MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Die Zerteilung der Arbeit in kurze und ständig zu wiederholende, gleichförmige Handgriffe ermöglicht es, Arbeiter ohne Qualifikation und ohne Kenntnis der deutschen Sprache einzusetzen; die Art der Arbeit erfordert es vielleicht sogar.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Proteste in Istanbul

Türkische Wutbürger

Es geht schon längst nicht mehr um Bäume. Die Proteste in der Türkei haben mit einem friedlichen Zeltlager gegen eine Shopping-Mall angefangen, doch mittlerweile richten sie sich gegen den Regierungsstil von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Soziale Netzwerke helfen bei der Verbreitung der Protestbewegung. Eine Analyse.

VONCanan Topçu

 Türkische Wutbürger
Die Autorin studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Hannover, absolvierte ein Volontariat bei der Hannoverschen Allgemeine Zeitung und arbeitete 13 Jahre lang bei der Frankfurter Rundschau. Als freiberufliche Journalistin, Moderatorin und Referentin konzentriert sie sich auf die Themen rund um Integration, Migration und Islam. An der Hochschule Darmstadt ist sie im Fachbereich Media als Dozentin tätig. Sie war Teilnehmerin der Deutschen Islamkonferenz unter Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Mitglied im Beraterkreis Integration von Muslimen des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Vorbereitungsausschuss für die bundesweit stattfindende Interkulturelle Woche. Mehr unter schreibenundsprechen.eu

DATUM5. Juni 2013

KOMMENTARE15

RESSORTAktuell, Meinung

SCHLAGWÖRTER , , ,

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Wann immer ich mit Freunden aus Deutschland nach Istanbul reiste, sie durch „meine Stadt“ führte und ihnen Orte meiner Kindheit zeigte, war seit Anfang der 1990er Jahre auch das Swissotel Bosphorus eine Station der Sight-Seeing-Route. Am Vorplatz des Dolmabahçe-Sarayi, dem Palast des letzten Osmanischen Sultans, mit Blick auf die bombastische Bettenburg, stellte ich Freunden stets die selbe Frage: „Hätte im Park von Versailles oder von Sanssouci oder in den Grünanlagen eines anderen historischen Stätte ganz ohne Proteste ein Hotel entstehen können – noch dazu eines, das nichts anderes als ein hässlicher Betonklotz ist?“

Ich konnte mir das nicht vorstellen. Dass in der türkischen Metropole historische Grünanlagen ohne mit der Wimper zu zucken dubiosen Städtebauprojekten geopfert wurden, das musste ich mir nicht vorstellen. Ich konnte es mir anschauen: Ein Teil des Palastgartens war ja zum Baugrund umgewidmet worden, ohne dass sich Protest dagegen formiert hatte. Ein Grund dafür: Zivilgesellschaftliches Engagement und Bürgerinitiativen – das war vor zwei Jahrzehnten kaum bekannt in der Türkei.

Es begann wie bei „Stuttgart 21“
Zwei Jahrzehnte später sieht die Situation am Bosporus ganz anders aus: Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan trotzt Expertisen von Fachgremien und dem Widerspruch einer Vielzahl von Städteplanern, hält an seinem Vorhaben fest, auf dem Areal des Gezi-Park am zentralen Taksim-Platz eine Shopping-Mall zu errichten – und zwar nach Plänen einer Kaserne aus osmanischer Zeit.

Als Mitte vergangener Woche bekannt wird, dass es eine Order fürs Fällen der Bäume gibt, bäumt sich Widerstand auf. Ein paar dutzend Menschen errichten vor Ort ein Zeltlager, um gegen die Vernichtung eines der letzten Grünanlagen im städtischen Raum zu protestieren und um zu verhindern, dass die Bäume gefällt werden. Bürger, die sich mit ihrem Viertel identifizieren, die einen Sinn für Städtebau und auch ökologisches Bewusstsein haben und das wenige Grün der zur Megacity mutierten Stadt nicht gegen wirtschaftliche Interessen austauschen wollen, machen sich vergangenen Mittwoch auf den Weg zum Gezi-Park.

Es sind vor allem junge Menschen – Menschen mit friedlichen Absichten, Frauen und Männer, von denen so manche im Ausland studiert haben, die berufliche und private Kontakte nach Europa und in andere Teile der Welt haben und auch mithilfe der neuen Medien über den Tellerrand schauen. Es sind Studenten, Akademiker, Angestellte, Künstler, Mittelstandsbürger, Menschen mit unterschiedlichen politischen Einstellungen und Lebensstilen, Menschen, die global vernetzt sind und Organisations- und Protestformen aus funktionierenden Demokratien in ihrem Land auch umsetzen wollen.

