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TV-Tipps des Tages

11.10.2013 – Migranten, Juden, Integration, Safranbolu, Türkei

TV-Tipps des Tages sind: Arbeiten für die Seele – Integration von psychischen Kranken; Safranbolu – Eine Zeitreise zur anatolischen Seidenstraße: Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße

VONÜmit Küçük

DATUM11. Oktober 2013

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Arbeiten für die Seele – Integration von psychischen Kranken
Psychische Erkrankungen sind mittlerweile die Hauptursache dafür, dass Menschen arbeitsunfähig werden und Invaliditätspensionen beziehen. Viele Betroffene sind allerdings durch die Behandlung mit Medikamenten und Psychotherapien arbeitsfähig geworden. Sie suchen Arbeit, aber meist vergeblich. Die Stigmatisierung psychisch Kranker ist in der Arbeitswelt noch sehr groß. In Wien bekommen sie in einem Neu- und Wiedereinstiegs-Projekt eine neue Chance. Die gemeinnützige Gesellschaft Reintegra verhilft ihnen zu Arbeitsplätzen, die auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Je nach Fähigkeit und Begabung werden sie in Tätigkeiten wie Schweißen, Stanzen, Verpacken, Tischlern oder Bemalen eingeschult und teilzeitbeschäftigt. Sie arbeiten in den Wiener Werkstätten von Reintegra oder bei Firmen wie dem Hersteller von Druckkapseln- und Geräten iSi oder dem Bauteilhersteller Electroplast. Die meisten Beschäftigten leiden unter Schizophrenie, Depressionen oder Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Arbeit ist Balsam für ihre Seele. Zu Hause wird ihre Krankheit durch die Eintönigkeit und das Nichtstun verschlimmert. Die geordnete Tagesstruktur und die Wertschätzung des Arbeitslebens hingegen ist ihnen ein Halt im Leben. Fr, 11. Okt • 09:30-10:15 • BR-alpha

Safranbolu – Eine Zeitreise zur anatolischen Seidenstraße
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Seine Bewohner – Türken, Griechen und Juden – waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Dadurch wurde ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert. Seit 1994 wird die urbane Kleinstadt als Weltkulturerbe geschützt.

Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Metropole Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als „Hintergarten des Topkapi-Serail“, des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner – Türken, Griechen und Juden – waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturmes im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung. Fr, 11. Okt • 21:45-22:00 • tagesschau24

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