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Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

Neue Zahlen

1,6 Millionen Ausländer leben in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen leben laut Zensus 2011 rund 1,6 Millionen Ausländer. Bisher gingen Statistiker von 1,9 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit aus. Im Ländervergleich belegt NRW damit den sechsten Platz.

Rund 9,2 Prozent der insgesamt 17,5 Millionen Einwohner in Nordrhein-Westfalen hatten am 9. Mai 2011 keine deutsche Staatsbürgerschaft. Wie das statistische Landesamt anhand der Ergebnisse des Zensus 2011 mitteilt, lebten am Zensusstichtag 1,6 Millionen Ausländer an Rhein und Ruhr. Bisher waren die Statistiker – nach den auf Basis der Volkszählung 1987 fortgeschriebenen Bevölkerungszahlen – davon ausgegangen, dass in Nordrhein-Westfalen 1,9 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit leben.

Die nunmehr im Rahmen des Zensus 2011 festgestellte Ausländerzahl (1,6 Millionen) ist um 27,5 Prozent höher als vor einem Vierteljahrhundert (Volkszählung 1987); der Ausländeranteil ist von 7,5 auf 9,2 Prozent gestiegen. In 357 von 396 Städten und Gemeinden in NRW ist die Zahl der Personen, die keinen deutschen Pass besitzen, gegenüber der Volkszählung 1987 gestiegen. Bei Betrachtung des Ausländeranteils auf Länderebene belegt Nordrhein-Westfalen nach Hamburg (12,4 Prozent), Berlin (11,3 Prozent), Hessen (11,1 Prozent), Baden-Württemberg (10,8 Prozent) und Bremen (10,8 Prozent) den sechsten Platz.

Zu den Ausländern werden in dieser Statistik auch Staatenlose sowie Personen ohne Angaben zur Staatsangehörigkeit gezählt. Personen mit einer deutschen Staatsangehörigkeit gelten als Deutsche, unabhängig vom Vorliegen weiterer Staatsangehörigkeiten. (hs)

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