Leider bleibt es nicht friedlich
Gerade deswegen agieren sie nicht als Mitglieder der Oppositionspartei, nicht als Vertreter bestimmter Organisationen und nicht als Angehörige ethnischer oder religiöser Gruppen – den Demonstranten ist es wichtig, als Bürger wahrgenommen zu werden, die hoffen, dass ihr ziviles Ungehorsam wirksam wird. Sie schlagen ihre Zelte auf und machen mit Lesungen und Konzerten auf ihr Anliegen aufmerksam. Es ist eine friedliche Versammlung von Menschen, die sich Ende Mai auf den Weg gemacht haben, um im Park von Ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen wollen.

Es bleibt aber nicht lange friedlich! Die Polizei geht unverhältnismäßig hart vor, zielt willkürlich mit Wasserwerfern und Tränengas auf die Demonstranten. Berichte, Bilder und Videoaufnahmen darüber werden über Soziale Netzwerke in Umlauf gebracht, was dem Protest eine neue Dynamik verleiht. Am Tag zwei machen sich Tausende Istanbuler auf dem Weg zum Park, um sich mit den Demonstranten zu solidarisieren. Die Polizei hält an der Gewaltstrategie fest – auch in den darauffolgenden Tagen. Einige Tote, mehr als 2000 Verletzte und hunderte von inhaftierten Demonstranten: Das ist am Montagabend die Bilanz nach den Protesten, die auch auf andere Städte übergeschwappt sind.

Es gibt aber auch eine ganz andere Interpretation des Aufstands in der Türkei, dessen Ausgangspunkt der Gezi-Park war und der sich am Wochenende zu Demonstrationen gegen den Regierungsstil von Premier Erdoğan ausweitete. „Warum nur solch ein Aufschrei wegen ein paar Bäume?“, fragt sich allen Ernstes ein Teil der Menschen in der Türkei; ein anderer Teil braucht nicht davon überzeugt zu werden, „dass den Protestierenden eigentlich die Bäume egal sind und sie lediglich einen Anlass suchen, um Unruhe zu stiften und das Image der wirtschaftlich wachsenden Türkei im Ausland zu beschädigen“, heißt es in einem Pro-Erdoğan-Facebook-Posting.

Unterhaltungsprogramm in türkischen Medien
Diese Bürger sind ganz auf Erdoğans Seite, es sind die 50 Prozent, für die er seine Politik umsetzt. Der Ministerpräsident tritt am Montagmorgen vor seiner planmäßig erfolgten Rundreise nach Marokko, Tunesien und Algerien vor die Presse und erklärt, dass hinter den Protesten steckten „ausländische Mächte“ und „ein paar Herumtreiber und Extremisten“. Wieder einmal wittert Erdoğan Verschwörungstheorien und marginalisiert die Hälfte der türkischen Bevölkerung, die seinen autokratischen Regierungsstil nicht mehr ertragen will. „Ein paar Vagabunden, die der Türkei schaden wollen“, wie der Premier verkündet – diese Ansicht teilen seine Anhänger sein und all jene, die sich lediglich über die kommerziellen und auf Regierungslinie gebrachten Medien informieren.

Während am Wochenende ausländische TV-Kanäle und Radioprogramme über die Aufstände in Istanbul, Ankara, Izmir und anderen Städten berichteten, sparen nämlich türkische Mainstreammedien die Ereignisse im Land aus und füllen ihre Sendezeit mit Serien und anderen Unterhaltungsprogrammen. Über Facebook, Twitter und andere soziale Kanäle werden die Ereignisse aber penibel dokumentiert, im Sekundentakt Fotos, Videos und Berichte in Umlauf gebracht. Regierungstreue Nutzer der Sozialen Netzwerke unterstellen, dass die Postings, Filme und Fotos Fakes seien. Die „Bewegung“ zu diskreditieren, gelingt ihnen aber nicht.

Die „Bewegung“, so bezeichnen die Demonstranten ihren Aufstand gegen Erdogan. Und immer wieder ermahnen sie sich, Ruhe zu bewahren und sich bloß nicht aufhetzen zu lassen – nicht von der Polizei und nicht von den Provokateuren, die sich unter die Menschenmengen mischen, um den friedlichen Protest, in dem es in der Tat längst nicht mehr um Bäume geht, nicht eskalieren zu lassen.

Sie lassen sich nicht mehr vorschreiben, was sie denken sollen
Der Aufstand in der Türkei, der in Istanbul mit ein paar hundert Menschen im Gezi-Park begann und denen sich nach der massiven Polizeigewalt aus Solidarität andere anschlossen, ist zum Aufstand all derer geworden, die den immer mehr diktatorische Züge annehmenden Ministerpräsidenten und seine autokratische Politik nicht mehr erdulden wollen.

