muslime und evangelikale Christen. Die seien pervers, gewalttätig und intolerant. An der Verfolgung von Nicht-Katholiken ist auch Angolas Regierung beteiligt. So werden der christliche Evangelikalismus und der Islam in Angola unterdrückt. Hingegen ist die Katholische Kirche anerkannt.

In den kommenden Monaten dürfte sich die Situation der Freikirchen und der islamischen Gemeinschaft noch weiter verschlechtern. Offenbar werden keine Schritte gen Religionsfreiheit und Menschenrechte werden die die katholische Kirche des Landes und der Staat getan.

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