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Migration und Integration in Deutschland

So, wie wir mit den Minderheiten umgehen, die bei uns leben, so erwarten wir auch, dass Titularnationen mit den deutschen Minderheiten umgehen.

Angela Merkel, Aussiedler- und Minderheitenpolitik in Deutschland, 2008

Nordrhein-Westfalen

Jedes dritte Kind unter sechs Jahren in Kita hat ausländische Wurzeln

Von den knapp über 500.000 Kita-Kindern unter sechs Jahren hatten Anfang März 2012 rund 180.000 einen Migrationshintergrund. In einigen Städten betrug die Quote der Kinder mit Migrationshintergrund sogar über 50 Prozent.

Anfang März 2012 besuchten in Nordrhein‑Westfalen 501.900 Kinder unter sechs Jahren ein Angebot der Kindertagesbetreuung. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, hatte davon etwa jedes dritte Kind (177.900) mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Bei annähernd jedem vierten Kind (111.200), das sich in Kindertagesbetreuung befindet, wird zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen.

Regional betrachtet, ergaben sich zum Teil deutliche Unterschiede: Jedes zweite Gelsenkirchener (50,7 Prozent), Duisburger (50,6 Prozent) oder Hagener (50,0 Prozent) Kind unter sechs Jahren in Kindertagesbetreuung hatte 2012 mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Herne (47,3 Prozent) und Remscheid (47,3 Prozent) folgten auf den weiteren Plätzen. Die niedrigsten Anteile wiesen bei dieser Betrachtung die Kreise Coesfeld (16,1 Prozent) und Höxter (19,6 Prozent) auf.

Bei den Familien, die sich zu Hause überwiegend in einer Fremdsprache unterhalten, wiesen die Städte Duisburg (38,8 Prozent), Gelsenkirchen (36,1 Prozent) und Wuppertal (34,3 Prozent) die höchsten Quoten auf. Den niedrigsten Anteil hatten die Statistiker 2012 für den Kreis Coesfeld (7,2 Prozent) ermittelt. (IT.NRW/sb)

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