Die, die in diesen Tagen in der Türkei auf die Straße gehen, lehnen sich gegen das Diktat einer Regierung auf, die sich auf den Islam beruft und zunehmend die Freiheiten von Andersdenkenden einschränkt. Wenn sich Erdogan in seinen öffentlichen Ansprachen sich auf „das Volk“ beruft, das ihn gewählt habe, dann handelt es sich um nicht mehr als 50 Prozent der türkischen Bevölkerung. Denn die andere Hälfte will sich nicht mehr vorschreiben lassen, wie sie auf öffentlichen Plätzen sitzen und verhalten sollen, wie sie sich anzuziehen und zu reden haben, wie sie denken sollen und was sie essen und trinken dürfen. Sie wollen, dass ihr Lebensstil respektiert wird und ihre Bürgerrechte nicht mit den Füßen getreten werden.

Die jüngsten Ereignisse und Beschlüsse der Erdogan-Regierung haben das Fass zum Überlaufen gebracht: Ende Mai wurde in Ankara ein Paar, dass sich in einer U-Bahnhaltestelle küsste, von städtischen Mitarbeitern zum „moralischen“ Verhalten aufgefordert; und als Bevormundung sehen Teile der Bevölkerung das vor kurzem verabschiedete Gesetz, das den Verkauf von alkoholischen Getränken einschränkt.

Leitsätze von Atatürk sind keine Lösung
Die massive Polizeigewalt am Gezi-Park war ein Auslöser für die „Bewegung“, in der sich Menschen unterschiedlicher Gruppierungen vereint haben, um gegen Erdogan aufzubegehren. Was den Aufständen folgt? Das ist mehr als ungewiss. Denn es gibt keine ernstzunehmende Oppositionspartei, die die Regierungsaufgabe übernehmen könnte. Das ist das nächste Problem, dem sich die Wutbürger stellen müssen. Der von einem Teil der Demonstranten propagierte Kemalismus – also die Leitsätze des Republikgründers Kemal Atatürk aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – bieten keine alleinige Lösung für die Probleme der Türkei im 21. Jahrhundert.

Ich bin gespannt auf die Entwicklungen. Ob Erdoğan an seinem Plan festhalten wird und auf seinen Bebauungsplan für das Areal des Gezi-Parki beharren wird? Ich hoffe, dass ich diesen Ort nicht als Beispiel der Bausünden in meine Sightseeing-Tour durch Istanbul aufnehmen muss.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:

15 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Emanzor sagt:

    Es wurden Diplomaten-Agenten aus England, Frankreich, Griechenland und den USA in den Reihen der Agent-Provocateurs ausfindig gemacht.

    Die parallele Rebellion dieser Minderheit in vielen Städten zeigt das planmäßige Vorgehen der in- und ausländischen Organisatoren dieses Spektakels. Ziel: Die Schwächung der Türkei und der AKP, um die alte Ordnung einer Marionettenregierung herzustellen. Das Problem: Die CHP ist keine ernstzunehmende Partei, die MHP auch nicht, die BDP, naja…

    AKP hat momentan über 50% der Stimmen. Bei einer Neuwahl dürften es 55-60% werden.

  2. benokay sagt:

    Es fehlt mir schwer, all diese Kommentare zu lesen, vor allem sie zu verstehen.
    Es erinnert mich etwas an Kaffeehaus-Diskussionen in der Türkei vor 40 Jahren.
    Diese Demokratie wird im Oktober 90 jähriges bestehen feiern.
    In den Anfängen der Republik hatte die Türkei grosse Schritte nach vorne gemacht, wie mit dieversen Mitgliedschaften bei den internationalen Organisationen, oder Zustimmung für ein Frauenwahlrecht etc.
    Nach der Periode Atatürk und Inönü ging es allerdings etwas schwerer voran.
    Soweit ich mich erinnern kann, in den 70ern gab es regelrechte Schlachten zwischen den Linken und de Nationalisten. Dabei spielte die Armee immer eine grosse Rolle. Unter dem Begriff „Laizismus“ putschten sie gerne immer wieder.
    Autorität, Unterdrückung der Minderheiten und andere Religionsangehörigen, Pressezensur und Folter bei der Polizei oder in den Gefängnissen, Unterdrückung der Frauen und Misshandlung von Kindern war immer in der Tagesordung, egal welche Partei an der Macht war.
    Mit so vielen verhafteten Journalisten steht die Türkei im Moment auf der Liste von Reporter ohne Grenzen fast am Ende auf Platz 157.
    Die türkischen Medien haben schon diese Beschränkungen der Pressefreiheit durch die permanente Einschränkungen so verinnerlicht, dass sie sogar selbst Zensur ausüben können, wie jetzt am Anfang der Berichterstattung über die Proteste in Istanbul.
    In den letzten 90 Jahren ist der Türkei nicht gelungen eine Zivilgesellschaft zu bilden, in der die Probleme durch Diskussionen und Bürgerbeteiligung gelöst wird.
    Stattdessen immer weiter drauf hauen: Erdogan kündigt Gegendemonstarationen an.

