Bayern

Jedes vierte Kind in einer Kita hat ausländische Wurzeln

In Bayern wurden zum Stichtag 1. März 2012 rund 480.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen gezählt – darunter 127.807 (26,5 Prozent) mit Migrationshintergrund. Ein weiterer Befund: Stadt-Land-Vergleich zeigt große Unterschiede.

Montag, 25.02.2013, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 26.02.2013, 22:05 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hatten von den 481.788 Kindern, die zum Stichtag 1. März 2012 in Bayern in einer Kindertageseinrichtung betreut wurden, 127.807 (26,5 Prozent) mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren war. Bei 74.325 Kindern – das entspricht 15,4 Prozent – wurde in der Familie überwiegend nicht Deutsch gesprochen.

Regional ergaben sich zum Teil erhebliche Unterschiede – besonders im Hinblick auf die Stadt-Land-Verteilung. So hatte in den Städten Schweinfurt (56,4 Prozent), Nürnberg (54,2 Prozent) und Augsburg (52,8 Prozent) mehr als jedes zweite Kind 2012 mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Die Landkreise Cham (8,9 Prozent) und Freyung-Grafenau (4,9 Prozent) wiesen bei dieser Betrachtung die niedrigsten Anteile auf.

Stad-Land-Gefälle
Bei Familien, die sich zu Hause überwiegend in einer Fremdsprache unterhalten, wiesen die Städte Memmingen (39,6 Prozent) und Schweinfurt (36,6 Prozent) die höchsten Quoten auf. Den niedrigsten Anteil hatten die Landkreise Haßberge (3,2 Prozent) und wiederum Freyung-Grafenau (3,1 Prozent).

Betrachtet man das Verhältnis der Städte zu den Landkreisen näher, so fällt auf, dass in fast allen Städten Bayerns der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen höher war als der in den Landkreisen.

In der Erhebung zu den Kindertageseinrichtungen wird der Sachverhalt Migrationshintergrund anhand von zwei Kriterien erhoben: Zum einen die ausländische Herkunft mindestens eines Elternteils, also die Geburt eines Elternteils im Ausland und zum anderen anhand der in der Familie gesprochenen Sprache. (sb)

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