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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

Neue Wähler braucht das Land

Deutsche Parteien auf Stimmenfang unter Migranten

In den USA ist Ethnic Campaigning nichts Außergewöhnliches. Bürger mit Migrationshintergrund werden als besondere Wählergruppe angesprochen. Schon seit den 1960ern wird das Wahlverhalten von Einwanderern analysiert. Da steckt Deutschland noch in den Kinderschuhen oder?

VONBuchta, Erdmeier, Kruse, Huhn, Düttmann, Hunger

Marie Buchta, studiert am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.

Manuel Johannes Erdmeier, Masterstudium 'Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen' Universität Osnabrück.

Kristine Kruse, Masterstudium 'Journalistik und Kommunikationswis- senschaft' Universität Hamburg.

Journalistische Leitung:
Daniel Huhn, Journalist und Filmemacher vorzugsweise im Bereich Migration.

Tobias Düttmann, Bildungsreferent in Projekten zur historisch-politischen Jugend- und Erwachsenenbildung.

Der Beitrag ist entstanden im Rahmen des Seminar Ethnic Campaining am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück unter Leitung von PD Dr. Uwe Hunger, Politologe und Vertreter der Professur für Migrationssoziologie in Osnabrück.

DATUM19. September 2013

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RESSORTLeitartikel, Politik

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Sie könnten am 22. September das Zünglein an der Waage sein: Rund 5,8 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund sind in diesem Jahr wahlberechtigt. Keine Partei kann es sich mehr leisten, diese Wählergruppe noch zu ignorieren. Doch was in den USA seit Jahren unter dem Stichwort Ethnic Campaigning zu jedem Wahlkampf gehört, wurde in Deutschland bisher kaum beachtet.

Wie sieht es in diesem Jahr aus? Inwiefern unterscheiden sich die Ansprachen bei den großen Parteien? Diesen Fragen geht ein Podcast auf den Grund, in dem Experten aus Wissenschaft und Politik sowie Parteienvertreter mit und ohne Migrationshintergrund zu Wort kommen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Und wie ist die Stimmung auf der Straße kurz vor der Wahl? Eine kleine Umfrage zeigt ein buntes Stimmungsbild. Ob und wie fühlen sich die Migranten in Deutschland überhaupt von der Politik und dem diesjährigen Bundestagswahlkampf angesprochen.

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Ein Kommentar
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  1. Han Yen sagt:

    Was für ein Schmarrn ? Die USA pilotiert die Inklusion ihrer Immigranten in die Handels-, Gründungs- und Sicherheitspolitik unter der Schirmherrschaft Hillary Clintons. Das ist gegenüber der älteren kleinkarierten Community Development Politik fortschrittlich. Die alten Pfeiler waren Kirche, Nachbarschaft, Community College und das Community Reinvestment Act. Die Kirche bot eine überethnische, überfamiliäre Öffentlichkeit, um Debatten anzustossen. Das Community College wurde durch Nachbarschaftsgruppen mit gelenkt, und man konnte da neben formale Bildung auch den Führerschein machen und sich ärtzlich untersuchen lassen. Das Community Reinvestment Act zwang Finanzinstitutionen, Sparguthaben der Immigranten auch teilweise wieder als Kredit an Menschen in deren Wohnbezirke zu vergeben. Inzwischen redet man man Diaspora Direct Investment bei der transnationalen Zusammenarbeit zwischen lokalen Ein- und Auswanderungsregion, Diaspora Entrepreneurship Partnerschaften um Gründungen in den Auswanderungsregionen aus dem Silicon Valley und den Ivy league Universitäten zu forcieren, Diaspora Diplomacy um Friedensarbeit zu delegieren an die Immigranten, deren Länder Zielgebiet der US Aussenpolitik sind, Diaspora Philantropy für Naturkatastrophen in den Auswanderungsregionen. Hinzu werden in der UNO globale Foren veranstaltet für Unternehmerverbände in den Ein- und Auswanderungsregionen. Gewerkschaften, Konsumentenverbände und Menschenrechtsorganisationen organisieren sich transnational. Globale Öffentlichkeiten kommen auf durch attac und das Weltsozialforum. Die Mikrokreditindustrie versucht migrantisches Sparkapital zu mobilisieren für das Farming im globalen Süden. Niemand interessiert sich für Ethnic Campaigning – alle interessieren sich für den Bau von interegionalen Institutionen, Portierbarkeit von politischen, sozialen und kulturellen Rechten.



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