    Ja dann hoffen wir, dass die Verhältnisse sich in der Türkei nicht so eskalieren, wie in Nordafrika oder in Syrien. Das haben die Menschen dort wirklich nicht verdient.

  3. Cilly sagt:

    Ich freue mich über die Form des Protestes in diesem wunderschönen Land . Sie ist antiautoritär, stellt überkommene Strukturen infrage, ist tolerant (jede/r kann mitmachen, ob religiös oder nicht) und verbindet Gruppen, die sich bisher spinnefeind waren und hat eine gesellschaftliche Utopie. Bisherige verkrustete politische Konzepte scheinen überholt.
    Weiter so, ich wünsche Erfolg. Ich muss an meine eigene Jugend denken, als wir 68 auch alles Autoritäre infrage gestellt haben und uns viele persönliche Freiräume geschaffen haben. Gerade für die Frauen war das DER Aufbruch

  4. esra sagt:

    Ich komme gerade aus Izmir und sehe bei NTV Turkey dass sie gerade eben den Taksim Platz mit Bulldozern und Panzern räumen – bedauerlich, traurig für die tausenden von Verletzten der letzten Tagen, traurig für die Todesopfer…

    In Izmir waren die Leute nur noch am fluchen gegen Erdogan und leisteten Aufruhr in jeder Form. Ich habe Symphathien für den Aufstand, weil es vielen Leuten zuviel geworden ist, was die Bevormundung durch die AKP und ihren Anhängern, die sich überall breit machen, angeht.
    Ein Beispiel: Man geht Feitags einkaufen und sieht plötzlich Betende Männer kniend auf ihren Gebetsteppichen auf der Straße, schlangenweise vor den Moscheen. Gruppenzwang überall.

    Izmir ist vielleicht die westlichste Großsstadt der Türkei und dort ist man besonders empfindlich gegen alles was nach religiös muslimischen Eifer riecht.

    Trotzdem dreht sich mir der Magen beim Anblick all der prangernden türkischen Fahnen und Atatürksbilder, die verstärkt das Straßenbild prägen, und als Bekenntnis zu Atatürk und seinem nationalistischen sog. „laizistischem Staat“ demonstriert wedren sollen. Sozusagen als Gegengewicht zur religiös geprägten AKP.

    Die Kemalisten und türkischen Nationalisten besitzen die Unverfrorenheit selbst über Jahrzehnte hinweg Anatoliern, Kurden die einfachsten Menschenrechte zu verweigern und zuzusehen wie ihre Politiker und Militärs die eigene Bevölkerung, die Kurden, zu Staatsfeinden gemacht hat und sie gnadenlos ermordet, vehaftet, gefoltert, erniedrigt hat.
    Sie haben sie zu Menschen zweiter Klasse degradieren wollen aus einer tiefen rassistische Motivation heraus, der von Anbeginn der Gründung der Republik besteht, und für sich und ihr Klientel Privilegien zugestanden und erbeutet, die siejetzt deutlich verschwinden sehen.

    Ausgerechnet diese Leute bezeichnen Erdogan und die AKP als faschistisch und fordern Freiheiten, die sie anderen Minderheiten und Andersdenkenden bisher immer verwehrt haben, und die sie mit Mord und Totschlag überall im Land, mit Hilfe des Militärs, einer faschistisch geprägten Justiz , gleichgeschalteten Presse, und mit Hilfe des „tiefen Staates“, die ua. Paramilitärs dazu nutzten, um lästige Kritiker wie Journalisten, Anwälte, Politiker zu beseitigen und somit Angst und Schrecken zu verbreiten und die Menschen mit ihren Forderungen nach mehr Gerechtigkeit und Gleichheit mundtot zu machen.

    Ich kann diese Klientel keinen ernsthaften Glauben schenken was ihre Forderungen nach mehr Rechten betrifft. Ihr Interesse gilt mehr dem Eigennutz.
    Wo waren diese Leute, wo war ihre Empörung, als in den kurdischen Gebieten über jahrzehnte Frauen, Kinder, f riedliche Menschen von Panzern, Wasserwerfern,Knüppeln, Gasbomben niedergemacht, erschlagen wurden, bloß weil auch sie sich für ihre Kinder eine bessere Zukunft wünschten?
    Oder kann es sein, das dem türk. Bürgertum jetzt klar wird, dass sich die Machtstrukturen derart geändert haben, dass plötzlich ihre Kinder von Panzern überrollt werden???

  5. Kigili sagt:

    @Esra: Danke, genau meine Meinung! Ich halte die Haltung der Kemalisten für absolut unglaubwürdig um nicht zu sagen verlogen und heuchlerisch.


Seite 2/2«12

Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...