Neues BAMF-Projekt
Ausländerbehörden sollen Willkommensbehörden werden
Wie können Ausländerbehörden Willkommenskultur vermitteln und integrationsfördernd auftreten? Im Rahmen eines Projekts möchte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hierbei helfen.
Donnerstag, 02.05.2013, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 07.05.2013, 1:30 Uhr Lesedauer: 2 Minuten |
Ausländerbehörden stehen in einem Spannungsverhältnis zwischen ihrem ordnungspolitischen Auftrag einerseits und ihrer Funktion als „Gesicht Deutschlands“ gegenüber Neuzuwanderern und Anfragenden andererseits.
Zuwandernde, die ihr Leben in Deutschland neu organisieren müssen, sind vielfach auf unterschiedlichste Behördenkontakte angewiesen, die zuständige Ausländerbehörde ist dabei meist erste Anlaufstelle. Drittstaatsangehörige ohne dauerhafte Aufenthaltserlaubnis sind zumeist sogar auf einen regelmäßigen Kontakt mit Ausländerbehörden angewiesen.
Schlechte Erfahrungen
Ebenso steht die deutsche Bevölkerung in Kontakt mit Ausländerbehörden, wenn beispielsweise ausländische Familienangehörige oder Freunde eingeladen werden. Darüber hinaus sind auch Wirtschaftsunternehmen im Rahmen der Fachkräfteanwerbung mit aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten befasst und stehen dabei in direktem Austausch mit Ausländerbehörden.
Und nicht selten machen Menschen, egal ob Deutsche oder Ausländer, schlechte Erfahrungen. Unhöfliches Auftreten, Auskunftsunwilligkeit oder mangel an interkultureller Kompetenz des Behördenpersonals sorgen für Unmut bei vielen Menschen. Auf Internetportalen wie info4alien.de berichten Betroffene von haarsträubenden Begegnungen, die alles andere als Willkommenskultur vermitteln.
Info: Alle Details zum BAMF-Projekt finden interessierte Behörden in der öffentlichen Ausschreibung.
BAMF steuert dagegen
Deshalb wird das Bundesamt für Migration und Bevölkerung (BAMF) Ausländerbehörden dazu befähigen, sich interkulturell zu öffnen, eine Willkommenskultur zu vermitteln und sich somit als „Willkommensbehörden“ zu entwickeln. Erreicht werden soll das im Rahmen eines Projekts, das im zweiten Halbjahr beginnen soll.
„Willkommensbehörde steht dabei für eine Servicebehörde, die durch die Vernetzung mit anderen Institutionen addressatenorientierte Beratung aus einer Hand anbietet und somit grundsätzlich eine positive Haltung Deutschlands gegenüber Zuwandernden vermittelt“, so das BAMF. Interessierte Träger sind ab sofort aufgerufen, ihre Interessensbekundungen an das Bundesamt zu senden. Bleibt zu hoffen, dass viele Ausländerbehörden diesem Aufruf folgen. (hs) Aktuell Politik
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Darf man Ausländerbehörden für dieses Projekt vorschlagen? Da würde mir spontan mal Dessau einfallen.
oder Frankfurt, dort wird das zentrale Telefon nicht beantwortet, gleichzeitig schmückt sich die Ausländerbehörde Frankfurt mit DIN N ISO 9001.
Siehe Beschwerde
http://de.reclabox.com/beschwerde/50655-auslaenderbehoerde-frankfurt-telefon-wird-nicht-beantwortet
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